Die schlechtesten Fertighäuser

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Die schlechtesten Fertighäuser werden häufiger gekauft, als man denkt. Weil eben genau die Verkäufer und Marketingabteilungen extrem gut darin sind, schlechte Fertighäuser so gut darzustellen, dass man diese eben doch kauft.

Aber es gibt viele Indikatoren, die es zukünftigen Bauherren erlauben, die Spreu vom Weizen zu trennen. Wir zeigen hier die typischen Fallen, die es zu vermeiden gilt. Und wir bieten Ihnen gleich Lösungen an, wie man gewisse Fallen umgeht, damit man eben nicht eines der schlechtesten Fertighäuser am Markt kauft.

Kurz & Kompakt - Das Wichtigste

  • Schlechte Verträge führen zu Mehrkosten: Werden im Vertrag ungünstige Bedingungen akzeptiert, etwa bei Gerüstkosten oder Einbehalten, drohen später hohe Nachzahlungen – oft ohne Möglichkeit, diese rechtlich wirksam abzuwehren.
  • Anbieter mit großer Stückzahl sind oft problematisch: Firmen, die jährlich über 500 Häuser bauen, arbeiten meist in Serienproduktion. Das erschwert individuelle Anpassungen, führt zu Standardsystemen und häufig zu Problemen bei Kommunikation und Mängelbeseitigung.
  • Schlechte Qualität zeigt sich auf der Baustelle: Viele Bauleiter haben wenig Spielraum, um Mängel zu beheben. Die Budgetgrenzen sind niedrig, die Kommunikation stockt – oft bleibt der Bauherr mit Schäden und Frust allein.
Warnzeichen für schlechte Fertighaus-Qualität

Tipp: Wer abkürzen will, holt sich für das exakt gleiche Haus 3–5 Angebote ein. Der Billigste ist in der Regel auch der mit der schlechtesten Leistung. Sein Traumhaus sollte man zunächst von einem Architekten planen lassen und sich erst danach für einen Fertighausanbieter entscheiden.

Die schlechtesten Fertighäuser lassen sich nicht erst auf der Baustelle erkennen, sondern oft schon beim Blick in den Vertrag.

Dort verstecken sich Klauseln, die für Bauherren teuer werden können, obwohl der Anbieter sich vielleicht als besonders „fair“ oder „ausgezeichnet“ präsentiert.

Viele vermeintliche Qualitätssiegel stammen von Medien, bei denen Platzierungen käuflich sind. Ein hoher Rang in einer Zeitschrift bedeutet daher noch lange nicht, dass der Anbieter seriös ist.

Typische Vertragsfallen bei schlechten Fertighausanbietern:

Vertragsklausel Auswirkung Worauf achten?
Gerüstkosten trägt Bauherr Rund 5.000 € Mehrkosten – obwohl ohne Gerüst kein Hausbau möglich ist Gerüst muss im Preis enthalten sein
Unklare Angaben zu Einbehalten Bauherren verlieren Verhandlungsspielraum bei Mängeln Einbehalt bei Übergabe klar und hoch genug festlegen
Zusatzkosten bei wetterbedingt en Bauverzögeru ngen Risiko liegt allein beim Bauherrn Klare Regelung zu Schlechtwetter und Ausfallrisiken
Verweise auf „branchenübliche Regelungen“ ohne Details Anbieter kann später beliebige Standards auslegen Alle Kostenpositionen konkret aufführen lassen

Wer schlechte Fertighäuser vermeiden möchte, sollte den Bauvertrag unbedingt vor der Unterschrift von einem unabhängigen Experten prüfen lassen. Denn viele Probleme entstehen nicht erst auf der Baustelle, sondern durch ungünstige Vertragsklauseln, die später teuer werden. Besonders bei den schlechtesten Fertighäusern sind Zusatzkosten, wie etwa 5.000 Euro für das Gerüst, häufig nicht auf den ersten Blick erkennbar. Solche Punkte lassen sich meist nur erkennen, wenn man das Kleingedruckte genau liest.

Idealerweise wurde zu diesem Zeitpunkt noch keine vertragliche Bindung eingegangen. So bleiben Sie frei in der Entscheidung, ob Sie bei einem Anbieter mit versteckten Kosten bleiben oder lieber eine Alternative wählen, die beste Fertighäuser anbietet.

Auch auf der Baustelle haben wir gute und auch schon schlechte Erfahrungen mit Fertighäusern gemacht. Oft ist es auch so, dass die Firmen eher schlecht sind, die auch schon schlechte Angebote abgeben und schlechte Verträge haben.

Viele Bauherren wissen zum Beispiel nicht, dass ein großer Teil der schlechten Fertighausanbieter ihren Bauleitern nur 500 Euro bei der Hausübergabe zur Wiedergutmachung zur Verfügung stellt. Das bedeutet, dass, wenn der Boden bei der Hausübergabe zerkratzt ist, die Treppe schief steht oder Scheiben Einschlüsse haben, man Ihnen maximal erlaubt, 500 Euro von der Schlussrechnung abzuziehen. Das ist natürlich ein Witz. Und wenn man schon als Bauherr an eine solche schlechte Fertighausfirma gerät, sollte man dann eben zusammen mit seinem Bausachverständigen darauf bestehen, dass gewisse Mängel in einer gewissen Frist noch abgearbeitet werden.

So können dann der auf Fertighäuser spezialisierte Bausachverständige und der Bauleiter der Fertighausfirma festlegen, dass die Scheibe innerhalb von 2 Monaten ausgetauscht wird.

