Baufirma

Erfahrungen & Bewertungen zu Tobias Beuler

Heutzutage seriöse Baufirmen zu finden, ist gar nicht so einfach. Nicht selten ist von Baumängeln zu hören, die erst lange nach Fertigstellung festgestellt wurden. Eine Gewährleistung muss dann nicht mehr übernommen werden. Im Folgenden zeigen wir, worauf es bei der Suche nach der richtigen Baufirma ankommt.

Wie finde ich eine seriöse Baufirma?

Bei der Suche nach dem richtigen Bauunternehmen sollten neben der Qualität der Leistung auch die eigenen Wünsche nicht zu kurz kommen. Eine passende Baufirma mit allen nötigen Voraussetzungen zu finden, wird immer schwieriger. Gründe hierfür sind neben fehlender Fachkräfte im Baugewerbe auch Materialengpässe sowie massive Preissteigerungen in der Branche.

Viele Bauunternehmen reagieren zurückhaltend, wenn Privatpersonen entsprechende Anfragen stellen. Für viele Unternehmen ist das Bauen von schlüsselfertigen Häusern attraktiver und sicherer als der Bau eines Einfamilien- oder Zweifamilienhauses. Dennoch sollten zukünftige Bauherren nicht zu irgendeinem Bauunternehmer gehen, sondern bereits im Vorfeld einige wichtige Voraussetzungen rund um den Bau klären.

Mit den folgenden Schritten lässt sich eine seriöse Baufirma finden:

  • Ein Angebot von verschiedenen Bauunternehmen einholen und die Preise und Leistungen aus dem Angebot miteinander vergleichen.

  • Referenzprojekte besichtigen.

  • Andere Bauherren zu den Erfahrungen mit der Baufirma befragen.

  • Wirtschaftsauskünfte zur Baufirma einholen.

  • Bauvertrag individuell gestalten und durch einen Experten aus dem Bereich Baugewerbe prüfen lassen.

  • Erfüllungsbürgschaft vonseiten der Bank einholen.

  • Alle Bauphasen überprüfen und kontrollieren, insbesondere die Einhaltung des Zeitplans ist eine wichtige Grundlage.

Worauf muss ich bei der Suche achten?

Gerade wegen der aktuellen Lage in Deutschland möchten zahlreiche Baufirmen mit zukünftigen Bauherren ins Geschäft kommen. Bevor jedoch ein Vertrag unterschrieben wird, sollten verschiedene Kriterien geprüft werden.

Die Kosten

Auf den ersten Blick lassen sich die Kosten der verschiedenen Baufirmen in Deutschland gut miteinander vergleichen. Dennoch sollte gerade bei den Kosten und den entsprechenden Leistungen genauer hingeschaut werden.

Einen Kostenvergleich durchführen

Viele Angebote unterscheiden sich nicht nur in den Kosten, sondern auch im Leistungsumfang. Aus diesem Grund sollten die verschiedenen Angebote nur mit fachkundiger Unterstützung verglichen werden. Dabei gilt zu klären, was das Angebot der Baufirma konkret beinhaltet und mit welchen Kosten die einzelnen Positionen abgerechnet werden.

Dennoch sollte nie nur auf die Kosten geachtet werden. Die eigenen Vorstellungen des Kunden müssen in allen Bereichen immer im Vordergrund stehen.

Zu einem guten Kostenvergleich rund um das Bauprojekt gehören:

  • Das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis, denn günstige Angebote sind nicht immer die beste Wahl. Es kann zu Mehrkosten kommen, da einige Anbieter bestimmte Positionen verstecken, damit das Angebot attraktiv bleibt.

  • Material und Qualität bei der Ausführung dürfen niemals unter dem Preis leiden.

  • Die Berechnung der Baukosten muss solide sein. Dies bedeutet, es müssen alle Aspekte berücksichtigt werden.

  • Effizienz ist wichtig. So soll aus dem gegebenen finanziellen Rahmen das Optimum herausgeholt werden, ohne dass die Wünsche darunter leiden.

