Fertigkeller – Anbieter, Kosten & Preise

Im Grunde gibt es in Deutschland nur 6 große Kellerbauer, die wirklich deutschlandweit Bodenplatten und Fertigkeller anbieten können.

Einige davon findet man auf der Seite www.kellerbau.info. Doch bevor ich noch auf die einzelnen Hersteller eingehe, sollten Sie sich vor allem eines merken: Beim Fertigkeller- und Bodenplattenbau lassen sich locker 4-5 stellige Beträge sparen, wenn man als Bauherr clever vorgeht.

Grundinformationen über Fertigkeller

Dazu müssen Sie erst mal wissen, dass durch die Statik und durch das Bodengutachten die grundsätzliche Ausführungsqualität schon mal vorgeben ist. Das heißt, wenn das Bodengutachten eine weiße Wanne vorgibt, dann kann und darf Ihnen niemand einen billigen Stein-auf-Stein-Keller bauen und diesen dann in simpler Form mit schwarzen Bitumen abdichten (schwarze Wanne). Wenn überhaupt, kommt so was mal bei den kleinen 2-10 Mannbetrieben vor, die im Jahr keine 20 Keller / Fertigkeller bauen. Und davon würde ich eh abstand halten, wenn Sie Ihr Bauvorhaben finanzieren müssen statt bar zu zahlen. Den geht so einem kleinen Betrieb mal der geleaste LKW kaputt oder kann oder will mal ein anderer Bauherr seinen Keller nicht bezahlen, kommen die kleinen Kellerbauunternehmen schnell in Schwierigkeiten und können dann auch Ihr Bauvorhaben nicht fertig bauen. Wenn Sie dann erst mal einen neuen Kellerbauer finden müssen, der ja auch einige Wochen Vorlaufzeit braucht, fressen Sie ganz schnell die gleichzeitigen Zahlungen für Miete und Bereitstellungszinsen die Haare vom Kopf. Denn ohne Fertigkeller / Bodenplatte auch kein Haus – und nach Rohbau ist in der Regel die größte Summe an den Fertighausanbieter fällig. Also die paar 100 Euro, die man vielleicht mit einem kleinen örtlichen Anbieter für Fertigkeller und Bodenplatten sparen kann, gleichen das Risiko bei Weitem nicht aus.

Aber: Darum gibt es ja diesen Blogbeitrag – denn gleich zeige ich Ihnen auf, wie Sie die großen Summen sparen kann, von denen ich oben geschrieben habe.

Bodenplatte

Hier zu sehen, die Bodenplatte eines Fertigkellers.

Das Vorgehen von Fertigkeller Firmen

Wir haben gelernt das die großen solventen Fertigkeller- und Bodenplattenanbieter grundsätzlich alle ein sehr ähnliches Produkt herstellen und diese Anbieter außerdem 80% der Fertighausbranche beliefern.

Bauen Sie Ihr Fertighaus also mit der Firma A, baut die Firma A den Fertigkeller nicht selbst, sondern dann liefert Fertigkelleranbieter X den Fertigkeller. Bauen Sie Ihr Fertighaus mit der Firma B, baut den Keller nicht die Firma B, sondern in Wirklichkeit der Kellerbauer Y.

Manche Fertighausanbieter machen sich noch die Arbeit und verpassen dem Keller dann ein eigenes Label – aber zu 99% baut kein Fertighausanbieter die Keller wirklich selbst. Erst recht nicht die Firmen, die dies mit „Alles aus einer Hand“ unbedingt suggerieren wollen.

Die Kaufleute unter meinen Leser ahnen jetzt bestimmt schon, was wir uns als nächstes anschauen. Nämlich die wechselseitigen Geschäftsbeziehungen zwischen allen Teilnehmern du wie sich das auf Ihren Preis auswirkt.

Es gibt insgesamt 4 Parteien, die beteiligt sind:

  1. Sie als Kunde (machen Sie sich mal den Spass und ersetzen Sei jedesmal das Wort „Bauherr“ durch „Kunde“. Auch gerne hier auf meinem Blog und vor allem beim Verkaufsgespräch im Musterhaus – das ergibt völlig neue Blickwinkel)
  2. Der Fertigkellerproduzent
  3. Die Fertighausfirma
  4. Der Hausverkäufer / selbstständige Handelsvertreter

Alle vier Parteien haben rein wirtschaftliche Interessen. Sie möchten das der Fertigkeller oder die Bodenplatte möglichst günstig wird, während alle anderen 3 Parteien großes Interesse daran haben, mit Ihnen, beziehungsweise mit Ihrem Bauvorhaben, einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen. Was auch erst mal grundsätzlich ok ist. Wer wirtschaftet und ein unternehmerisches Risiko eingeht, innovative Produkte herstellt und anderen Menschen gut bezahlte Arbeit gibt, soll dafür belohnt werden.