Allerdings sind den Bauleitern, die die Firmen der schlechten Fertighäuser vertreten, oft die Hände gebunden. Die wissen sogar, dass der Bausachverständige und die Bauherren oft recht haben. Aber sie können dann oft trotzdem nichts machen, weil die interne Vorgabe der Firma einfach Mist ist und die Bauleiter dann ihren Job verlieren, wenn sie sich zu sehr ins Boot der Bauherren setzen. Weil das die Fertighausfirma ja wieder Geld kostet.

Bauherren, bei denen die Baustelle bereits läuft, genügt dann auch der zweite Teil der „Bau keinen Scheiß“-Reihe; sie bestellen auf Amazon also nur ein Buch. Sonst ist man auch gefrustet darüber, was man in Sachen Vorbereitung alles anders hätte machen können.

Tipp: Ich weiß, Sie suchen Marken, um abzukürzen. Was hier leider nicht geht, weil mein Team und ich wirklich auf einem Schatz sitzen, den wir erst posten werden, wenn wir mal 1 Mio. auf der hohen Kante haben und uns mit den entsprechenden Firmen streiten können. Aber Anhaltspunkte gehen ja 😉 Häuser von Anbietern, die mehr als 500 Häuser bauen, sind schwierig; Häuser von Firmen, die weniger als 10 Häuser pro Jahr bauen, sind eher schwierig; Firmen, die die Regionalkarte spielen, sind oft schwierig; und in Hessen, in der Eifel und im Großraum Augsburg würde ich aktuell auch keine Häuser bestellen. Was aber nur meine Meinung darstellt, und mein Blick kann ja nur verstellt sein, da bei mir ja immer das landet, was schief läuft, aber nie das, was problemlos läuft.

Schlechte Fertighäuser – Fazit

Bauherren sollten sich also gut vorbereiten und im Netz gut einlesen, um alles richtig zu machen – oder wenigstens nicht zu viel falsch. Beste Hilfestellung in Sachen Kosten wäre zum Beispiel diese Tabelle. Damit bekommen Sie schon mal einen Großteil der Kosten gegriffen, die da noch auf Sie zukommen. Die oben erwähnten Punkte finden Sie natürlich auch in der Liste:

„Die schlechtesten Fertighäuser zeichnen sich oft durch mangelhafte Planung, minderwertige Materialien und unzureichende Ausführung aus. Eine sorgfältige Auswahl des Anbieters, die Prüfung des Vertrages und eine fundierte Beratung sind unerlässlich, um solchen Fallstricken zu entgehen.“ – Tobias Beuler, Bausachverständiger

2 Handwerker auf einer Baustelle

Gesamtbaukosten Fertighaus

Außerdem können Sie mehr richtig machen als 95 % aller Bauherren, wenn Sie erst mal Ihr Traumhaus mit einem Architekten planen, statt in ein Musterhaus zu rennen, wo man behauptet, die Architektenkosten wären schon inklusive. Denn auch das ist eine Masche von schlechten Fertighausverkäufern, um Sie vom Markt zu nehmen, damit Sie eben nicht mehr vergleichen können und herausfinden, welche Firma wirklich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat.

Lassen Sie also Ihr Traumhaus planen und gehen Sie erst dann in den Musterhauspark. Dann müssen alle Firmen das gleiche Haus anbieten, und es fällt schwer, Kosten zu verstecken. Die besten Architekten für so etwas finden Sie hier. Die meisten Architekten planen bzw. designen Ihr Haus übrigens zu einem Festpreis: a better place

Und wer bis hierhin gelesen hat, um alles über schlechte Fertighäuser zu erfahren, sollte außerdem auch mal lesen, woran man gute Fertighäuser erkennt. Hier gibt es von Fertighaus Experte ebenfalls einen Text dazu, der sicher weiterhilft:

Bester Fertighausanbieter – Bestes Fertighaus

FAQs zum Thema schlechteste Fertighäuser

Die Bezeichnung „schlechteste Fertighäuser“ kann verschiedene Gründe haben. Es könnte bedeuten, dass diese Häuser schlecht gebaut sind, minderwertige Materialien verwendet wurden oder dass sie nicht den geltenden Baustandards entsprechen. Es könnte auch darauf hinweisen, dass die Häuser bestimmte Designmängel oder strukturelle Probleme aufweisen.

Bei schlecht gebauten Fertighäusern können verschiedene Probleme auftreten. Dazu gehören undichte Dächer, Probleme mit der Isolierung, fehlerhafte Elektrik- oder Sanitärinstallationen, mangelhafte Fenster und Türen, Risse in den Wänden oder Fundamentprobleme. Diese Probleme können zu Energieverlust, Feuchtigkeit, Schimmelbildung, mangelnder Stabilität und anderen unerwünschten Folgen führen.

Es gibt einige Anzeichen, die auf potenziell schlechte Fertighäuser hinweisen könnten. Dazu gehören extrem niedrige Preise im Vergleich zu ähnlichen Modellen, fehlende oder begrenzte Garantien seitens des Herstellers, schlechte Kundenbewertungen oder Berichte über Qualitätsprobleme sowie bekannte Baumängel oder strukturelle Probleme bei bestimmten Modellen oder Herstellern. Es ist wichtig, gründliche Recherchen anzustellen, den Ruf des Herstellers zu überprüfen und gegebenenfalls Fachleute hinzuzuziehen, um die Qualität des Fertighauses zu prüfen.

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Als Experte für den Fertighausbau widmet sich Tobias Beuler, der Gründer von Fertighausexperte, allen Fragen rund um Ihr Bauprojekt.

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Fertighäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen über Fertighausexperte.com seit 2018 an, um Andere bei Ihren Fertigbauprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt. Mit seinem Buch “Bau keinen Scheiss” ist er seit Juli 2024 auch Spiegel Bestseller Autor.


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