Flachdachhaus bauen – Das müssen Sie wissen

Sie wirken futuristisch mit einem puristischen Touch, gleichzeitig lassen sie eine besonders flexible Grundrissplanung zu. Flachdachhäuser liegen nicht ohne Grund wieder sehr im Trend: Einschränkungen die etwa Dachschrägen mit sich bringen umgehen sie genauso elegant als Bungalow wie als Stadtvilla oder Kubushaus mit gleich mehreren Etagen. Eines muss jedoch gleich vorausgeschickt werden – es gibt leider zahlreiche Regionen in der Republik, in denen die Flachdachbauweise in den kommunalen Bebauungsplänen ausgeschlossen wird.

Achtung, eines vorab: Wenn man sein Flachdachhaus /Architektenhaus in Fertigbauweise bauen lässt, können Sie bei Ihrem Bauvorhaben sehr viel Geld sparen. Schöne Flachdachhäuser mit zum Beispiel 300 m2 lassen sich dann auch für weniger als 800.000 Euro realisieren.

Aber nicht alle Anbieter, die Fertighäuser bauen, sind wirklich dafür geeignet, auch wenn so mache Musterhäuser vermeintlich erst mal einen anderen Eindruck erwecken und die Handelsvertreter Hauverkäufer und Hauverkäufer natürlich immer für den besten Fertighausbauer / Flachdachhausanbieter arbeiten. Bleiben Sie skeptisch. Die Musterhäuser werden üblicherweise nur ein paar Jahre genutzt und dann gegen neue Fertighäuser ausgetauscht. Eine Prüfung, wie gut das Flachdach wirklich gebaut ist und wie viele Jahre es dicht bleibt, können Sie als Bauherr nur schwer herausfinden. Bei Flachdachhäusern, egal ob in Massivbauweise oder Fertigbauweise, kommt es vor allem auf die Langlebigkeit des Daches an und auf die Bonität des Anbieters. Was nutzen einem 30 Jahre Garantie, wenn der Fertighausanbieter beim nächsten wirtschaftlichen Abschwung nicht mehr über die Runden kommt? Bestes Beispiel war hier der Fertighausanbieter Kampa Haus in 2009. Der Fertighausanbauer war neben Davinci Haus und Huf Haus mal die Premiummarke im deutschen Fertighausmarkt und ging dann pleite (Heute ist die Marke  Kampa wieder zurück – mit neuen Fertighäusern, neuem Konzept und neuem Eigentümer, der in 2010 die Markenrechte erworben hat). Aber auch in jüngster Vergangenheit gibt es genug Beispiele, die zeigen, dass man lieber auf ein sehr solventes Pferd setzen sollte. Erst letztes Jahr hat es Haacke Haus aus Berlin erwischt, obwohl der Anbieter in 2017 noch fleißig Preise eingeheimst hat. Wer hier noch Tipps braucht, kann mir gerne eine Mail schicken. Je nach Fertighausanbieter und auch Ihrer Region gibt es je 0-5 Anbieter, die für gute bis sehr gute Flachdachhäuser in Frage kommen.

Ein Haus mit Flachdach, Pool und Garten

Vorteile und Nachteile vom Flachdach

Die Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig, allerdings erfordert diese Dachform auch eine ganze Menge Sorgfalt bei der Errichtung des Hauses. So muss bei den Ausführungen von Tragkonstruktionen, von Dämmungen und Abdichtungen professionell gearbeitet werden.

Im Folgenden die Vor- und Nachteile eines Flachdachhauses auf einen Blick zusammengefasst:

Die Vorteile

  • Kein unnötiger Platzverlust durch Dachschrägen im oberen Geschoss
  • Nutzung als Dachgarten oder -terrasse
  • Perfekt für Dachbegrünung
  • Solaranlagen und weitere Energieeffizienzanlagen installierbar
  • Bei passender Statik ist eine Aufstockung möglich

Die Nachteile

  • Relativ Wartungsintensiv, regelmäßige Wartung des Dachs empfohlen
  • Bei Häusern älteren Baujahres Schäden durch mangel- oder fehlerhafte Bauweise
  • Umweltschädliches Bitumen wurde früher als Abdichtungsmaterial verwendet
  • Regional Gefährdung der Tragfähigkeit bei massivem Schneefall

