Bausatzhaus bauen: der Weg zum Haus in Eigenregie

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Ein eigenes Haus zu bauen, ist ein großer Traum. Doch die hohen Baukosten und der Fachkräftemangel machen den klassischen Hausbau für viele zur Herausforderung. Genau hier kommt das Bausatzhaus ins Spiel. Sie erhalten alle notwendigen Baumaterialien und übernehmen den Bau größtenteils selbst.

Das spart Geld und gibt Ihnen die Freiheit, Ihr Zuhause nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, doch ein Bausatzhaus ist kein einfaches DIY-Projekt. Es erfordert Planung, handwerkliches Geschick und Organisation auf der Baustelle.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Arten von Bausatzhäusern es gibt, welche Schritte im Bauprozess auf Sie zukommen und welche Kosten zu erwarten sind. So können Sie gut informiert entscheiden, ob dieser Hausbau für Sie der richtige ist.

Tipp vorab: Ein Bausatzhaus sollte im besten Fall von einem Architekten geplant werden, der mit dieser Bauweise vertraut ist. Spezialisten, die genau wisen, wie man mit diesem Baustil umgeht, finden sie auf a-better-place.de/architekten

Und um zu ermitteln, wie hoch die Architektenkosten für so ein Bausatzhaus ausfallen werden, können Sie dieses kostenlose Tool zur Wertermittlung nutzen: a-better-place.de/tool/

Kurz & Kompakt - Das Wichtigste

  • Kostensparender Hausbau: Ein Bausatzhaus ermöglicht große Einsparungen durch Eigenleistung, erfordert aber Zeit, Organisation und handwerkliches Geschick.

  • Verschiedene Bauweisen: Holzständer-, Massiv-, Fertigbeton- und Blockbohlenhäuser bieten unterschiedliche Vorteile in Bezug auf Bauzeit, Kosten und Nachhaltigkeit.

  • Gute Planung ist entscheidend: Die Wahl des richtigen Baupartners, eine durchdachte Bauplanung und professionelle Unterstützung bei bestimmten Gewerken sichern den erfolgreichen Hausbau.

Was ist ein Bausatzhaus?

Ein Bausatzhaus ist ein Haustyp, bei dem Bauherren große Teile des Baus selbst übernehmen. Statt eines fertigen Hauses erhalten Sie einen kompletten Bausatz mit allen notwendigen Materialien. Je nach Anbieter sind auch detaillierte Baupläne und Anleitungen enthalten, um den Aufbau Schritt für Schritt umzusetzen.

Dieses Konzept wird oft als Selbstbauhaus bezeichnet, da viel Eigenleistung erforderlich ist. Die Bauherren bringen ihre Muskelkraft ein und übernehmen je nach handwerklichem Geschick verschiedene Arbeiten, von der Montage der Wände bis hin zum Innenausbau. Dadurch lassen sich die Baukosten senken.

Trotzdem erfordert der Bau eines Bausatzhauses eine gute Planung, Zeit und Organisation. Wer sich dieser Herausforderung stellt, kann ein individuelles Haus schaffen und gleichzeitig die Kontrolle über viele Bauentscheidungen behalten.

“Ein Bausatzhaus ist wie ein großes Puzzle: Die Teile sind vorgefertigt, aber das Zusammenfügen erfordert Organisation, Durchhaltevermögen und oft auch helfende Hände. Für viele Bauherren ist es eine spannende Herausforderung und eine echte Möglichkeit, beim Hausbau Kosten zu sparen. Doch man sollte sich bewusst sein, dass ein Bausatzhaus zwar Freiheit bietet, aber auch das Wissen und die Verantwortung verlangt, dass am Ende alles genau passt.” – Tobias Beuler, Bausachverständiger.

Die verschiedenen Arten von Bausatzhäusern

Bausatzhäuser gibt es in unterschiedlichen Bauweisen. Je nach gewünschtem Wohnstil, handwerklichen Fähigkeiten und Budget stehen verschiedene Systeme zur Auswahl. Die Wahl des richtigen Bausatzhauses hängt von den bevorzugten Baustoffen, der geplanten Bauzeit und dem gewünschten Energiestandard ab. Jedes System hat eigene Vorteile und Herausforderungen, die bei der Bauplanung berücksichtigt werden sollten.