Aber: Im Fall eines Hausbaus darf man das zumindest etwas anders sehen. Viele Bauherren müssen sich über Jahre verschulden und schon ein Prozent des Hauspreises macht gleich mehrere 1000 Euro aus. Darum ist es hier nur legitim, wenn der Bauherr ebenfalls wirtschaftliche Interessen vertritt und schaut, wo er was am besten herbekommt.

Die Fertighausfirma, die dem Fertigkellerunternehmen kostenlos einen Auftrag zuschanzt, läßt sich das natürlich bezahlen. Für Vermittlung, Risiko und Gewinn wird in der Regel ein branchenüblicher Aufschlag von 3% bis 12% verlangt. Der gängigste Satz sind 10%.

Die Vorgehensweise von Hausverkäufern/Handelsvertretern

Ihr Fertighausverkäufer, der gerne den Eindruck erweckt, er wäre ein Angestellter der Fertighausfirma, ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 99% ein selbstständiger Handelsvertreter. E gibt aber auch viele Fertighausverkäufer, die damit offen umgehen. Die haben dann „Handelsvertretung für XY Haus“ auf Ihrer Visitenkarte stehen. Lange Rede, kurzer Sinn: Der Name verrät es schon, die Hausverkäufer leben vom Handel. Und zwar nicht nur vom Handel mit Häusern, sondern auch der Handel mit Fertigkellern ist ein schönes Zusatzgeschäft. Branchenübliche Aufschläge liegen hier – und wir reden immer noch von dem exakt gleichen Produkt aus der gleichen Produktion – zwischen 6% und 15% (Der Handelsvertreter macht den Aufschlag auch davon abhängig, mit wem Sie bauen. Bauen Sie Ihr Haus mit einer starken Marke, zahlen Sie in der Regel auch eine starken Aufschlag).

Grob überschlagen lässt sich also sagen, dass Sie fast immer rund 5% bis 15% beim Fertigkellerbau sparen können, wenn Sie diesen direkt an der Quelle kaufen. Nämlich beim Fertigkellerproduzenten.

Es ist wie mit dem Schokoriegel aus dem Werksverkauf, dem Schokoriegel im Supermarkt und dem Schokoriegel an der Tankstelle. Das gleiche Produkt mit gleichem Inhalt wird an 3 Orten mit unterschiedlichen Aufschlägen angeboten.

Natürlich wird der Hausverkäufer / Handelsvertreter folgende Argumente bringen, damit Sie den Fertigkeller, der nur ein neues Label erhält, bei ihm kaufen. Diese sind:

  • Sie als Bauherr verlieren Zeit, wenn Sie den Fertigkeller woanders bestellen
  • Gewährleistung / Garantie geht verloren

Diese Argumente können Sie ganz leicht entkräften und den Hausverkäufer sogar mit seinen eigenen Waffen schlagen.

Der Hausverkäufer / Handelsvertreter hat nämlich gar nicht die Kompetenz, zeitlich auch nur ein My für Sie bewegen zu können. Daum ist er auch komplett raus aus Ihrem Bauprozess, sobald Sie den Vertrag unterschrieben haben. Sie haben das vielleicht schon in meinen anderen Blogartikeln gelesen. Die Fertighausfirmen weißen in den Verträgen explizit darauf hin, dass alles, was Sie mit dem Hausverkäufer vereinbaren, keine Gültigkeit hat – sondern ausschließlich nur der Werkvertrag in seiner ursprünglichen Form.

Also lassen Sie sich hier keine Angst machen. Denn die Fertighausfirma Ihrer Wahl tickt ganz anders, da sie andere Interessen hat. Der Hausbauer will nämlich möglichst schnell an Ihr Geld ran – und das gelingt ihm nur, wenn er Ihnen möglichst schnell den Rohbau auf Ihren Fertigkeller oder die Bodenplatte stellt. Den die meisten Fertighausunternehmen berechnen Ihnen nach Rohbau zwischen 50% und 80% der Bausumme. Merken Sie was? Ein Fertighausunternehmen verdient dann am besten, wenn Sie schnell liefern.  Bleiben Sie also cool, wenn das Argument kommt. Ab jetzt sind Sie schlauer als der Handelsvertreter.