Auf die Vorauszahlungen achten

Vorauszahlungen sollten nach Möglichkeit ausgeschlossen werden. Sind laut Zahlungsplan im Bauvertrag Zahlungen vor Beginn einer Bauphase zu begleichen, sollte dies mit Vorsicht betrachtet werden. Besser ist es, wenn nach Abschluss einer Bauphase und der Feststellung, dass keine Mängel vorhanden sind, eine Ratenzahlung vereinbart wird. Sollte die Baufirma pleite gehen, dann müssen nur bis dahin anfallende Kosten beglichen werden.

Achten auf die Baunebenkosten

Zu vielen Angeboten müssen die Baunebenkosten dazugerechnet werden. Diese liegen im Schnitt bei 15 %. Hierzu gehören auch die Anschlusskosten von Gas, Wasser und Strom.

So kann man langfristig Kosten sparen

Auf keinen Fall darf bei der Qualität der Leistungen sowie bei den Baustoffen gespart werden. Im schlimmsten Fall müssen Bauherren sich später mit Mängeln auseinandersetzen und in der Folge in teure Reparaturen oder gar eine Sanierung investieren. Dies kann vermieden werden, wenn die Qualität beim Hausbau und beim Betrieb an erster Stelle steht.

Der Bauvertrag

Beim Bauvertrag ist die Individualität rund um das Haus sehr wichtig. Viele Baufirmen nutzen Musterverträge, die Bauherren jedoch auf keinen Fall unterzeichnen sollten. Der Hausbau ist immer individuell zu sehen und sollte sich in einem individuellen Bauvertrag spiegeln, so die Informationen der Handwerkskammer.

Laut dem Bauherren-Schutzbund werden bei fast der Hälfte der Muster-Bauverträge Fragen zu wichtigen Punkten nicht eindeutig beantwortet. Dies trifft sehr oft bei folgenden Punkten zu:

  • Leistungsumfang

  • Qualität der Baustoffe

  • Fertigstellungstermin

Wurden zu diesen Punkten keine eindeutigen Regelungen getroffen, wird es bei Verzögerungen am Bau oder anderen Problemen schwierig einen Prozess erfolgreich zu führen und dabei sein Recht als Bauherr durchzusetzen. Gerade bei den Terminen sollten Bauherren sehr vorsichtig sein. Seriöse Baufirmen nennen klare Termine für Baubeginn und Fertigstellung bei ihren Gewerken.

Ebenfalls dürfen in einem Bauvertrag laut Handwerksordnung die folgenden Punkte nicht fehlen:

  • Detaillierte Beschreibung zu Art, Güte und Qualität der verwendeten Baustoffe.

  • Sowohl Grundstück als auch die Bauphasen sollten während der gesamten Bauzeit vom Bauherren durch einen Sachverständigen geprüft werden können.

  • Schriftliche Bestätigungen zur Erfüllung von Leistungen. Optimal ist hier eine Erfüllungsbürgschaft der Bank.

Seriöse Baufirmen bestehen auch nicht auf eine sofortige Unterzeichnung des Bauvertrages. Der Bauherr muss Zeit haben, sich mit einem Anwalt, einem Bauherrenberater oder einer anderen Stelle in Verbindung zu setzen. Der Vertrag muss vor der Unterzeichnung geprüft werden. Erst, wenn keine Zweifel mehr bestehen, sollten Bauherren den Bauvertrag endgültig unterschreiben.

Erfahrung der Baufirma

Das Unternehmen, welches für den Hausbau beauftragt wird, sollte nach Möglichkeit aus der Region kommen. Wesentlicher Grund hierfür ist, dass regionale Baufirmen sich auskennen, was wiederum für einen reibungslosen Ablauf sowie das entsprechende Know How wichtig ist.

Das Vertrauen in das Unternehmen ist ebenso wichtig, denn der Hausbau stellt nicht nur eine finanzielle Herausforderung dar, sondern bringt auch andere Risiken mit sich. Bei Unsicherheiten sollten Bauherren sich nicht scheuen, einen Vertrauenstest zu machen.

