Eigenheimzulage und weitere Förderungen erklärt

Erfahrungen & Bewertungen zu Tobias Beuler

Im Bestreben, Wohneigentum für Familien attraktiver zu machen, stellt der Staat verschiedene Fördermaßnahmen bereit. Zu der bekanntesten zählte die Eigenheimzulage, die einst vielen den Traum vom eigenen Heim ermöglichte, sowie das aktuellere Baukindergeld, das speziell junge Familien unterstützt.

In diesem Artikel wird ein Überblick über diese und weitere staatliche Förderungen gegeben, die Familien beim Erwerb ihres Eigenheims finanziell unter die Arme greifen. Durch diese staatliche Förderung wird der Weg ins eigene Zuhause erleichtert und finanziell abgesichert.

Was hinter der Eigenheimzulage steckte

Die Eigenheimzulage in Deutschland war eine bedeutende Form der staatlichen Unterstützung für den Hausbau und den Erwerb von Eigenheimen. Dieser Zuschuss wurde ins Leben gerufen, um Bürgern den Traum vom eigenen Haus zu erleichtern und die Eigenheimförderung im Land zu stärken. Über einen festgelegten Förderzeitraum hinweg unterstützte die Eigenheimzulage Haushalte mit finanziellen Zuschüssen, wodurch die finanzielle Last des Hausbaus spürbar gemildert wurde.

Die Zulage war bis Ende 2005 aktiv und hat während ihres Bestehens zahlreichen Familien geholfen, Wohneigentum zu erwerben und dadurch langfristig in ihre Zukunft zu investieren. Der Zeitraum ihrer Gültigkeit markiert eine Ära, in der der Erwerb eines eigenen Hauses deutlich gefördert wurde.

Das Baukindergeld als neue Förderung für den Bau

Das Baukindergeld stellt eine neuere Form der staatlichen Förderung dar, die darauf abzielt, Familien beim Kauf oder Bau eines Eigenheims zu unterstützen. Dieses staatliche Instrument ist eine direkte Antwort auf die Herausforderungen, die insbesondere junge Familien beim Erwerb von Wohnraum in Deutschland erleben. Es dient als Zuschuss, der speziell für den Kauf oder Bau von Neubauten oder bestehenden Immobilien gewährt wird, sofern Kinder im Haushalt leben.

Eine Übersicht über die Voraussetzungen zeigt, dass das Baukindergeld stark an familiäre Strukturen gebunden ist: Es kann beantragt werden, wenn mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt lebt, das kindergeldberechtigt ist. Der Antrag auf Baukindergeld muss innerhalb einer festgelegten Frist nach dem Erwerb oder der Fertigstellung des Eigenheims gestellt werden, wobei die spezifischen Kriterien und Fristen beachtet werden müssen, die im Eigenheimzulagengesetz festgehalten sind.

Das Baukindergeld bietet somit eine strukturierte Unterstützung, um Familien den Zugang zu eigenem Wohnraum zu erleichtern und stellt sicher, dass der Traum vom eigenen Heim für viele Familien in greifbare Nähe rückt.

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Wichtige Kriterien für die Inanspruchnahme staatlicher Wohnförderungen

Ein Bauantrag oder Kaufvertrag, der innerhalb eines Kalenderjahres eingereicht bzw. abgeschlossen wird, legt die Bemessungsgrundlage fest, auf der der Fördergrundbetrag basiert. Der Anspruch auf die Kinderzulage, eine Erweiterung der Wohneigentumsförderung, erfordert, dass Ehegatten oder Alleinerziehende mit Kindern im Inland wohnen und das Einkommen unter einem spezifizierten Maximum liegt. Beim Erwerb von Wohnimmobilien im Inland müssen anspruchsberechtigte Familien sicherstellen, dass sie die festgelegten Einkunftsgrenzen nicht überschreiten, um von der Kinderzulage profitieren zu können. Sobald ein Bauantrag gestellt ist, wird der Objektverbrauch für das betreffende Jahr gemäß EStG bewertet, was entscheidend ist, um die Einkünfte zu bestimmen, die für staatliche Förderungen in Frage kommen.

Weitere Förderungen beim Immobilienkauf und Neubau

Weitere Förderungen beim Immobilienkauf und Neubau bieten ein entscheidendes Fundament für den Erwerb von Wohneigentum. Neben der Eigenheimzulage und dem Baukindergeld sind staatliche Unterstützungen essenziell, um den Traum vom eigenen Heim Wirklichkeit werden zu lassen. In der folgenden Übersicht werden die Möglichkeiten beleuchtet, die Bauherren und zukünftige Eigentümer nutzen können.