Holzständer-Bausatzhaus

Die Holzständerbauweise gehört zu den beliebtesten Selbstbauhäusern. Es basiert auf einer leichten Holzkonstruktion, die vorgefertigt geliefert und vor Ort montiert wird. Holz als Baustoff bietet eine gute Wärmedämmung und sorgt für ein angenehmes Wohnklima. Durch das geringe Gewicht der Bauteile lässt sich der Aufbau von Haus oder Bungalow meist schneller umsetzen als bei massiven Bauweisen.

Allerdings benötigt Holz regelmäßige Pflege und zusätzlichen Schutz vor Feuchtigkeit. Wer sich für ein nachhaltiges Eigenheim interessiert, trifft mit diesem System eine umweltfreundliche Wahl.

Massiv-Bausatzhaus (Stein auf Stein)

Ein Massiv-Bausatzhaus wird Stein auf Stein gebaut und bietet höchste Stabilität. Klassische Baustoffe wie Ziegel oder Porenbeton sorgen für eine lange Lebensdauer und eine ausgezeichnete Dämmung. Diese Bauweise ist ideal für alle, die ein langlebiges Eigenheim planen und auf bewährte Bautechniken setzen.

Der Selbstbau erfordert jedoch mehr Muskelkraft, da die einzelnen Bauteile schwerer sind. Zudem nimmt der Bauprozess mehr Zeit in Anspruch als bei anderen Systemen. Wer sich für diese Variante entscheidet, profitiert langfristig von einer robusten Konstruktion und einem hohen Wiederverkaufswert.

Tipp: Wer fest davon ausgeht, sein Bausatzhaus mit Steinen selbst zu bauen, findet dazu eine Auswahl an Anbietern auf diesem Massivhaus-Blog: www.hausbauexperte.net

Fertigbeton-Bausatzhaus

Das Fertigbeton-Bausatzhaus kombiniert die Vorteile einer schnellen Bauweise mit hoher Energieeffizienz. Vorgefertigte Betonbauteile werden geliefert und müssen auf der Baustelle zusammengesetzt werden. Diese Methode spart Zeit und sorgt für eine präzise Verarbeitung. Beton als Baustoff bietet zudem eine hohe Wärmespeicherfähigkeit und schützt gut vor Schall.

Allerdings sind die Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkter als bei anderen Systemen, da die Bauteile bereits vorproduziert sind. Wer ein modernes, energieeffizientes Selbstbauhaus mit solider Bauweise sucht, findet hier eine zuverlässige Lösung.

Blockbohlenhaus als Bausatz

Das Blockbohlenhaus ist die perfekte Wahl für alle, die ein Eigenheim mit natürlichem Charme bevorzugen. Diese Häuser bestehen aus massiven Holzbalken, die ineinandergreifen und so eine stabile Konstruktion bilden. Das natürliche Material vom Blockhaus sorgt für eine gute Dämmung und ein angenehmes Raumklima. Besonders beliebt sind Blockbohlenhäuser als Ferien- oder Landhäuser, aber auch als dauerhaftes Zuhause gewinnen sie an Bedeutung.

Wichtig ist eine regelmäßige Pflege des Holzes, um Witterungseinflüssen vorzubeugen. Wer Wert auf eine nachhaltige Holzrahmenbauweise und eine gemütliche Atmosphäre legt, wird mit diesem System glücklich.

Vorteile und Nachteile eines Bausatzhauses

Vorteile

Kosteneinsparung durch Eigenleistung
Flexibilität bei Bauzeit und Gestaltung
Individuelle Anpassungsmöglichkeiten
Hohe Eigenverantwortung und Kontrolle
Möglichkeit zur Wertsteigerung durch hochwertige Bauweise

Nachteile

Hoher Zeitaufwand für Bauherren
Erfordert handwerkliches Geschick
Risiko von Bauverzögerungen durch Eigenleistung
Zusätzliche Organisation für Materialbeschaffung und Helfer
Teilweise notwendige Unterstützung durch Fachfirmen