Ein Keller in einem Wohnviertel der im Moment gebaut wird.

Ein Fertigkeller in der Bauphase

Gewährleistung

Auch wegen der Gewährleistung brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Sie können davon ausgehen, dass die Fertighausfirma immer die Fertigkellerfirma rufen wird, wenn am Keller oder der Bodenplatte was sein sollte. Also können Sie die Fertigkellerfirma auch direkt beauftragen. Unabhängig davon nimmt der Hausbauer sowieso das fremde Gewerk ab, sobald er das Fertighaus draufstellt.

Um jetzt den Handelsvertreter mit seinen eigenen Waffen schlagen zu können, müssen Sie nur noch eines tun. Gehen Sie ins Musterhaus und teilen Sie mit, dass Sie sich den Hausbau eigentlich nicht leisten können (das gibt dann auch gute Argumente für die Preisverhandlung – Sie ankern hier schon nach unten und der Hauverkäufer lernt gleich, dass er Ihr Haus besser mit spitzem Bleistift rechnen sollte) und deswegen den Fertigkeller oder die Bodenplatte „bauseits“ vergeben werden.

Da Hausverkäufer aber unbedingt das Haus verkaufen möchte, ist er in diesem Fall dann gleich bereit, Ihnen zuzustimmen. Denn er denkt sich: Lieber 12.000 Euro Provision für das Haus sicher haben als auf 16.000 Euro Provision für Haus und Keller zu pokern, aber dafür mit hohem Risiko, keinen Anschluss zu erzielen und mit 0 Euro dazustehen. Die genannten Zahlen hängen natürlich von der Gesamtsumme ab, die zahlen müssen. Kaufen Sie nur ein Ausbauhaus für 200.000 Euro, bleiben die Prozente zwar gleich hoch, aber die ausgezahlte Provisionssumme für den Hausverkäufer verkleinert sich.

Wählen Sie die richtige Taktik

Um jetzt 4 bis 5-stellig bei Ihrer Bodenplatte oder Ihrem Fertigkeller zu sparen, müssen gucken, mit welchem Fertigkelleranbieter die Fertighausfirma und der Handelsvertreter zusammenarbeiten. Dort sind Sie zwar in dem Moment gesperrt, sobald Sie Ihre Daten im Musterhaus lassen, aber es gibt ja Gott sei Dank noch 4 andere Anbieter, die alle den exakt gleichen Fertigkeller bauen.

Fragen Sie zum Beispiel bei Kellerbauer A an, der Partner der Hausbaufirma X ist, erhalten Sie genau das gleiche Angebot, welches der Handelsvertreter von X Ihnen schon überreicht hat. Bei diesem Kellerbauer kommen Sie dann ohne Aufschläge nicht mehr aus der Sache raus. Also müssen Sie wechsln. Und keine Angst: Jeder der großen Kellerbauer hat schon für jede Hausbaumarke gearbeitet. Alle Schnittstellen und Details sind schon bekannt. Auch hier gibt es nur eine einzige Ausnahme: Es gibt einen Kellerbauer, der ein Patent auf einen Detailanschluss für Holzhäuser mit Klinkerfassade hält – und das betrifft nur nur 0,2% aller Bauvorhaben in Deutschland.

Soweit das richtige Vorgehen, wenn man Ihnen in einem Musterhaus schon einen Fertigkeller oder eine Bodenplatte angeboten hat.

Wenn Sie noch bei Null stehen

Noch einfacher ist es natürlich, wenn Sie noch gar keine Angebote vorliegen haben und wirklich bei 0 anfangen können. Sollte Ihr Fertighausanbieter also noch nicht feststehen, können Sie sich gleich als „Privatkontakt“ bei einem Fertigkelleranbieter listen lassen. Versucht danach ein Hausanbieter bzw. der Hausverkäufer, Sie beim Kellerbauer anzumelden, erhält er die Meldung: „Sorry, der Bauherr hat schon privat angefragt“.

Wie gesagt, der Hausverkäufer wird deswegen nicht in eine Depression verfallen, seine Provision für das Haus ist ja auch nicht so schlecht.

Da die Kellerbauer Sie aber nicht als „Privatanfrage“ listen können, wenn Sie keine Unterlagen schicken, gilt es hier, clever vorzugehen.  Denn der Kellerbauer braucht Dokumente und Pläne, um für Sie kalkulieren zu können (Die Unterlagen erhalten Sie ja eigentlich erst im Musterhaus – merken Sie, wie der Mechanismus funktioniert?).