Mehrschichtiger Dachaufbau überzeugt

Das Flachdach überzeugt mit einem mehrschichtigen Dachaufbau: Tragkonstruktion, dann Wärmedämmung und zuletzt die Dachhaut. Dabei unterscheidet man zwischen Kalt-, Warm- und Umkehrdach. Beim Kaltdach, es ist auch unter der Bezeichnung belüftetes Dach bekannt, handelt es sich um eine Bauweise, die ein mit einer unteren und oberen Schalung aufwartet. Dabei hat der obere Dach Teil die Aufgabe Regen, Schnee und andere Feuchtigkeit fernzuhalten und der untere Teil sorgt für die Dämmung. Dazwischen liegt ein Freiraum, der von außen belüftet wird und einen besonderen Hitzeschutz mit sich bringt.

Als einschaliges Dach ist das Warmdach bei der Flachdachausführung bekannt. Hier findet keine Belüftung statt, denn es wird auf unmittelbar die Dachhaut die Dämmschicht aufgebracht. Vom Umkehrdach spricht man, wenn über der Dachhaut die Dämmschicht angebracht wird. Der Vorteil bei dieser Flachdachvariante besteht darin, dass die Dachfläche schon in einer sehr frühen Phase abgedichtet ist. Beim belüfteten Dach, auch Kaltdach, findet man eine untere und eine obere Schalung. Hier sorgt der obere Teil dafür, dass vor Niederschlag geschützt wird und die untere Schalung zeichnet für die Dämmung verantwortlich.

Ein Austellungshaus mit Flachdach und Pool

Satteldach- oder Flachdachhaus?

Viele stellen sich immer wieder die Frage was ihnen wohl ein steiles Satteldach bringt, zumal vielleicht lediglich ein niedriger Kniestock eingeplant wurde? In vielen Fällen werden hier Kompromisse eingegangen, genau diese waren es allerdings, die durch den Neubau der eigenen vier Wände hätten abgestellt werden sollen. Und zumeist bringt die Dachschräge relativ wenig, es sind dort Räumlichkeiten zu finden, die im Alltag nicht allzu viele Vorzüge bringen.

In zahlreichen Fällen dienen die Flächen, die sich unter einer sehr steilen Dachschräge befinden, sogar ausschließlich als Stauräume – nur um dort dann den alten Krempel, die Koffer oder den Staubsauger unterzubringen. Auch in Sachen Mobiliar ist der Einsatzbereich unter einem steilen Dach begrenzt. Allenfalls kommt ein Bett oder eine flache Kommode infrage.

Darum gewinnt das Flachdach hier auf ganzer Strecke. Durch die Bauweise ergibt sich im Dachgeschoss eine Vollgeschossigkeit und alle Flächen im Flachdachhaus lassen sich optimal nutzen.

Dadurch verbaut man natürlich wesentlich mehr Material, was auf jeden Fall den Preis steigen lässt. Bauherren, die hier rein für Haus und Keller weniger als 400.000 Euro ausgeben möchten, sollten also lieber ein Satteldachhaus bauen.

Flachdachhaus: Kaum Einschränkungen bei der Grundrissplanung

Einschränkungen und Probleme, wie sie zuvor angesprochen wurden, treten in einem Holz-Fertighaus, das über ein Flachdach verfügt, ganz bestimmt nicht auf. Dafür sorgt allein schon die Grundrissplanung, die jeder Hauskäufer individuell vornehmen kann und die Hersteller dann in vollem Umfang darauf eingehen können. Dies wiederum gewährleistet, dass keine Wohnfläche verloren geht, denn diese ist kostbar. So haben alle Räume dieselbe Deckenhöhe und die Flächen lassen sich ganz nach persönlichem Gusto möblieren, durchaus auch mit höherem Mobiliar – lediglich die Türen und Fenster bleiben ausgespart.