Der Bauprozess: Schritt für Schritt zum eigenen Bausatzhaus

Der Bau eines Bausatzhauses erfordert eine gute Planung und eine strukturierte Vorgehensweise. Vom ersten Entwurf bis zum Einzug gibt es mehrere wichtige Schritte, die Bauherrn beachten sollten. Hier ein Überblick über den typischen Ablauf:

  1. Planung und Vorbereitung: Bevor der Bau beginnt, muss ein geeignetes Grundstück gefunden werden. Anschließend erfolgt die Bauplanung, die Auswahl des passenden Bausatzhaus-Anbieters sowie die Finanzierung. Auch Genehmigungen und eine genaue Kostenkalkulation sind in dieser Phase wichtig.

  2. Lieferung des Bausatzes und erste Arbeiten: Nach der Bestellung wird das Bausatzhaus geliefert. Die Baustelle muss vorbereitet und Baumaterialien sowie Bausysteme sicher gelagert werden. Zudem sollten Helfer organisiert oder Fachfirmen für bestimmte Arbeiten beauftragt werden.

  3. Rohbau errichten: Jetzt beginnt der eigentliche Bau. Außen- und Innenwände werden montiert, Fenster und Türen eingesetzt. Je nach Bauweise kann dies einige Wochen dauern.

  4. Dach- und Fassadenarbeiten: Das Dach wird eingedeckt und die Fassade gestaltet. Hier spielt die Wärmedämmung eine große Rolle, um die Energieeffizienz des Hauses zu sichern.

  5. Innenausbau: Jetzt folgen Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallationen. Anschließend werden Böden verlegt, Wände gestrichen und das Ausbauhaus fertiggestellt.

Kosten eines Bausatzhauses: Was kommt auf den Bauherren zu?

Ein Bausatzhaus kann eine kostengünstige Möglichkeit sein, ein eigenes Haus zu bauen. Doch um eine realistische Kalkulation zu erstellen, sollten alle anfallenden Kosten und Lohnkosten berücksichtigt werden. Die Preise für ein Bausatzhaus hängen von der Wohnfläche, der gewählten Bauweise und den enthaltenen Leistungen des Baupartners ab.

Neben den eigentlichen Bausatzhaus-Preisen fallen zusätzliche Kosten für Grundstück, Genehmigungen und den Innenausbau an. Ein genauer Blick auf die Gesamtkosten hilft, finanzielle Überraschungen zu vermeiden und die besten Chancen für eine passende Finanzierung zu nutzen.

Welche Kosten müssen eingeplant werden?

Beim Bau eines Bausatzhauses entstehen neben dem Kaufpreis für den Bausatz weitere Kosten. Eine sorgfältige Planung ist daher entscheidend.

Hier ein Überblick über die wichtigsten Posten:

  • Grundstückskosten: Der Preis für das Grundstück variiert stark je nach Lage und Erschließung.

  • Erschließungskosten: Wasser, Strom, Abwasser und Internetanschlüsse müssen oft zusätzlich bezahlt werden.

  • Preise: Abhängig vom System und Anbieter kostet ein Bausatzhaus zwischen 1.500 € und 2.500 € pro Quadratmeter Wohnfläche.

  • Genehmigungen und Prüfungen: Bauantrag, Statikprüfung und Energieausweis sind Pflicht und verursachen zusätzliche Ausgaben.

  • Werkzeuge und Maschinen: Wer das Haus selber bauen möchte, benötigt professionelle Werkzeuge oder muss Maschinen mieten.

  • Handwerkerkosten: Manche Arbeiten, wie Elektro- und Sanitärinstallationen, sollten von Fachfirmen erledigt werden.

  • Versicherungen: Eine Bauherren-Haftpflicht schützt vor finanziellen Risiken während der Bauzeit.

Ein Vergleich verschiedener Anbieter und Bausatzhaus Kosten gibt wertvolle Anhaltspunkte für eine realistische Budgetplanung.

Finanzierungsmöglichkeiten für ein Bausatzhaus

Nicht jeder kann ein Bausatzhaus allein aus Eigenkapital finanzieren. Glücklicherweise gibt es verschiedene Wege, die Baukosten zu stemmen.

