Bausatzhaus – Das müssen Sie über die Bauweise wissen

Bausatzhäuser

Wenn Sie sich dafür entscheiden ein Bausatzhaus zu erwerben, ist eines auf jeden Fall die Grundvoraussetzung: Sie sollten viel Geduld und viel Zeit mitbringen. Dabei müssen Sie damit rechnen, dass etwa neun bis zwölf Monate ins Land gehen können oder dass Sie etwa 1.000 Arbeitsstunden investieren müssen, bis Ihre eigenen vier Wände stehen. Wer darüber hinaus über wenig oder gar kein handwerkliches Talent verfügt, muss noch um einiges länger warten, bis der Einzugstermin gekommen ist.

Wenn Sie allerdings über einige der Voraussetzungen verfügen, die für die Errichtung eines Bausatzhauses nötig sind, dann lassen sich durchaus einige zehntausend Euro an Baukosten einsparen. Eines ist bereits von vornherein klar, wer sich als Häuslebauer in Eigenregie versuchen möchte, muss sich in Sachen Bauweise und Baumaterial keineswegs festlegen. In dieser Hinsicht ist beinahe alles möglich – vom Porenbeton, über Verfüllziegel, bis Holz. Allerdings steht das Massivhaus als Bausatzhaus ganz weit vorne auf der Beliebtheitsskala von Selbermachern.

Was muss beim Bausatzhaus enthalten sein?

Wenn Sie sich für ein Bausatzhaus entscheiden, dürfen sie davon ausgehen, dass Sie sämtliche Baupläne, die Statik sowie alle Baumaterialien vom Hausanbieter erhalten. Danach bauen Sie Ihr Häuschen dann in Eigenregie auf, der Hausanbieter steht Ihnen selbstverständlich in allen Phasen des Hausbaus bis hin zur kompletten Fertigstellung in Sachen Beratung und Baubetreuung zur Seite. Bei manchen Bausatz-Herstellern werden sogar Workshops angeboten, dort erhalten Sie die Möglichkeit sich wichtiges Fachwissen beim Selbstbau von Häusern anzueignen.

Das Wohnblockhaus aus Holzbohlen

Anders sieht es aus, wenn Sie sich für ein Wohnblockhaus entscheiden. Bei dieser Bauweise erhalten Sie die Holzbohlen komplett zugesägt und auch nummeriert – dem Bauherren obliegt dann lediglich die Aufgabe die Bohlen passgerecht auf- und aneinander zu fügen. Die Zusammensetzung der Teile ist relativ einfach möglich. Sie erhalten sämtliches Zubehör und sämtliche Materialien, die für den Hausaufbau nötig sind. So werden zum Beispiel Beschläge, Leisten und Schrauben mitgeliefert. Wenn Sie zu Beginn noch etwas Unterstützung benötigen, können Sie sich einen Richtmeister engagieren, dieser steht Ihnen dann mit Rat und Tat zur Seite.

Das Bausatzhaus aus Holzspanstein

Die Vorteile des Baustoffs Holz werden beim sogenannten Holzspanstein-System ideal mit denen von Beton verbunden. Dabei besteht das Material aus einer Holzspan-Hülle und ist im Innern hohl. Sobald der so gefertigte Block trocken aufeinandergesetzt wird, wird er mit Beton verfüllt. Der Hohlraum in der fertigen Wand wird anschließend mit Beton verfüllt. Grundsätzlich werden die einzelnen „Steine“ locker aufeinandergesetzt. Einzig die erste Reihe wird mit einer Mörtelschicht verfestigt. Vom jeweiligen Hausanbieter und dessen Baustellen-Service erhalten Bauherren Hilfeleistung. Übrigens lassen sich die Steine mittels einer Säge einfach und leicht durchtrennen. Damit ist der Holzspanstein speziell für alle, die beim Hausbau viel auf Eigenleistung setzen und selbst mit anpacken wollen, der ideale Werkstoff.

Die Mantelbetonbauweise – Bauen wie mit Legosteinen

Ein Massivbaus aus Mantelbeton ist vom technischen Aufbau her betrachtet sehr ähnlich mit der Errichtung eines Gebäudes mit Holzspanstein. Statt einer Holzspanhülle, kommt bei diesem System eine Styropor- oder Neoporhülle zum Einsatz. Styropor ist eigentlich jedem heutzutage bekannt, bei Neopor handelt es sich um eine Weiterentwicklung von Styropor, entwickelt von der BASF. Neopor, kann allerdings, im direkten Vergleich zu Styropor, die Wärmestrahlung erheblich besser abschirmen. Dies ist gleichbedeutend damit, dass mittels eines deutlich geringeren Materialeinsatzes, die identische Dämmleistung erzielt wird. Bei Neopor sind Wärmedämmung und Schalung miteinander vereint.

