Versorgungsleitungen

Erfahrungen & Bewertungen zu Tobias Beuler

Nicht nur unter Straßen und Plätzen, sondern auch unter Häusern verlaufen eine Vielzahl von Versorgungsleitungen. Diese verschiedenen Leitungen können durchaus auch als die Lebensadern einer Stadt bezeichnet werden. Da immer mehr Leitungen unterirdisch verlegt werden, bedeutet dies für Ausbau, Erneuerung und Sanierung von bestehenden Netzen immense Anforderungen und Kenntnisse der Firmen zur Planung und Baubetreuung. Im Folgenden möchten wir einen kleinen Einblick gewähren.

Was sind Versorgungsleitungen?

Bei Versorgungsleitungen handelt es sich um Leitungen, die über den Hausanschluss die Häuser mit Wasser, Fernwärme, Gas, Elektrizität und Telekommunikation versorgen. Zu den Versorgungsleitungen gehören aber auch die Leitungen für Abwasser und Co.

Versorgungsleitungen für Gas

Die Versorgungsleitungen für Gas dienen dem Transport von Erdgas oder anderen Brenngasen sowie der Verteilung auf die verschiedenen Konsumenten. Die Leitungen sind in der Regel gelb. In erster Linie kommen hier Metallrohre zum Einsatz. Seit dem Jahr 2008 sind gemäß dem TRGI auch Kunststoffrohre erlaubt. Dies hat den Vorteil, dass sich die Leitungen in verwinkelten Gebäuden relativ einfach verlegen lassen.

Versorgungsleitungen für Strom

Um eine optimale Versorgung mit Strom zu gewährleisten, muss vor dem endgültigen Anschluss akribisch recherchiert werden, welche Leitungen bereits vorhanden sind. Stromleitungen sind an der Farbe Rot zu erkennen.

Versorgungsleitungen für Wasser

Wasserleitungen sind blau und bestehen vielfach aus korrosionsbeständigem Stahl, innen verzinktes Kupfer oder aus Kunststoff. Reine Kupferrohre dürfen für Trinkwasser nicht genutzt werden, denn bei saurem Wasser würde zu viel Kupfer aus den Rohren herausgelöst werden, was wiederum gesundheitsschädlich ist.

Versorgungsleitungen eines Grundstücks

Versorgungsleitungen für ein Grundstück sind nicht immer als direkter Zugang möglich. Vielfach müssen die Leitungen für Strom, Fernwärme und dergleichen über fremde Grundstücke geführt werden. Geregelt wird dies durch Spezialgesetze und Satzungen mit den Versorgungsunternehmen. Dies bedeutet, dass Grundstückseigentümer sowohl das Verlegen der Leitungen über ihr Grundstück gestatten müssen als auch darauf angewiesen sind, dass die eigenen benötigten Leitungen über fremde Grundstücke geführt werden müssen.

Versorgungsleitungen über eigenes Grundstück

Grundstückseigentümer sollten rechtzeitig vor Beginn der anstehenden Erdarbeiten entsprechende Leitungsauskünfte rund um die Versorgung bzw. den Anschluss einholen. Auch wenn Netzbetreiber verpflichtet sind, solche Leitungsauskünfte zu geben, kann sich das Ganze als sehr zeitaufwendig herausstellen. In der Regel liegt dies daran, dass die Versorger nur schwer zu erreichen sind und auch nicht immer wissen, wo die Leitungen genau verlegt sind. Ansprechpartner vor Ort sind Stadtwerke und sonstige Versorger.

Bauherren müssen vor Beginn der Arbeiten rund um den Tiefbau möglichst exakte Auskünfte über Art und Tiefe der verlegten Versorgungsleitungen geben, damit es nicht zu vermeidbaren Schäden kommt.

Versorgungsleitungen über ein fremdes Grundstück

Aus dem landesrechtlichen Nachbarschaftsrecht ergibt sich eine Duldungspflicht für Grundstückseigentümer. Dies bedeutet, dass notwendige Leitungen über das Nachbargrundstück geführt werden dürfen. Ohne entsprechende rechtliche Regelung sind Grundstückseigentümer allerdings immer auf die Zustimmung durch den Nachbarn angewiesen. Dazu muss eine schuldrechtliche Vereinbarung abgeschlossen werden, in der alle Einzelheiten geregelt sind. Bei einer WEG-Anlage müssen die Vereinbarungen bzw. Eintragungsbewilligungen von den einzelnen Wohnungseigentümern getroffen werden, da der Verwalter nicht vom Gemeinschaftseigentum betroffen ist.

Die Montage der Versorgungsleitungen

Dem Bauherren wird geraten, alle Arbeiten rund um die Montage der Versorgungsleitungen von einem Fachbetrieb ausführen zu lassen. Versorgungsleitungen, die der öffentlichen Hand gehören, werden immer bis zur Grundstücksgrenze oder bis zum Haus verlegt. Die Kommunen sind dabei für Terminierung und alle anfallenden Arbeiten zuständig. Innerhalb des Hauses kann der Bauherr die Arbeiten selbst übernehmen oder von einer Fachfirma ausführen lassen.

Fazit zu Versorgungsleitungen

Vielfach gibt es gesetzliche Regelungen, wenn es um die Versorgungsleitungen geht. Somit sind schuldrechtliche Vereinbarungen oder die Eintragung einer Dienstbarkeit nicht nötig. Im Falle einer grundbuchrechtlichen Sicherung oder einer entsprechenden Vereinbarung sollten Bauherren taktisch klug vorgehen, damit es nicht zu nachbarschaftlichem Ärger kommt. In jedem Fall sollte für beide Parteien nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht werden.  

Autor Tobias Beuler

Aktualisiert: 05.06.2021

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Als Experte für den Fertighausbau widmet sich Tobias Beuler, der Gründer von Fertighausexperte, allen Fragen rund um Ihr Bauprojekt.

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Fertighäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen über Fertighausexperte.com seit 2018 an, um Andere bei Ihren Fertigbauprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt.


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