  • Bankkredite: Die klassische Finanzierung erfolgt über ein Bau- oder Annuitätendarlehen. Banken verlangen meist eine Eigenkapitalquote von mindestens 20 %.

  • Fördermittel: Die KfW und andere staatliche Programme bieten zinsgünstige Kredite und Zuschüsse, insbesondere für energieeffiziente Häuser.

  • Eigenkapital und Eigenleistung: Wer das Haus selber baut, kann durch Eigenleistung das benötigte Darlehen reduzieren. Banken rechnen dies teilweise als Eigenkapital an.

  • Bausparvertrag: Ein früher abgeschlossener Bausparvertrag bietet eine sichere Finanzierungsoption mit festen Zinsen.

  • Private Darlehen: Familie oder Freunde können helfen, die Finanzierungslücke zu schließen, oft mit flexibleren Konditionen als Banken.

Ein fundierter Rat von Experten und ein Vergleich der Finanzierungsoptionen helfen, die beste Lösung für Ihr Bauvorhaben zu finden.

Eigenleistung beim Bausatzhaus: Was kann man selbst machen?

Ein Bausatzhaus bietet die Möglichkeit, aktiv am Bau des eigenen Traumhauses mitzuwirken und dabei Kosten zu sparen. Viele Hersteller, darunter Anbieter von Ytong Bausatzhäusern, liefern nicht nur das Material, sondern auch Anleitungen für den Selbstbau. Doch nicht jede Bauphase eignet sich für Eigenleistung.

Während einfache Arbeiten wie das Setzen von Wänden oder der Innenausbau gut machbar sind, erfordern komplexe Gewerke oft Fachwissen und sollten von Profis übernommen werden. Wer Wert auf Qualität legt, sollte sich frühzeitig mit dem Thema Eigenleistung auseinandersetzen und realistisch einschätzen, welche Arbeiten selbst übernommen werden können.

Welche Bauphasen eignen sich für Eigenleistung?

Nicht jeder Bauabschnitt erfordert Spezialwissen. In diesen Bereichen können Bauherren selbst Hand anlegen:

  • Mauerarbeiten: Besonders bei einem Ytong Bausatzhaus lassen sich Wände relativ einfach selbst errichten.

  • Dachdeckung: Wer schwindelfrei ist, kann beim Eindecken des Dachs oder beim Bau des Dachstuhls mithelfen.

  • Trockenbau: Innenwände aus Gipskartonplatten lassen sich auch ohne Vorkenntnisse anbringen.

  • Bodenverlegung: Parkett, Laminat oder Fliesen können Bauherren meist selbst verlegen.

  • Maler- und Tapezierarbeiten: Einfache, aber zeitintensive Aufgaben, die sich gut für Eigenleistung eignen.

Gerade in den Ausbauphasen des Hausbaus lässt sich viel selbst erledigen, was sich positiv auf die Gesamtkosten des Traumhauses auswirkt.

Wann sollte ein Fachmann beauftragt werden?

Bei manchen Arbeiten ist es ratsam, auf die Erfahrung eines Profis zu setzen, da Baumängel teuer werden oder sogar die Sicherheit gefährden können. Besonders bei der Statik und dem Fundament ist Vorsicht geboten.

Fehler bei der Bodenplatte oder dem Keller können langfristige Schäden verursachen, die später nur schwer zu beheben sind. Auch die Elektroinstallation gehört in professionelle Hände, da Arbeiten an Stromleitungen gefährlich sind und spezielles Fachwissen erfordern.

Ebenso sollte die Installation von Sanitär- und Heizsystemen von Experten durchgeführt werden. Unsachgemäße Arbeiten in diesem Bereich können zu Wasserschäden führen, die hohe Reparaturkosten nach sich ziehen. Ein weiteres sensibles Thema ist die Dämmung und Luftdichtigkeit. Eine fehlerhafte Dämmung verringert nicht nur die Energieeffizienz, sondern kann auch Schimmelbildung begünstigen.

