Treppen – Welche es gibt und was es zu beachten gilt

Wer eine Sanierung plant oder in der Bauphase nach den passenden Treppen sucht, kann auf eine ganze Menge an Treppen-Grundrissen zurückgreifen. Die unterschiedlichen Treppen-Ausführungen unterscheiden sich allerdings in Bezug auf ihr Steigungsverhältnis, ihren Platzbedarf sowie ihrer Stufenzahl recht deutlich. Somit kann man davon ausgehen, dass nicht jeder Treppen-Grundriss auf jede Wohnsituation infrage kommt. Im Folgenden sollen die einzelnen Treppen-Ausführungen näher erläutert werden, gleichzeitig wird ausgeführt, welche Variante für welche Raumlösung geeignet ist.

Tipp: Wer nicht die Katze im Sack kaufen möchte, kann sich gerne bei uns über das Kontaktformular melden und nachfragen, welche Firmen / Fertighausfirmen zB eine kostenlose Vorabbemusterung zulassen. Denn die Treppe kann kosten „von bis“. Und es ist ja wichtig für Bauherren, vor Unterschrift  Kostenklarheit zu erlangen.

Anbei mal ein erster Überblick, der aufzeigt, welche Treppen es so gibt. Es gibt natürlich noch viel mehr, aber hier schon mal die wichtigsten bzw. die üblichsten, die so im Hausbau vorkommen.

Es stehen unterschiedliche Treppen-Grundrisse zur Wahl

  • die Spindeltreppe
  • die Podesttreppe
  • die Wendeltreppe
  • die Bogentreppe
  • die viertel gewendelte Treppe
  • die halb gewendelte Treppe

Ein Treppenhaus

Treppen-Grundrisse – die wichtigsten Eigenschaften

Die Grundrisse von Treppen sind außerordentlich vielfältig, so besticht der Klassiker, die gerade läufige Treppe, durch sachliche und schnörkellose Zweckmäßigkeit. Hingegen lässt die Bogentreppe, als eine der repräsentativsten ihrer Art, jeden Hausbereich zum Blickfang avancieren. Eines darf jedoch bei aller Optik nie zu kurz kommen, bei Treppen-Verläufen – sie sollten grundsätzlich einfach begehbar sein. Selbstverständlich darf bei der Treppenwahl auch nicht vergessen werden, dass sie zum jeweiligen Wohn- und Baustil der eigenen vier Wände passen.

Die gerade läufige Treppe in ein- oder zweiläufiger Ausführung

Zum Beispiel kann eine gerade läufige Treppe zum wahren Hingucker werden. So wie man diese Treppen-Ausführung auch heute noch kennt, wurde sie bereits seit vielen Jahrhunderten geplant. Durch ihre sachliche und klare Konstruktionsweise wird sie überwiegend in Wohnsituationen zum Einsatz gebracht, die großzügig und weiträumig sind – denn sie benötigt viel Platz. Was die Gestaltung anbelangt, hat man freie Hand: so lässt sich die gerade läufige Treppe unter anderem auch als günstige Wangentreppe planen. Darüber hinaus lässt sich die gerade läufige Treppe auch als schwebende Bolzentreppe installieren. Allerdings muss bereits in der Planungsphase und beim darauffolgenden Einbau eine sehr großzügige Laufbreite berücksichtigt werden – es sollten mindestens 80 cm sein.

Gerade läufige Treppen sind als einläufige aber auch als 2-läufige Variante möglich hierbei stellt die einläufige Treppe den Klassiker dar.

Sie verbindet zwei Etagen miteinander, ohne ein Zwischenpodest. Wenn der Bauherr die Aufgänge mittels eines Podests verbindet, wird von einer zweiläufigen Treppe gesprochen.

Sie verbindet stellt zwei Etagen miteinander ohne dass dabei ein Zwischenpodest notwendig wird. Sobald die Aufgänge mittels eines Podests verbunden werden, wird von einer 2-läufigen Treppe gesprochen. Beispielsweise kann diese zu einer weiteren Etage führen oder aber auch einen Zugang auf der halben Ebene möglich machen.

Eine Holztreppe

Die viertelgewendelte Treppe

Ganz besonders für kleinere Räume eignen sich die viertelgewendelten Treppen. Speziell an räumlich knapp bemessen Orten im Haus stellt die viertelgewendelte Treppe eine gute Alternative zur gerade läufigen dar. So erfreut sie sich überwiegend in Maisonette-Wohnungen, aber auch in Einfamilienhäusern großer Beliebtheit. Ein enormer Vorteil, den die Viertel gewendelte Treppe hat, ist ihre platzsparende Installation und die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Als charakteristisches Merkmal lässt sich der um etwa 90 Grad abgewinkelte, stets durchgehende Treppenlauf nennen. Die Stufen sind gerade läufig und werden lediglich im Austritt und im Antritt wendelförmig.

Auf diese Art und Weise lässt die Treppe genügend Spielraum in der individuellen Gestaltung. Darüber hinaus wird durch die Wendelung der Treppe besonders viel Platz gewonnen. Jedoch hat diese Ersparnis ihren Preis, denn die gewendelten Treppen sind nur mittig in ihrer ganzen Breite begehbar. Wenn man die Treppe weiter nach innen oder nach außen begeht, macht die Person, die die Treppe begeht längere genauer gesagt kürzere Schritte – dies ist der gewendelten Konstruktion geschuldet.

