Eigenheimzulage 2019

Die Eigenheimzulage ist sozusagen der sprichwörtliche Schnee von gestern, dennoch wollen wir eine kleine Betrachtung durchführen, was mit dem Eigenheimzulagengesetz, mit dem gleichzeitig die Eigenheimförderung nach § 10e EStG abgeschafft wurde, von gesetzgebender Seite eigentlich bewirkt werden sollte.

Tipp1: Themen zu aktuellen Förderungen wie das „Baukindergeld“ finden Sie auf meinen anderen Blogartikeln und Berichten.

Tipp2: Das Baukindergeld bekommen Sie bei jeder Bausweise. Also egal, ob Sie Stein auf Stein bauen oder ein schlüsselfertiges Fertighaus mit Festpreisgarantie. Aber: Es gibt auch Förderungen, von denen Fertighausbauherren profitieren, da sich viele Fertighausunternehmen zum Beispiel mit dem Erfüllen der KfW Standards wesentlich leichter tun.

Als eine der größten staatlichen Subventionen überhaupt, war die Eigenheimzulage vom 26. Oktober 1995 bis zum 31. Dezember 2005 zur Bildung von Wohnungseigentum, das selbst genutzt werden musste, als entsprechendes Förderinstrument in bundesdeutschen Landen präsent. Insgesamt wurde während dieses Zeitraumes eine Summe von ca. 11,4 Mrd. € aufgewendet. Ab 2006 ist für neue Fälle keine Eigenheimzulage mehr möglich, davon unberührt sind allerdings alle Sachverhalte, die bis zum 31. Dezember 2005 von der Förderung erfasst wurden. Als bundesdeutsche Gesamtsubvention endete die Eigenheimzulage daher Ende 2005, eine Maßnahme gleichen Namens, die bayrische Eigenheimzulage, hat allerdings noch heute Bestand.

Laptop am Tisch mit Unterlagen zum Hausbau

Beim Kauf einer Immobilie, die vor dem 1. Januar 2004 hergestellt oder angeschafft wurde, betrug der Eigenheimzulagebetrag jährlich 5 % von den Wohnungsherstellungskosten, höchstens jedoch 2.556 € für den Neubau, respektive 2,5 % von den Anschaffungskosten der Wohnung. Dabei wurde die Förderung beim Altbau auf höchstens 1.278 € begrenzt, in beiden Fällen gab es jedoch zusätzlich noch 767 € Zulage für jedes Kind. Ab 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2005 wurde die Eigenheimzulage modifiziert. In dieser Zeit wurde die Subvention jährlich nur noch in Höhe von 1 % der Herstellungs- und Anschaffungskosten einer Wohnung gewährt, im Höchstfall allerdings maximal 1.250 €, zuzüglich für jedes Kind 800 €.

Sonderfall Eigenheimzulage Bayern – Alles was Sie über die bayrische Eigenheimzulage wissen müssen

Bayern wiederum hat auch heute noch eine Zulage gleichen Namens – die bayrische Eigenheimzulage ist vom Namen her identisch, inhaltlich gibt es jedoch maßgebliche Unterschiede. Die Bayerische Eigenheimzulage wird von der BayernLabo als Zuschuss zum Erwerb oder Neubau von Eigentum zu Wohnzwecken gewährt. Dabei handelt es sich um einen einmaligen Zuschuss.

Weitere Förderungen beim Immobilienkauf und Neubau

Alle, die ihre eigenen vier Wände sanieren oder modernisieren wollen, mit dem Ziel dabei Energie einzusparen, den Einbruchschutz zu erhöhen oder Barrieren zu beseitigen oder wenigstens zu reduzieren, profitieren auf Antrag von der KfW-Förderung, also von Fördermaßnahmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Es werden zinsgünstige Darlehen zur Verfügung gestellt, Modernisierungs-, um- und Anbaumaßnahmen bezuschusst. Der besondere Vorteil bei dieser Art der Förderung – der Bauherr kann die geplanten Maßnahmen direkt über die finanzierende Bank beantragen. So muss nicht langwierig auf Rückmeldung bei der Förderbeantragung gewartet werden.

Die KfW unterstützt beispielsweise den Bau von Niedrigenergiehäusern. Im Fertighausbau ist es so, dass ohnehin nahezu alle Häuser die hohen Energiestandards erfüllen, daher können Sie speziell, was die Förderung von energetischen Maßnahmen anbelangt, auf Zuschüsse oder zinsverbilligte Darlehen setzen. Ursprünglich konnten Immobilien gefördert und mit zinsverbilligten Krediten finanziert werden, die dem sogenannten KFW-Standard 100 entsprachen. Hierbei musste die Energiebilanz eines Hauses oder einer Wohnung mindestens den Wert 100, der von der KFW festgesetzten Förderrichtlinien, erfüllen. Nach und nach und wurden die Grenzen dann nach unten gesenkt, inzwischen können Häuser nach KfW 55, 40 und 40+ gefördert werden. Je besser also die Energiebilanz ausfällt, desto höher ist der Fördersatz.

