Bankbürgschaft – Kaution, Kosten und mehr

Bankbürgschaft – um was geht es dabei eigentlich?

Unter den Bauherren gibt es so einige, die wegen der Insolvenz ihrer Baufirma in finanzielle Nöte gekommen sind. Der Bauträger hat falsch geplant, nicht solide gerechnet und sich mit einem Wort gesagt verspekuliert. Nun ist guter Rat teuer, denn wenn Ihr Hausbaupartner zahlungsunfähig wird, dann kommt es in der Regel zur Insolvenz – und auch Sie sind gleichzeitig massiv von einer solchen Misere betroffen. Der Baustopp ist vorprogrammiert und Sie werden sich ganz bestimmt nicht darüber freuen, wenn Sie mit Ihren unfertigen vier Wänden alleine gelassen werden und damit im sprichwörtlichen Regen stehen. Nicht von ungefähr wird Häuslebauern daher immer geraten den finanziellen Schaden, der durch eine Insolvenz des Bauträgers entstehen kann, bereits im Vorfeld entgegenzutreten und die entsprechenden Vorkehrungen treffen.

Sicherheit schaffen durch Bankbürgschaft

Will man sich gegen finanziellen Schaden beim Hausbau absichern, dann kann eine Bankbürgschaft im Rahmen einer Fertigstellungs- und Gewährleistungsbürgschaft, für große Sicherheit sorgen. Dann, wenn beispielsweise der Bauträger pleitegehen sollte, springt die Bank in die finanzielle Bresche. Besonders wichtig und nützlich wird die Bürgschaft, wenn dem für den Hausbau verantwortlichen Unternehmen bereits in der Bauphase die finanzielle Luft ausgeht. Übrigens selbst, wenn die Insolvenz nach dem Einzug der Eigentümer eintreten sollte, muss die Bank für den finanziellen Schaden aufkommen. Was dabei jedoch beachtet werden muss, ist die Tatsache, dass solche Bürgschaften relativ teuer sind. In der Regel werden von den Banken etwa 3% des Bürgschaftsbetrages in Ansatz gebracht. In den allermeisten Fällen sind die Bauträger nicht gewillt diese Summe zu bezahlen und wälzen die Kosten auf den Bauherrn ab. Je nachdem mit welchem Verhandlungsgeschick der Bauherr jedoch vorgeht, lässt sich der Bauträger dazu bewegen, auf eine Kostenteilung einzugehen.

Tipp 1: Am Ende des Artikels listen wir mal alle Firmen auf, die bereit sind, sich die Gebühren für die Bürgschaften zumindest mit Ihren Bauherren zu teilen. Achtung: Wir haben diese Unterseite erst Ende 2019 hochgeladen, wir brauchen also noch etwas Zeit, die Seite mit Leben bzw. mit Firmen zu füllen.

Tipp 2: Wer sich die Gebühren komplett sparen möchte, sollte unbedingt mit besonders solventen Fertighausunternehmen bauen. Hier ist die Wahrscheinlichkeit einer Pleite nicht zu hoch. Allerdings sollten Sie sich dann unbedingt mit einer Zusatzvereinbarung zum Werkvertrag absichern. Mehr dazu gerne im persönlichen Gespräch.

Tipp 3: Man kann die hohen Gebühren auch zahlen und versuchen, diese mit anderen Einsparmöglichkeiten auszugleichen. Zum Beispiel, indem Sie Ihre Bodenplatte oder Ihren Fertigkeller an der Quelle kaufen, also ab Werk. Ohne Zwischenhandel und Provisionen für Musterhaus,  Hausverkäufer und Hausbaufirma.

Die Zahlung ausschließlich nach Baufortschritt vornehmen

Eine weitere recht probate Maßnahme, um sich wirksam vor einem finanziellen Fiasko zu schützen, ist die, dass die Bezahlung der Leistungen, die durch den Bauträger erbracht wurden, erst nach den einzelnen Baufortschritt vorgenommen wird. Mir bereits im Voraus bezahlt hat und die Baumaßnahme wird hernach nicht erbracht, hat das Nachsehen. Dann würde es nämlich richtig teuer, weil die nötige Bauleistung von einem anderen Betriebe ausgeführt werden muss und so erneuert Kosten auf den Bauherrn zu kommen. Daher muss bereits zu Beginn des Bauvorhabens eine klare Zahlungs- Abfolge vereinbart werden, die sich nach den jeweiligen Bauabschnitten richtet. Nur dann, wenn der einzelnen Baustufen vereinbarungsgemäß fertiggestellt wurden, zahlt der Häuslebauer seine nächste, im Bauvertrag prozentual festgelegte, Abschlagszahlung. Sollte das Unternehmen von diesem Zahlungsplan abbrechen wollen oder gar höhere Abschlagszahlungen verlangen, dann sollten Sie auf jeden Fall skeptisch werden.