Bauhausstil und Flachdachhaus – die perfekte Symbiose

Heutzutage wird der Bauhausstil wieder sehr geschätzt, dies ist vor allem auch seinem architektonischen Minimalismus zu danken. Einfachheit ist wieder „In“ und so wundert es nicht, dass das Flachdachhaus von seinem äußeren Erscheinungsbild her als Teil eines puristischen Wohnkubus daherkommt. Als ein Gegenstück zur immer komplexer werdenden Gesellschaft, beschränkt sich der Bauhausstil aufs Wesentliche und damit ist auch das Flachdachhaus gemeint – nämlich auf reduzierte und einfache Formen. Hierbei strahlt das Haus mit Flachdach durchaus eine gewisse Portion an Charme und Anziehungskraft aus, der
man sich nur unschwer entziehen kann.

Ein Fertighaus des Anbieters Fischer von vorne

Eine erbauliche Ergänzung – das Pultdach beim Fertighaus

In diesem Zusammenhang stellt auch das Fertighaus mit Pultdach eine bestechende Alternative dar. Vor allem für diejenigen, für die das Flachdachhaus in seiner originären Ausführung dann doch zu flach ist. Die Vorteile beider Haustypen sind dabei gleichermaßen präsent. Zügige Bauzeiten durch Vorfertigung im Werk, ausgezeichnete Kalkulierbarkeit bei der Baufinanzierung – der Festpreisgarantie sei es gedankt. Damit reduziert sich die Gefahr von unnötig zu zahlenden Bereithaltungszinsen bei der Darlehensauszahlung auf ein Minimum. Und ganz bestimmt nicht zuletzt, ist es das hervorragende Raumklima, das allen Fertighäusern zu eigen ist – dies kann einmal mehr der Verwendung des Naturmaterials Holz in die Dankesagenda geschrieben werden. Damit stellt das Pultdach, im direkten Vergleich zum Flachdach, beim Fertigbau den goldenen Mittelweg dar. Beide einen die soeben genannten Vorzüge in sich – und es werden platzraubende steile Dachschrägen vermieden.

Von der Lichtkuppel bis zur Dachterrasse

Bei einem Flachdachhaus gibt es also etliche Vorteile bei der Nutzung, wie im Vorfeld bereits beschrieben. Darüber hinaus sind es allerdings noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, die ein Haus mit Flachdach besonders attraktiv machen. Weil die Dachhaut selbst bei dieser Bauweise ein sehr geringes Eigengewicht hat, ist beispielsweise eine Lichtkuppel eine ausgezeichnete Lösung, um das erste Stockwerk des Hauses mit viel wohn-gesundem Tageslicht zu fluten. Ferner stellt auch eine Dachterrasse eine attraktive Nutzung dar. Ebenso können begrünte Anlagen oder Flächen installiert oder die Sonnenenergie wie Photovoltaik oder Solarthermie nutzbar gemacht werden.

Fazit

Es kann also festgehalten werden, dass ein Flachdachhaus in Fertigbauweise mit zahlreichen Vorteilen aufwarten kann. Zumeist sind es Schäden und Probleme, die durch in der Vergangenheit vernachlässigte Maßnahmen entstanden sind und so heute noch fortwirken. Ein maßgeblicher Vorteil bei der Flachdachbauweise ist die nachträgliche Aufstockung, dennoch muss stets die Tragfähigkeit des Daches gewährleistet sein. Grade in Regionen, in denen im Winter auch wirklich noch Schnee fällt, muss dies bei großen Schneefallmengen berücksichtigt werden. Ebenso sollte Wert daraufgelegt werden, dass das Flachdach regelmäßig gewartet und je nach Bedarf entwässert wird, Entwässerung, respektive die Abdichtung kontrolliert werden muss. Bewohner eines Flachdachhauses, die Maßnahmen und Vorkehrungen wie diese regelmäßig treffen, bringt ein Flachdachhaus jede Menge Wohn-Spaß.

Ein Bericht über die Planung von Bodengutachten

Mehr Informationen zu Fertighäusern und weiteren Themen

Neben dieser Dachform finde sie noch viele weitere Artikel über Stilformen auf der Webseite Fertighausexperte.com. Dort erhalten Sie Informationen und Detailwissen, welches beim Hausbau weiterhilft. Hier gelangen Sie zur Startseite von der aus Sie alle weiteren Berichte erreichen können.

Tobias Beuler – Ihr Experte
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