Um diesen Mechanismus zu umgehen, brauchen Sie also einen Kellerplan, den Sie beim Fertigkeller- oder Bodenplattenanbieter direkt an der Quelle einreichen. Der muss vollständig sein und diese Punkte erfüllen:

  • Kellerplan / Kellerzeichnung mit allen Wänden
  • Maßketten und Höhenangabe
  • Abbildung der Lichtschächte
  • Angabe / Zeichnung Kellertreppe, innen oder außen

Um Ihnen das ganze Vorgehen möglichst einfach zu machen, habe ich Ihnen mal 3 Kellerpläne vorbereitet, die Sie downloaden können. Oder machen Sie einfach einen Screenshot, das geht noch leichter. Nehmen Sie einfach einen Kellerplan, der Ihrem Bauvorhaben ziemlich nahe kommen könnte. Es kommt hier wirklich nicht auf einen Meter an, sondern es geht darum, dass Sie mit kompletten Unterlagen als Privatkontakt gelistet werden. Wenn Sie später mal Ihren richtigen Kellerplan haben, dann reichen Sie diesen einfach nach und das Angebot wird angepasst. Darum nehmen Sie lieber gleich einen großen Plan, dann ist die Schwankung / Anpassung später nicht zu groß.

Hängen Sei außerdem auch gleich das Bodengutachten mit an, falls schon vorhanden. Denn auch das sorgt oft noch für Mehrkosten. Falls Sie noch keines haben, sollten Sie zügig eines beauftragen. Nur so erhalten Sie Kostenklarheit.

Falls Sie noch einen Bodengutachter suchen, kann ich Clayton Umweltconsult aus Mannheim empfehlen. Dieser Bodengutachter ist nämlich der einzige Anbieter, der Mitglied im Bundesverband deutscher Fertigbau ist. Das heißt, egal mit wem Sie dann später Fertighaus und Fertigkeller bauen, dass Bodengutachten passt immer zu Anbieter. In Mannheim sitzt übrigens nur die Zentrale. Damit Ihnen die Anfahrtskosten für den Bodengutachter nicht die Haare vom Kopf fressen, hat diese Firma ein deutschlandweites Netzwerk gespannt. Wenn Sie jetzt nicht gerade auf Sylt bauen, sollten Sie das Bodengutachten also zu einem guten Preis- Leistungsverhältnis erhalten. Bodengutachten liegen je nach Anfahrt, Grundstücks- und Objektgröße zwischen 1000 Euro und 2000 Euro.

Fertigkeller Rohbau

Ein Fertigeller nach Abschluss der Bauphase.

Fertigkeller Anbieter

Hier noch die 6 größten Fertigkelleranbieter, bei denen Sie anfragen sollten. Picken Sie sich aber maximal nur 2 heraus. Die Kellerbauer sollten nicht merken, dass Sie versuchen, alle gegeneinander auszuspielen. Die schwarzen Listen, die Sie sicher aus der Hotelbranche kennen, gibt es sicher auch in einem Markt, der nur ganz wenige Teilnehmer hat. Und wie oben schon geschrieben verstehen die alle Ihr Handwerk:

  • Südwest Keller: Sehr gutes Preisleistungsverhältnis und vor allem kurze Lieferzeiten, das spart Ihnen Bereitstellungszinsen.

Hier gehts zur Homepage: https://www.fertigkeller.net

  • Partnerbau: Bester Service, kümmert sich auf Wunsch sogar um Tiefbauausschreibung. Auch mein Favorit, wenn es Ihnen nicht um den letzten Euro geht.

Zum Hersteller: https://www.fertigkeller24.com

  • Knecht Fertigkeller: Pionier der Branche, starke Marke, gutes Preisleistungsverhältnis.

Zur Webseite: https://www.fertigkeller.de/de/home.html

  • MB Effizienzkeller: Gehört zu Fingerhaus, baut eher selten für Private.

Zur Unternehmensseite: https://www.mb-keller.de

  • Glatthaar Fertigkeller: Baut unter anderem für die Deutsche Fertighausholding und ist somit nach Stückzahlen die Nr. 1 der Branche.

Zur Firmenseite: https://www.glatthaar.com

Um weiterhin über die Fertighausbranche und der Insides bloggen zu können, investieren Sie doch einen kleinen Teil der eingesparten Summe in eine meiner Dienstleistungen in meinem Shop. Hier der Link, vielleicht ist ja was dabei für Sie:

https://www.fertighausexperte.com/shop

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