Ein hochwertiges Bausatzhaus von einem erfahrenen Hersteller bleibt mit professioneller Unterstützung wertbeständig. Wer sich bei einem der genannten Bereiche unsicher ist, sollte auf Qualität setzen und Fachleute hinzuziehen.

Welche Werkzeuge und Maschinen werden benötigt?

Um die Eigenleistung effizient umzusetzen, braucht es die richtigen Werkzeuge. Eine gut ausgestattete Baustelle spart Zeit und erleichtert viele Arbeiten.

Wichtige Werkzeuge für Bauherren:

  • Mörtelmischer: Für Mauerarbeiten und das Anrühren von Beton.

  • Kreissäge: Unverzichtbar für präzise Zuschnitte im Trockenbau oder bei Holzarbeiten.

  • Akkuschrauber: Erleichtert den Zusammenbau von Bauelementen und Innenausbau.

  • Wasserwaage und Richtlatte: Für exakte Ausrichtung der Wände und Bauteile.

  • Rüttelplatte: Falls ein Keller gebaut wird, wird sie für die Verdichtung des Untergrunds benötigt.

Viele Maschinen können gemietet werden, was besonders bei großen Geräten für ein Bausatzhaus oder Fertighaus eine kostengünstige Lösung ist. Ein gut organisierter Werkzeugeinsatz trägt erheblich zur Bauqualität bei.

Anbieter für Bausatzhäuser: Worauf sollte man achten?

Die Wahl des richtigen Baupartners ist entscheidend für den Erfolg Ihres Bausatzhauses. Ein guter Anbieter liefert nicht nur hochwertige Materialien, sondern steht auch als verlässlicher Partner während der Bauphase zur Seite. Bevor Sie sich für ein Angebot entscheiden, sollten Sie einige wichtige Fragen klären.

Wie detailliert sind die Baupläne? Welche Unterstützung wird bei der Montage geboten? Gibt es eine technische Beratung? Ein seriöser Anbieter stellt klare Anleitungen zur Verfügung und bietet telefonischen oder persönlichen Support. Zudem lohnt sich ein Blick auf die enthaltenen Leistungen. Manche Baupartner liefern nur die Bauteile und Bausysteme, während andere zusätzlich Maschinen verleihen oder Arbeitsstunden für schwierige Bauphasen anbieten.

Auch Kundenbewertungen und Referenzprojekte helfen, die Qualität eines Anbieters einzuschätzen. Vergleichen Sie verschiedene Angebote genau, um den passenden Partner für Ihr Bauvorhaben zu finden.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz bei Bausatzhäusern

Ein Bausatzhaus kann nicht nur kosteneffizient, sondern auch nachhaltig gebaut werden. Durch die Wahl der richtigen Materialien und Bauweisen lässt sich der Energieverbrauch senken und die Umweltbelastung minimieren. Ein zentraler Aspekt der Nachhaltigkeit ist die Wärmedämmung. Hochwertige Dämmstoffe, wie Holzfaser, Neopor oder Zellulose, sorgen für eine effiziente Isolierung und reduzieren den Heizbedarf erheblich.

Auch die Wahl des Baustoffs spielt eine große Rolle. Holz als nachwachsender Rohstoff ist besonders umweltfreundlich und wird von vielen Baupartnern für nachhaltige Bausatzhäuser genutzt. Fertigbeton- oder Massivhäuser können hingegen durch Recyclingbeton oder innovative Dämmtechniken nachhaltiger gestaltet werden. Ein energieeffizientes Bausatzhaus kann zudem durch moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen oder Solarthermie ergänzt werden.

Wer beim Bau Wert auf Nachhaltigkeit legt, sollte gezielt nach Partnern suchen, die umweltfreundliche Konzepte anbieten. Einige Hersteller liefern bereits CO₂-neutrale Bausätze oder verwenden ausschließlich zertifizierte Materialien. Auch energieeffiziente Bauweisen wie Passivhäuser oder KfW-geförderte Standards sind bei vielen Anbietern möglich.

Fazit: Ist ein Bausatzhaus die richtige Wahl?