Eigenheimzulage für umweltfreundlichen Bau

Die Eigenheimzulage wurde geschaffen, um den Bau von ökologisch nachhaltigen Eigenheimen zu fördern. Ziel war es, einen monetären Anreiz zu bieten, der nicht nur den Umweltschutz vorantreibt, sondern den Eigentümern auch ermöglicht, durch energieeffizientes Bauen und Wohnen langfristig Kosten zu sparen.

Der Fördergrundbetrag setzt dabei einen festen finanziellen Rahmen, der während eines definierten Förderzeitraums Anwendung findet und unter bestimmten Voraussetzungen beim Erwerb oder der Herstellung von Immobilien zu Wohnzwecken gewährt wird. Im Einklang mit den Bestimmungen des Eigenheimzulagengesetzes (EigZulG) konnten so Eigenheimschaffende nicht nur ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten, sondern auch finanziell profitieren.

Dabei waren die Einkunftsgrenze und Objektverbrauch zentrale Kriterien, die über die Anspruchsberechtigung auf diesen Zuschuss entschieden.

KfW Förderungen

Die KfW-Förderungen ergänzen das Spektrum der Unterstützung durch Angebote, die speziell auf den Bau oder die Sanierung von Niedrigenergiehäusern nach dem Hauskauf zugeschnitten sind. Bauherren können dabei von zinsgünstigen Krediten und direkten Zuschüssen profitieren, die darauf ausgerichtet sind, den energieeffizienten Bau zu erleichtern und so die Herstellungskosten zu senken.

Mit diesen Maßnahmen trägt die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) dazu bei, dass die Anschaffung von umweltfreundlichem Wohneigentum nicht nur ein Ideal bleibt, sondern auch für Familien mit bestimmten Einkommensgrenzen erreichbar ist. Der Anspruch auf diese Förderungen ist an das Einhalten bestimmter energetischer Standards und das Vorliegen einer Baugenehmigung geknüpft.

Regionale Förderung für die Wohnung

Nicht zu vergessen sind die regionalen Förderprogramme, die sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden können und speziell auf die Bedürfnisse und Herausforderungen der lokalen Wohnungsmärkte zugeschnitten sind. Diese Programme können Zuschüsse für die Erstellung von Eigentumswohnungen, die Übernahme von Genossenschaftsanteilen oder andere Formen der Wohneigentumsförderung umfassen.

Die regionalen Fördermittel, wie beispielsweise der Bayernlabo aus Bayern, sind oft eine unerlässliche Ergänzung zu den bundesweiten Förderungen und können entscheidend sein, um den Erwerb vom Eigenheim oder einer Wohnung möglich zu machen. Hier ist eine enge Zusammenarbeit mit den lokalen Finanzämtern erforderlich, um die Bemessungsgrundlage für die Förderung festzulegen und die staatliche Unterstützung zu maximieren.

Ehegatten und kindergeldberechtigte Personen können unter Umständen zusätzliche Vorteile erlangen, die den Bau oder Kauf eines Eigenheims weiter begünstigen.

Essbereich von oben

Darauf ist bei Förderungen zu achten

Wenn es um Förderungen für die Immobilienfinanzierung geht, ist eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Bedingungen unerlässlich. Hier ist eine Stichpunktliste als Leitfaden:

  • Erfüllung der Voraussetzungen: Prüfung der individuellen Anspruchsvoraussetzungen für die gewünschte Förderung.

  • Verständnis der Gesetze: Kenntnisse über relevante gesetzliche Regelungen, die der Gesetzgeber für die Vergabe von Fördermitteln erlassen hat.

  • Fristgerechte Antragstellung: Bewusstsein über die Einhaltung von Fristen bei der Beantragung von Fördermitteln.

  • Vollständige Unterlagen: Sicherstellung, dass alle notwendigen Dokumente korrekt und vollständig eingereicht werden.

  • Finanzierungsplan: Integration der Fördermittel in den Gesamtplan der Baufinanzierung.

  • Beratung: Nutzung von Beratungsangeboten, um Fehlinterpretationen und Unklarheiten zu vermeiden.

  • Einkommensgrenzen: Überprüfung der eigenen Einkommensverhältnisse in Bezug auf die Förderkriterien.

  • Eigentumsverhältnisse: Klärung der Eigentumsverhältnisse der Immobilie oder der Wohnung im Kaufvertrag.

