Niedrigenergiehaus, Selbstversorgerhaus & Co.

Autarke-, Null- und Niedrigenergiehäuser sowie Selbstversorgerhäuser

Seien es die Kaffeemaschine, der Geschirrspüler oder ein anderes Haushaltsgerät, die relativ viel Strom verbrauchen, alle diese willkommenen Helfer im Haushalt lassen sich hervorragend mit eigen erzeugtem Strom speisen. Damit wird es zu einem guten Gefühl, Strom für die geliebten Alltagsgeräte besonders umweltfreundlich erzeugen zu können – und zwar mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. Auf lange Sicht gesehen kann man so ordentlich den Geldbeutel schonen, allerdings stellt sich die Frage was mit dem überschüssigen Strom geschieht, den man nicht selbst verbraucht? Hier gibt es zwar eine Lösung, der gesamte Strom, der über den Eigenverbrauch hinaus erzeugt wird, lässt sich in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Klar wird dieser Strom vergütet, dennoch lohnt sich dies immer weniger. Wenn man jedoch den Eigenverbrauch optimiert, führt dies dazu, dass man sich mehr und mehr dem Selbstversorgerhaus nähert und schlussendlich sogar völlig autark von externer Energiezufuhr Wärme und Licht erzeugen kann. Was es damit auf sich hat, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um ein solches Haus zu bauen und wo es eventuelle Vor- und Nachteile von Niedrigenergiehaus & Co. gibt, soll hier näher beleuchtet werden.

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Fertighaus – von Haus aus als Niedrigenergiehaus prädestiniert

Aufgrund der ausgezeichneten Wärmedämmung geht in vielen Neubauten, die mit einem Niedrigenergiehaus-Baustandard aufwarten können, kaum Heizenergie verlorenen. Dies kann beim Massivbau erreicht werden – gehört bei Fertighäusern jedoch schon lange zum Standard. So wird der Wärmebedarf beim Niedrigenergiehauses zwischenzeitlich zu rund 50 Prozent durch den Luftaustausch bestimmt. Die Kombination von kontrollierter Wohnungslüftung und Wärmepumpe bietet in diesem Zusammenhang enorm gute Möglichkeiten, damit Niedrigenergiehäuser besonders komfortabel, umweltschonend und energieeffizient beheizt werden können.

Unterstützung

Die Wärmegewinnung im Zusammenhang mit der Sonne stellt heute eine bereits sehr ausgereifte Technik dar. So gibt es bereits eine fein abgestimmte Systemtechnik, die in der Lage ist bis zu 60 % der Energie, die für die Trinkwassererwärmung nötig ist, bereitzustellen. Wenn beispielsweise bei ausreichender Sonneneinstrahlung im Sommer oder in der Übergangszeit die Solarenergie die zur Verfügung steht, nicht komplett für die Trinkwassererwärmung benötigt wird, kann sie für die Heizungsunterstützung genutzt werden. Investitionskosten, die für Maßnahmen dieser Art erforderlich sind, werden beinahe komplett durch die eingesparten Energiekosten wieder kompensiert. Darüber hinaus sind es auch die öffentlichen Förderungen, die die Mehrkosten merklich schrumpfen lassen. Ein weiteres sehr klares Argument, um die Solarenergie einzusetzen, stellt ihre Umweltschonung dar. So lässt sich Wärme erzeugen, ohne die geringsten schädlichen Emissionen, einzig mit der ursprünglichen Energiequelle der Sonne.

Damit jedoch der Heizwärmebedarf komplett gedeckt werden kann, bietet sich auch der Einsatz einer speziellen Wärmepumpe an. Strombetriebene Wärmepumpen beziehen in etwa drei Viertel der erforderlichen Wärme, die zum Heizen benötigt wird, aus der Umwelt. Und weil letztendlich auch diese elektrische Energie wieder in Wärme umgewandelt werden kann, lässt sie sich ebenfalls für Heizzwecke nutzen.

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Der Energiespeicher

Wenn eine Wärmepumpe eingesetzt wird, dann sind in der Regel die Energieressourcen nicht ausreichend groß, wie dies zum Beispiel bei herkömmlichen Heizkesseln der Fall ist. Dies ist der Grund dafür, dass es sich anbietet, eine ausreichende Wärmemenge zu speichern. So lassen sich auch Bedarfsspitzen ausgleichen – etwa bei der Trinkwassererwärmung oder nach dem Lüften. Darüber hinaus kommen immer mehr thermische Solaranlagen zum Einsatz, um bei der Heizung und bei der Trinkwassererwärmung zu unterstützen.

Ohne Lüftung geht gar nichts

Durch die sehr dichte Ausführung von Niedrigenergiehäusern ist der natürliche Luftwechsel, der zuträglich ist für die Behaglichkeit und für die Gesundheit – allerdings auch dazu, damit Bauschäden vermieden werden können, nicht mehr in Gänze sichergestellt. Damit der Lüftungswärmebedarf bei optimalem Austausch der Luft so gering wie möglich gehalten wird, ist es sinnvoll technisch aufzurüsten. Dies ist mit speziellen Gerätschaften möglich. So kann beispielsweise kalte Außenluft, die einströmt, von Abluft angewärmt und so ein großer Wärmeanteil zurückgewonnen werden. Daher sollte bereits bei der Gebäudeplanung unbedingt berücksichtigt werden, dass eine wirksame Wohnungslüftung vorgesehen wird. Hierbei hat sich eine strömungsgünstige und unverzweigte Ausführung der einzelnen Lüftungskanäle als sehr günstig erwiesen. Beachten Sie aber, dass jede Haustechnik auch viel Geld kostet. Nach 20 Jahren oft das Doppelte, wenn man entsprechend lange finanziert. Ob sich das immer lohnt aus kaufmännischer Sicht, kann man kritisch hinterfragen. Geht es alleine um Kosten / Nutzen, sollte man sowieso nur, am besten ein diffusionsoffenes, KfW 55 Haus bauen. Da hier aber auch Dinge wie Klimawandel, Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine Rolle spielen, darf man gerne die reine Kostenbrille mal absetzen.