Bauherr muss in Vorleistung gehen

Somit entsteht bei Bauprojekten grundsätzlich die Situation, dass je nach Ausgestaltung des Bauvertrages, der Immobilienkäufer in Vorleistung gehen muss. Zunächst erhält er sozusagen nichts, macht jedoch bereits Anzahlungen. Hierbei kann es geschehen, dass im gerade mit den mal mit den Erdarbeiten begonnen wurde. Dabei ist die erste Rate aus der Kaufpreiszahlung zumeist die höchste, der Kunde muss normalerweise 30 % des Kaufpreises berappen. Konkret bedeutet dies: Wenn Sie eine Immobilie 700.000 Euro kaufen, zahlen Sie an den Bauträger die satte Summe von 300.000 Euro – und dies eben schon, nach dem Start der Erdarbeiten! Wenn in dieser frühen Phase des Hausbaus eine Insolvenz hingelegt wird, dann springt die Bauträgerbürgschaft ein.

 

Mann sitzt mit Unterlagen am Schreibtisch

 

Die Baugarantieversicherung

Bei der Baugarantieversicherung handelt es sich um einen ähnlichen Schutz wie den einer Bankbürgschaft. Oft spricht man dabei auch von einer Baufertigstellungsversicherung. Diese wird vom Bauträger abgeschlossen. Die Versicherung tritt für den Verbraucher dann in Kraft, wenn es zur Insolvenz des Bauunternehmers kommt und die Immobilie aus diesem Grund nicht zum vereinbarten Preis fertiggestellt werden kann. Ein solcher Schutzmechanismus ist in Deutschland noch nicht sehr verbreitet, hingegen in Frankreich und den Niederlanden sind Bauträgerversicherungen quasi an der Tagesordnung. Anders als bei uns, zahlt dort stets der Bauunternehmer die Versicherungsprämie, diese beläuft sich normalerweise auf rund 1,5 % der Bausumme.

Wie sieht die Realität aus

Somit definieren die bis hierher gemachten Ausführungen zum Thema Bankbürgschaft die realen Voraussetzungen und Bedingungen, wenn es um die Haftung durch das Bauunternehmen und den damit verbundenen Schutz für den Verbraucher geht. Allerdings wird auch andersrum ein Schuh daraus – dann nämlich, wenn der Bauunternehmer vom Bauherren eine Bankbürgschaft fordert, um seine eigenen Ansprüche im Falle eines Falles geltend machen zu können. Und dies ist bei Weitem die häufigere Variante warum eine Bankbürgschaft benötigt wird, eben die, der Bauherr zwischen dem Bauunternehmen ausstellt. Letztendlich kann man allerdings sagen, dass diese Vorgehensweise im Grunde genommen fair ist, denn es tragen in diesem Zusammenhang schließlich beide Vertragsparteien das Risiko eines finanziellen Schiffbruchs.

Beim Fertighaus nun stellt sich die Situation wesentlich einfacher dar. Hier kann bereits von Beginn an mit einem Festpreis kalkuliert werden. Dies sorgt dafür, dass normalerweise eine derartige Situation, wie des bei der Bauträger-Variante der Fall ist, beim Fertighausbau nicht geschehen kann. Hierzu erhalten Sie jedoch von fertighausexperte jede Menge weitere Informationen, Ratschläge und wertvolle Tipps. So können Sie davon ausgehen, dass Ihnen ein Finanzfiasko beim Hausbau erspart bleibt.

Gute Fertighausfirmen, die bereit sind, teilweise die Kosten der Bürgschaften zu übernehmen:

 

  • Modernes-fachwerkhaus-3000.de
  • Fertighaus-1.de

Weitere Firmen werden peu a peu folgen.

Mehr Informationen zu Fertighäusern und weiteren Themen

Wenn Sie sich noch  mehr über Fertighäuser und wichtige Planungsdetails wissen möchten, empfehlen wir Ihnen sich noch weitere Artikel und Erfahrungsberichte auf unserer Homepage durchzulesen. Der Fertighausexperte hat über die Jahre hinweg zig Bauvorhaben begleitet und kann daher einen mehr als ausführlichen Einblick in die Fertighaus-Welt gewähren. Auf der Homepage finden Sie ein Menü das zu den weiteren Berichten führt.

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