  • Ratgeber und Informationsquellen: Inanspruchnahme von verfügbaren Ratgebern und Informationsquellen des Bundes oder der Länder.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die staatlichen Förderprogramme in Deutschland eine tragende Säule darstellen, um den Traum vom eigenen Heim zu realisieren. Die Eigenheimzulage und das Baukindergeld haben als zentrale Maßnahmen viele Familien in ihrer Entscheidung für Wohneigentum gestärkt. Die Einführung umweltfreundlicher Bauzuschüsse, die attraktiven KfW-Angebote und die regionalen Förderprogramme ergänzen das Spektrum der Unterstützungsmöglichkeiten und zeigen, dass der Staat verschiedenste Wege bietet, um den Immobilienerwerb voranzutreiben.

Jedoch ist die Inanspruchnahme solcher Fördermittel an eine sorgfältige Planung und das Einhalten spezifischer Voraussetzungen geknüpft. Von der Beachtung gesetzlicher Rahmenbedingungen über die fristgerechte Antragstellung bis hin zur umfassenden Dokumentation – der Weg zum Fördergeld erfordert Achtsamkeit und Vorbereitung.

Es gilt, sich frühzeitig zu informieren, Beratungsangebote zu nutzen und die Förderung als integralen Bestandteil in die Baufinanzierung einzuplanen. Nur so kann der finanzielle Spielraum optimal ausgenutzt und das Ziel, Wohneigentum zu schaffen, realisiert werden.

FAQs zum Thema Eigenheimzulage

Die Eigenheimzulage war eine staatliche Förderung in Deutschland, die dazu diente, den Erwerb oder den Bau von selbstgenutztem Wohneigentum finanziell zu unterstützen. Sie wurde eingeführt, um den Wohnungsneubau anzukurbeln und den Bürgern den Erwerb von Wohneigentum zu erleichtern. Allerdings wurde die Eigenheimzulage zum 1. Januar 2006 abgeschafft und gilt daher nicht mehr.

Berechtigt zur Eigenheimzulage waren in der Regel natürliche Personen, die in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig waren und bestimmte Voraussetzungen erfüllten. Dazu gehörten unter anderem das Einkommen, die Art der Nutzung des Wohneigentums (selbstgenutzt) und die Anzahl der Kinder. Es gab Einkommensgrenzen, die nicht überschritten werden durften, um die Eigenheimzulage zu erhalten.

Die Höhe der Eigenheimzulage hing von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Einkommen, der Anzahl der Kinder und dem Zeitpunkt des Erwerbs oder Baus des Wohneigentums. Es gab unterschiedliche Zulagenstufen, die jährlich angepasst wurden. In der Regel konnte die Eigenheimzulage über einen Zeitraum von acht Jahren beantragt werden.

Nach der Abschaffung der Eigenheimzulage gibt es in Deutschland keine vergleichbare staatliche Förderung mehr. Allerdings gibt es andere Fördermöglichkeiten, wie zum Beispiel das Baukindergeld, das seit 2018 eingeführt wurde. Das Baukindergeld ist eine finanzielle Unterstützung für Familien mit Kindern, die erstmalig Wohneigentum erwerben.

Das Jahr der Anschaffung eines Objekts ist entscheidend für die Förderfähigkeit, da die Bedingungen und Verfügbarkeit von staatlichen Unterstützungen oft jährlich angepasst werden. Es ist wichtig, sich vor Abschluss eines Kaufvertrags über die spezifischen Fördermöglichkeiten des jeweiligen Jahres zu informieren, um geeignete Zuschüsse wie die Eigenheimzulage oder das Baukindergeld beanspruchen zu können.

Das Einkommensteuergesetz (EStG) legt fest, dass Zulagen für die Herstellung oder den Kauf von Wohnungen zu Wohnzwecken unter bestimmten Bedingungen gewährt werden. Diese Zulagen richten sich an steuerpflichtige anspruchsberechtigte Haushalte, die bestimmte Einkunftsgrenzen nicht überschreiten. Seit der Abschaffung der allgemeinen Eigenheimzulage sind diese Förderungen auf spezifische Förderprogramme beschränkt.

Der Objektverbrauch bestimmt, wie oft eine Person oder ein Haushalt Fördermittel für den Erwerb oder die Herstellung von Wohneigentum beanspruchen kann. Nach der Abschaffung der allgemeinen Zulage wird der Objektverbrauch strenger bewertet, um sicherzustellen, dass Fördermittel gezielt eingesetzt werden. Nur Personen, die noch kein gefördertes Eigentum erworben haben, können unter neuen Richtlinien förderberechtigt sein.

Autor Tobias Beuler

Aktualisiert: 05.06.2021

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Als Experte für den Fertighausbau widmet sich Tobias Beuler, der Gründer von Fertighausexperte, allen Fragen rund um Ihr Bauprojekt.

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Fertighäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen über Fertighausexperte.com seit 2018 an, um Andere bei Ihren Fertigbauprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt.


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