Bei dieser Bauweise werden die Elemente, wie man es von Legosteinen her kennt, aufeinander gesetzt. Sie sind mit Nuten und Noppen versehen, diese lassen sich aneinander rasten und anschließend mit Füllbeton ausgießen.
Wer nach dem bedeutendsten Unterschied zwischen einem Bausatzhaus und einem konventionellen Massivbau sucht kann feststellen, dass das gesamte Material, das zum Hausbau benötigt wird, vom Anbieter des Bausatzhauses komplett auf die Baustelle geliefert wird. Hierbei kann der Bauherr davon ausgehen, dass das Material vom ersten Farbtopf bis zum letzten Sack Zement vorhanden ist. Damit erhält er alles komplett aus einer Hand, was Nerven und viel Zeit spart.

Das Bausatzhaus als Fertighaus in Holzrahmenbauweise

Die Holzrahmenbauweise eignet sich beim Bausatzhaus in Fertigbauweise am besten. Bei dieser solch Bauweise sind alle Innenwand- und Außenwandelemente, aber auch der Dachstuhl und die Decke im Lieferumfang enthalten. Der Bauherr benötigt ein von ihm selbst zusammengestelltes Team. Mit diesem zusammen baut er dann die sehr großen Elemente, die mit einem Autokran versetzt wurden, auf. Der große Vorteil dabei: Bei dieser Vorgehensweise lässt sich die Errichtung des Rohbaus gut binnen eines Tages schaffen.

Hierbei muss jedoch angemerkt werden, dass Eigenleistungen bei diesem System lediglich in begrenzter Form möglich sind. Es wird ein Kranführer benötigt, um die Elemente zu versetzen, ebenso ist es unabdingbar, dass alle Teile unter fachmännischer Anleitung und Aufsicht zusammengefügt werden. Als bessere Variante wird daher in vielen Fällen ein Ausbauhaus in Holzrahmenbauweise gekauft, bei diesem System nimmt der Bauherr lediglich den Innenausbau in Eigenregie vor.

Blähtonelemente – das massive Bausatzhaus

Ebenso lassen sich am Markt auch Massivhaus Bausatzhäuser finden, die aus Blähtonelementen zusammengebaut werden. Diese Systematik bedingt eine ähnliche Vorgehensweise, wie sie bei der Holzrahmenbauweise zum Einsatz kommt. Dabei sind die Elemente jedoch auch hier von einer Größe, dass sie sich nur mittels eines Krans montieren lassen. Unter der tatkräftigen Mithilfe eines professionell aufgestellten Richtmeisters, haben Sie auf diese Weise ebenso die Möglichkeiten beim Selbermachen zu glänzen – wenn es hierbei auch nicht allzu weit her ist. Die folgenden Schritte sind als Eigenleistungen möglich, unter der Anleitung eines Profis:

  • Das Aufbereiten der Sohle, die Drainage und die Kanalgräben
  • Das Betonieren der Sohle
  • Das Isolieren der Sohl-Platte
  • Die Montage und die Isolierung von Fertigelementen
  • Das Verlegen von Fertigteildecken
  • Die Endmontage des Dachstuhls, sofern dieser aus Fertigelementen gefertigt ist, die isoliert sind
  • Maler,-Fliesen und Fußbodenarbeiten

Alle diese Arbeiten orientieren sich von ihrem Umfang her nach den jeweiligen Fertigkeiten.

Bausatzhäuser – eines haben sie alle gemeinsam

Bausatzhäuser haben eine Gemeinsamkeit, sie werden stets auf die Baustelle geliefert, als Bausatz für den Rohbau. Danach setzt der Bauherr die angelieferten Elemente und Teile zu einem kompletten Gebäude zusammen. Zu keiner Zeit werden Bauherren beim Eigenaufbau ihrer Immobilie alleine gelassen. Bei sehr vielen Anbietern von Bausatzhäusern können spezielle Schulungskurse gebucht werden, bei denen die Häuslebauer in die jeweiligen Grundlagen der zu errichtenden Elemente eingeführt werden. Sollten während des Hausaufbaus irgendwelche Probleme auftreten, dann steht immer ein Bauleiter zur Seite.

Ein Bericht über die Planung von Bodengutachten

Mehr Informationen zu Fertighäusern und weiteren Themen

Wenn Sie Infos auch über andere Baustile erhalten möchten, dann empfehlen wir Ihnen die Website Fertighausexperte zu besuchen . Hier finden Sie viele weitere Artikel, die sich mit unterschiedlichen Baustilen im Detail beschäftigen.  Auf der Homepage erhalten Sie ein Artikel-Übersicht.

Tobias Beuler – Ihr Experte
Produkte
Warenkorb

Erfahrungen & Bewertungen zu Tobias Beuler


Keine Kommentare

Verfasse einen Kommentar

Tobias Beuler Senkt für Sie Kosten, Preise & Mängel @ Hausbau, Fertighaus, Keller/Bodenplatte hat 4,88 von 5 Sternen 45 Bewertungen auf ProvenExpert.com