Die halb gewendelte Treppe

Mit einer halb gewendelten Treppe lässt sich wiederum der Raum in optimaler Form ausnutzen. Nahezu als ein Raumwunder wird diese Ausführung bezeichnet. Ihrer besonders platzsparenden Eigenschaften wegen wird diese Treppenkonstruktion sehr gern in recht engen Wohnräumen eingesetzt. Ebenso kann die halb gewendelte Treppe auch bei einer Sanierung noch nachträglich eingebaut werden. Sie wird übrigens in etwa einem Drittel aller Ein- und Zweifamilienhäuser eingeplant, damit ist sie eine der am häufigsten eingesetzten Treppen-Grundrisse. Warum die Treppe derart flexibel ist, liegt auch daran, weil sie bis zum Austritt mit einer 180-Grad-Drehung versehen ist.

Wenn allerdings ein solcher Grundriss geplant wird, muss unbedingt auf die Symmetrie geachtet werden: Diese Treppenform muss im An- aber auch im Austritt mit derselben Tiefe aufwarten. Dies ermöglicht eine konstante Steigung ohne jegliche Absätze oder Unterbrechungen. Dabei sind auch die Stufen gleich, anders als dies bei einer viertel gewendelten Treppe der Fall ist. Im Ergebnis erleichtert dies eine Begehung erheblich.

Eine Neubautreppe

Die Podesttreppe

Die Podesttreppe eignet sich vor überwiegend für große, offene Wohnräume. Sie wird auch als gewinkelte oder als gegenläufige oder Treppe bezeichnet. Hie lassen sich etliche ganz verschiedene Treppenarten planen. Die Materialien aus denen Podesttreppen gefertigt werden, bestehen überwiegend aus Stahl und aus Holz. Aber auch in Beton-Ausführung können Podesttreppen gewählt werden. In dieser Form kommt die Podesttreppe gern für Maisonette-Wohnungen und für Häuser zum Einsatz, die mit großzügig geplanten Treppenhäusern versehen werden. Die Podesttreppe strahlt Freizügigkeit und Weite aus. Als Zwischenpodesttreppe verbindet diese Ausführung oft ganze Etagen, aber auch Halbgeschosse miteinander. Ebenso stellt sie bei hohen Geschosshöhen auch einen willkommen Zwischenschritt dar.

Podesttreppen sind dafür ausgelegt Platz zu sparen und bieten ästhetische Optiken. Durch die wechselnde Gehrichtung im Treppenverlauf sind bei Podesttreppen allerdings sehr sorgfältige Konzeptionen erforderlich. Beispielsweise sollte das Podest mit einem übersichtlichen Kontrast versehen sein und es sollte auch auf vorstehende Antritte verzichtet werden.

Die Spindeltreppe

Die Spindeltreppe eignet sich ebenso dazu in großen Räumen installiert zu werden. Sie werden auch Raumspartreppen genannt, was ihren besonderen Reiz ausmacht. Ihr überwiegender Einsatzzweck wird in engen Räumlichkeiten vorgesehen, sie sind übrigens auch sehr gut nachträglich planbar, wenn beispielsweise das Dachgeschoss ausgebaut werden soll. Von der Optik her hat die Spindeltreppe große Ähnlichkeit mit der Wendeltreppe, benötigt jedoch um einiges weniger an Platz. Die Stufen der Spindeltreppe werden radial an einer mittig angeordneten Säule, der Spindel, angeordnet.

Durch die schmale Bauweise sind besonders geringe Durchmesser möglich. Man kann Spindeltreppen ab 125 Zentimetern planen und dennoch sehr bequem begehen. Dabei sollte die Mindestlaufbreite wischen Handlauf und Spindel zumindest 80 Zentimeter betragen, beim Austritt sollten 23 Zentimeter geplant werden.

Die klassische Wendeltreppe

Die altbewährte klassische Wendeltreppe wird sehr gern als Treppenaufgang genutzt, kann allerdings durchaus auch in geräumigen Wohnungen und in Ein- oder Zweifamilienhäusern eine gute Figur machen. Sie ähnelt sehr der Spindeltreppe, jedoch windet sie sich um ein sogenanntes Treppenauge, also eine lichte Öffnung. Eine zentrale Säule gibt es hier nicht. Die Wendeltreppe wird stets von einem Geländer umschlossen. Genau wie die Spindeltreppe handelt es sich bei der Wendeltreppe um eine platzsparende Treppenlösung. Sie kann auch relativ kostengünstig nachträglich eingebaut werden.

Dadruch, dass bei der Wendeltreppe keine Spindel vorgesehen ist, kann sie mit einem relativ hohen Lichteinfall aufwarten. Durch die Helix-Struktur ist der Tritt bei der Wendeltreppe oft nicht ausgewogen, die Stufen verknappen sich zur Treppenmitte hin. Bei älteren Menschen, aber auch bei Kindern kann dies zu einer gewissen Trittunsicherheit führen.

Eine Holztreppe

Die Bogentreppe

Wer sich für eine breite Bogentreppe entscheidet kann einen bereits offenen Wohnraum sogar noch größer erscheinen lassen.

Es sollte allerdings reichlich Platz zur Verfügung stehen, denn bei einer Bogentreppe wird großer Wert darauf gelegt, dass die Gestaltung opulent ausfällt. Gleichzeitig stellt sie eine sehr ästhetische Treppenlösung dar. Die Bogentreppe ist auf außerordentlich vielfältige Weise planbar zum Beispiel in einem breiten ausladenden Bogen oder in einer U-Form. Die Konstruktion wirkt umso beeindruckender, je breiter ihr Verlauf ist. Dabei kann sie als eine klassische Wangentreppe geplant werden, aber auch als Faltwerk- oder als Harfentreppe, wirkt die Bogentreppe eindrucksvoll und opulent. In Sachen Material kommt eigentlich nahezu jede Ausführung infrage. Sei es Holz, Beton oder Stahl, die Auswahl ist vielfältig. Als charakteristisch bei der Bogentreppe treten die verzogenen, keilförmigen Trittstufen hervor.

 

Ein schönes Treppenhaus mit zwei Treppen

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