Ein Bausatzhaus bietet Bauherren die Möglichkeit, ihr Eigenheim weitgehend selbst zu gestalten und dabei Kosten zu sparen. Die verschiedenen Bauweisen ermöglichen individuelle Lösungen, die sowohl budgetfreundlich als auch nachhaltig sein können. Wer sich für diesen Weg entscheidet, sollte sich jedoch bewusst sein, dass der Bau eines Bausatzhauses, anders als ein schlüsselfertiges Haus eines Fertighausherstellers, Zeit, Organisation und handwerkliches Geschick erfordert.

Die Auswahl des richtigen Baupartners, eine durchdachte Bauplanung und die realistische Einschätzung der eigenen Fähigkeiten sind entscheidende Faktoren für den Erfolg. Während viele Arbeiten in Eigenleistung erbracht werden können, gibt es Bereiche, in denen Fachleute hinzugezogen werden sollten, um Qualität und Sicherheit zu gewährleisten.

Mit der richtigen Vorbereitung und Unterstützung kann ein Bausatzhaus zu einer lohnenden Investition werden. Es vereint die Vorteile der Eigenverantwortung mit der Freiheit, ein individuelles Zuhause zu schaffen – eine Herausforderung, die sich für viele Bauherren auszahlt.

Häufige Fragen (FAQ) zum Bausatzhaus

Die Kosten für ein Bausatzhaus hängen von der Größe, dem Baustil und den enthaltenen Leistungen ab. Im Durchschnitt liegen die Preise zwischen 1.500 € und 2.500 € pro Quadratmeter Wohnfläche. Zusätzliche Kosten für Grundstück, Erschließung, Genehmigungen und Innenausbau müssen ebenfalls eingeplant werden.

Die Bauzeit variiert je nach Bauweise und Eigenleistung. Ein Holzständer-Bausatzhaus kann in wenigen Monaten stehen, während ein Massivhaus länger dauert. Mit ausreichend Helfern und guter Organisation ist eine Bauzeit von 6 bis 18 Monaten realistisch.

Grundsätzlich kann jeder ein Bausatzhaus bauen, aber es erfordert handwerkliches Geschick, Organisation und Zeit. Viele Arbeiten sind mit Anleitung machbar, doch bei Unsicherheit sollten Fachfirmen hinzugezogen werden.

Ja, es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten. Die KfW-Bank bietet Kredite und Zuschüsse für energieeffiziente Bauten. Auch regionale Förderprogramme und steuerliche Vergünstigungen sind möglich. Ein Vergleich lohnt sich.

Statik und Fundament sollten Fachleute übernehmen, da Fehler hier langfristige Schäden verursachen können. Auch Elektroinstallationen sind wegen der hohen Sicherheitsanforderungen Aufgabe von Profis. Gleiches gilt für Sanitär- und Heizungsarbeiten, da unsachgemäße Installationen teure Folgeschäden nach sich ziehen können.

Autor Tobias Beuler

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Als Experte für den Fertighausbau widmet sich Tobias Beuler, der Gründer von Fertighausexperte, allen Fragen rund um Ihr Bauprojekt.

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Fertighäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen über Fertighausexperte.com seit 2018 an, um Andere bei Ihren Fertigbauprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt. Mit seinem Buch “Bau keinen Scheiss” ist er seit Juli 2024 auch Spiegel Bestseller Autor.


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1 Comment

  1. Siegfrid Hellau says:

    Hallo,
    ich habe mit einem “Bausatz” aus Neopor gebaut. Und das mit einem Bausatz von xxx Deutschland. Ich bin sehr zufrieden. Der Rohbau war in 1 Woche fertig, das Haus war Schlüsselfertig in 5 Wochen. Und das zu einem guten Preis. Es ist ein Passivhaus Plus (bzw. ein Bungalow). Mit PV-Anlage und Solar-Warmwasser sowie Lüftung. 170 qm incl. Grundstück für xxx (allerdings ohne Keller, denn den brauche ich nicht). Das Haus alleine xxx. Den Aufbau der Elemente habe ich selbst gemacht (Anleitung bekommt man mitgeliefert) und die Elektrik (nur vom Meister abnehmen lassen). Ich bin super zufrieden und ich benötige zukünftig kein Gas oder Öl mehr und verkaufe sogar noch Strom.

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