Selbstversorgerhaus – der Standort ist ein gewichtiger Faktor

Selbstversorgerhäuser und Nullenergiehäuser zählen zu den zukunftsträchtigen Modellen, wenn es um den modernen Hausbau geht. Allerdings spielt der Standort eine recht gewichtige Rolle, damit die notwendige Sinnhaftigkeit erlangt wird. Sobald der externe Energiebezug in einem Gebäude, durch die selbst erzeugte Energie aufgewogen wird, spricht man von einem Nullenergiehaus. Im Gegensatz zum Passivhaus, liegt hier der Fokus nicht ausschließlich auf der Wärmerückgewinnung, sondern wird maßgeblich von der Erzeugung erneuerbarer Energien für den eigenen Gebrauch bestimmt, damit sich die externen Energielieferungen im Laufe des Jahres wieder ausgleichen. Erreichbar wird dies relativ einfach, wenn man sich eine ausreichend große Solaranlage oder eine Mini-Windkraftanlage installieren lässt. Gerade in diesem Zusammenhang stellt das Fertighaus eine ausgezeichnete Möglichkeit dar, um die von Haus aus bereits energieeffiziente Bauweise noch effektiver nutzen zu können. Dennoch geht mit den Selbstversorger- und Nullenergiehäusern eine gewisse Problematik einher, denn das Konzept ist überwiegend auf den Neubau in Vororten oder den Speckgürteln der Ballungszentren ausgerichtet. Dies hat maßgeblich damit zu tun, dass die Konzeption vorrangig auf Häuser mit großen Dächern sowie mit wenig Hindernissen in der Umgebung ausgerichtet ist. Dies soll verhindern, dass die Wind- oder Sonneneinstrahlung so wenig wie möglich reduziert werden. Ein weiterer Nachteil dieser Häuser ist ebenfalls auf den ersten Blick nicht zu erkennen, dieser ist jedoch darin zu sehen, dass hohe Investitionen in die Wasser- und Verkehrsversorgung sowie die gesamte Infrastruktur nötig sind. Dennoch lässt sich festhalten, dass die Effizienz, mit denen Autark-, Niedrigenergie- und Passivhäuser aufwarten können keinesfalls infrage gestellt werden kann. Allerdings muss dabei stets ein sinn- und maßvolles Augenmerk auf die ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkte gelegt werden.

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Das Passivhaus

Nicht zu vergessen das Passivhaus. Bei dieser Energiesparhausvariante muss auf jeden Fall zunächst abgewogen werden, wo die finanziellen Ressourcen des Häuslebauers angesiedelt sind. Denn diese sind es, die schlussendlich über die Maßnahmen entscheiden, die das Passivhaus zu einem solchen machen. Langfristig gesehen werden sich die Investitionen allerdings auf jeden Fall rechnen, alleine schon durch die enormen Einsparmöglichkeiten, die nach dem Bezug den Geldbeutel schonen. Ein weiterer sehr angenehmer Vorteil ist der Komfort, der mit der Konzeption eines Passivhauses einhergeht: Einfach durch den völligen Verzicht auf eine konventionelle Heizung, durch gute Dämmung und Wärmespeicherung sowie einer leistungsfähigen Lüftungsanlage, die über die Möglichkeit von Wärmerückgewinnung verfügt. Wärme wird einzig durch die Sonneneinstrahlung und die Wärmeabgabe von Geräten und Personen gewonnen. Somit entsteht eine stets konstante Innenraumtemperatur, die Schimmelbildung, kalte Wände und Böden ausschließt. Das garantiert auch dafür, dass die Bausubstanz nachhaltig und enorm geschont wird. Kälte kann nicht in das Mauerwerk eindringen und Wärme entweicht nicht nach außen. So bleibt es nicht nur warm im Winter, sondern auch angenehm kühl im Sommer.

Gute Luft, Festpreisgarantie und Nachhaltigkeit

Beim Fertighaus sind die besten Voraussetzungen gegeben, um Ihre eigenen vier Wände autark, als Selbstversorger oder in niedrigenergiebauweise erstellen zu können. Damit einhergehend sind die besonders angenehmen Eigenschaften wie gesunde und sauerstoffreiche Raumluft – den innendurchlüfteten Wänden sei es gedankt. Und damit Planungssicherheit auch in finanzieller Hinsicht gegeben ist, sorgt die Festpreisgarantie dafür, dass Sie von Beginn Ihres Bauvorhabens an ruhig und entspannt Ihrem Wohntraum entgegensehen können.

Mehr Informationen zu Fertighäusern und weiteren Themen

Wenn Sie sich über weitere Hausstile informieren möchten, empfehlen wir Ihnen sich die weiteren Artikel und Erfahrungsberichte auf der Homepage des Fertighausexperten durchzulesen. Der Fertighausexperte die letzten Jahre viele Bauvorhaben begleiten dürfen und kann daher einen ausführlichen Einblick in die Fertighaus-Welt gewähren. Auf der Startseite finden Sie ein Menü das zu den weiteren Berichten führt.

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Tobias Beuler Senkt für Sie Kosten, Preise & Mängel @ Hausbau, Fertighaus, Keller/Bodenplatte hat 4,87 von 5 Sternen 39 Bewertungen auf ProvenExpert.com