 

Ein Esstisch von oben fotografiert

Förderungen nicht allein selig machende Vorteile beim Immokauf

Selbstverständlich sind Förderungen, wie beispielsweise die Eigenheimzulage oder die Zinsverbilligungen bei der KFW, Vorteile die es auf jeden Fall mitzunehmen gilt beim Kauf oder Neubau einer Immobilie. Allerdings sollten Häuslebauer auch die anderen Maßnahmen beachten, die beim Hauskauf und Neubau unbedingt erforderlich sind. So ist es besonders wichtig, das Sie sich einem zuverlässigen und seriösen Hausbaupartner anvertrauen. Ebenfalls sollten Sie darauf achten, dass Sie sich nicht von windigen Hausverkäufern aufs Glatteis führen lassen – und dabei falschen Versprechungen aufsitzen, die später nicht eingehalten werden. Speziell bei der Entscheidung für ein Fertighaus, gibt es derart viele Vorteile, die allesamt wertvoller sind als vermeintliche Schnäppchen. So dürfen sich künftige Hausherren etwa auf eine Festpreisgarantie freuen, wenn Sie sich für die Fertigbauweise entscheiden. Das Raumklima beim Fertighaus ist besonders gesund – verbrauchte Luft wird nach draußen geführt und durch einen überaus intelligenten, weil durchlüfteten Wandaufbau durch viel Sauerstoff ersetzt.

Außerordentlich wichtige Vorkehrungen können Sie darüber hinaus treffen, wenn es darum geht genaue Erkundigung über ihren Hausbau Partner einzuholen. Beispielsweise sollten die finanziellen Verhältnisse des den Bau ausführenden Unternehmens durchleuchtet werden. So lässt sich beispielsweise eine drohende Insolvenz bereits im Vorfeld erkennen – und so bereits zu Beginn Ihres Vorhabens ein sehr teures Abenteuer ausschließen. Nicht weniger wichtig ist der Service – gibt es z.b. Informationen darüber, wie sich die Hausbaufirma nach der Hausaufstellung verhalten hat? Waren auch weiterhin die versprochenen Ansprechpartner zu erreichen, damit eventuell anstehende Fragen besprochen und beantwortet werden können. Natürlich sollten Sie auch darauf achten, dass die Haussubstanz entsprechend gut ist. Dies wiederum sorgt dann dafür, dass in der Zukunft weniger Sanierungen und Renovierungsmaßnahmen erforderlich werden. Ebenso ist es wichtig, dass Sie genügend große Dachüberstände einplanen. Selbst dann, wenn dies zu Beginn etwas teurer ist-im Nachgang sparen Sie dafür deutlich ein, wenn die Fassade hierdurch weitaus besser geschützt wird. So lassen sich Nachanstriche oder Ausbesserungen deutlich länger hinauszögern, was wiederum Ihrem Geldbeutel auf Dauer sehr gut bekommt.

Fazit

Somit bleibt festzuhalten, dass Förderungen und Zuschüsse beim Errichten der eigenen vier Wände zu allen Zeiten für Bauherren wichtig waren und sind, um günstiger in den Genuss von Eigentum zu gelangen. Seien es Eigenheimzulage und Baukindergeld in der Vergangenheit, die bayerische Eigenheimzulage die auch heute noch gewährt wird oder zinsverbilligte Darlehen seitens der KFW und anderen Institutionen. So können zum Beispiel Familien unter bestimmten Voraussetzungen bei den Landesbanken der Bundesländer sogenannte LAKRA-Gelder beantragen. Auch hier kann es sich durchaus lohnen, wenn man sich vor dem Neubau oder Kauf nach den erforderlichen Voraussetzungen erkundigt. Weiterhin stehen aktuell weitere bundesweite Förderungen zur Verfügung. Eine davon stellt beispielsweise Wohn-Riester dar, der Klassiker für die eigenen vier Wände. Ebenso steht die sogenannte Wohnraumförderung und das Baukindergeld zur Verfügung. So profitieren Familien mit mindestens einem Kind seit 01.01.2018 vom “neuen Baukindergeld” einer Neuauflage der in der Vergangenheit schon gewährten Förderung.
Hierzu müssen Sie allerdings stets beachten, dass die jeweiligen Fördertöpfe vorwiegend Haushalten zugutekommen, deren jährliches Einkommen bestimmte Summen nicht übersteigt.

Mehr Informationen zu Fertighäusern und weiteren Themen

Wenn Sie sich noch  mehr über wichtige Planungsdetails bei Fertighäusern erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen sich die weiteren Artikel und Erfahrungsberichte auf der Homepage des Fertighausexperten durchzulesen. Der Fertighausexperte hat über die Jahre hinweg zig Bauvorhaben begleitet und kann aus diesem Grund ausführliche Einblicke in die Fertighaus-Welt gewähren. Auf der Startseite finden Sie ein Menü das zu den weiteren Berichten führt.

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