Die Erfahrung von Baufirmen lässt sich auch an den folgenden Aspekten erkennen:

  • Es sollten Referenzobjekte genannt werden, die mit dem eigenen Hausbau-Projekt vergleichbar sind.
  • Partnerbetriebe, die als Subunternehmer beauftragt werden, sollten bereits auf der Webseite der Baufirma genannt werden.
  • Im Zweifel kann von einem Anwalt nach Prozessen recherchiert werden, in die die Baufirma verwickelt war.

Referenzobjekte ansehen

Bei den Referenzobjekten sollte es sich nicht um Musterhäuser handeln, sondern nur um Projekte, die den eigenen Wünschen entsprechen. Nach Möglichkeit sollte die Baufirma eine Liste mit entsprechenden Referenzobjekten auf ihrer Webseite veröffentlichen.

Welche Baustoffe bevorzugt die Baufirma?

In Bezug auf die verwendeten Baustoffe sollten sich Bauherren die folgenden Fragen stellen:

  • Erfahrung der Baufirma mit bestimmten Baustoffen, insbesondere wenn es um spezielle Wünsche geht.

  • Welche Baustoffe werden üblicherweise von der Baufirma verwendet?

  • Gibt es Alternativen bei anderen Baufirmen in Bezug auf vergleichbare Qualität und gleichem Kostenaufwand?

  • Stehen ökologische Baustoffe zur Verfügung und welche Erfahrung haben die Baufirmen damit?

  • Welche Baustoffe sind in Bezug auf Energieeffizienz für Niedrigenergie- oder Plusenergiehäuser möglich?

Fertigstellungsversicherung

Seriöse Bauunternehmen verfügen über eine Fertigstellungsversicherung. Diese sichert die Baufirmen im Falle einer Insolvenz ab. Als Bauherr sollte unbedingt nach einer solchen Versicherung gefragt werden, denn eine Fertigstellungsversicherung sagt viel über die Seriosität der Firmen aus.

Dazu werden von den Versicherungen die Bauunternehmen sehr genau geprüft. Sollte es Anzeichen einer drohenden Zahlungsunfähigkeit geben, dann erhalten Firmen einen solchen Versicherungsschutz nicht.

Diesen Schritten folgen und eine seriöse Baufirma finden

  • Von verschiedenen Baufirmen Angebote einholen und sowohl die Preise als auch die Leistungen miteinander vergleichen.

  • Eine Liste mit Referenzobjekten von der Baufirma anfordern. Die Referenzobjekte besichtigen und etwaige Mängel durch einen Sachverständigen aufdecken lassen.

  • Mit anderen Bauherren über die gewählte Baufirma sprechen.

  • Wirtschaftsauskünfte über die gewählte Baufirma einholen. So kann die Gefahr einer Insolvenz erkannt werden. Bei Bedarf nach einem entsprechenden Anwalt suchen.

  • Den Bauvertrag individuell gestalten. Im Anschluss daran von einem Experten überprüfen lassen.

  • Seitens der Bank eine Erfüllungsbürgschaft verlangen.

  • Jede Bauphase überprüfen und kontrollieren. Überprüfen, ob der Zeitplan eingehalten wird.

Fazit – so findet man eine zuverlässige Baufirma

Um eine seriöse Baufirma zu finden, ist einiges an Durchhaltevermögen gefragt. In jedem Fall sollten Bauherren sich verschiedene Angebote einholen und diese akribisch prüfen. Auf keinen Fall sollte der Bauherr sich von den Firmen unter Druck setzen lassen. Beim Bauvertrag handelt es sich um eine wichtige Entscheidung für die meisten Menschen. Daher sollte immer mit Bedacht gehandelt und sich ausreichend Zeit für die Entscheidung genommen werden. Nur so steht dem Traum vom eigenen Haus nichts mehr im Wege.

Autor Tobias Beuler

Aktualisiert: 05.06.2021

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Als Experte für den Fertighausbau widmet sich Tobias Beuler, der Gründer von Fertighausexperte, allen Fragen rund um Ihr Bauprojekt.

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Fertighäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen über Fertighausexperte.com seit 2018 an, um Andere bei Ihren Fertigbauprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt.


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