Wasserenthärtungsanlage

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Inhaltsverzeichnis

In der Regel ist unser Wasser aus der Leitung hart, also kalkhaltig. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist, bringt kalkhaltiges Wasser eine Vielzahl von Nachteilen mit sich. Aus diesem Grund wünschen sich immer mehr Nutzer, dass es Möglichkeiten gibt, das Wasser zu entkalken. Die Lösung ist hier die Wasserenthärtungsanlage. Um von einer solchen Wasserenthärtungsanlage zu profitieren, muss einiges an Hintergrundwissen vorhanden sein. Zum einen geht es um die Funktionsweise, die verschiedenen Modelle, den Einbau und worauf beim Kauf noch zu achten ist. Mit unserem Ratgeber möchten wir versuchen, die verschiedenen Fragen rund um die Wasserenthärtungsanlage zu beantworten.

Kurz & Kompakt - Das Wichtigste

  • Reduzierung von Kalkablagerungen & Geräteschutz: Weiches Wasser verhindert Kalkablagerungen an Armaturen und Haushaltsgeräten und verlängert deren Lebensdauer.

  • Hohe Kosten & Aufwand: Anschaffung, Installation, Salzverbrauch, Wartung und Energiebedarf verursachen zusätzliche laufende Kosten.
  • Verlust von Mineralstoffen & Umweltwirkungen: Die Entkalkung entfernt Calcium und Magnesium, erhöht den Natriumgehalt und belastet eventuell das Abwasser mit Chloriden.

Was ist eine Wasserenthärtungsanlage?

Eine Wasserenthärtungsanlage sorgt dafür, dass das harte, also kalkhaltige Wasser von Kalk befreit und somit weicher wird.

Enthärtungsanlagen gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Dies bedeutet daher, dass Wasserenthärtungsanlage nicht gleich Wasserenthärtungsanlage ist, denn die Modelle unterscheiden sich durch die verschiedenen Funktionsweisen, die wir im Folgenden näher beschreiben.

Bevor Verbraucher sich zum Kauf einer Wasserenthärtungsanlage entscheiden, ist es sinnvoll zu überprüfen, welchem Härtegrad das Wasser entspricht. Unser Leitungswasser wird in vier Härtegrade eingestuft und reicht von weich über mittel und hart bis zu sehr hart.

Die Härtegrade im Einzelnen
Weiches Wasser – Härtegrad von 7,3 °dH (deutscher Härte)
Mittleres Wasser – Härtegrad bis 14 °dH
Hartes Wasser – Härtegrad bis 21,3 °dH
Sehr hartes Wasser – Härtegrad über 21,3 °dH

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Enthärtungsanlagen. Unterschieden wird dabei in die chemische und die physikalische Art. Erwiesenermaßen funktioniert nur die chemische Art, denn die physikalische Art erinnert ein wenig an Magie. Hier wird versucht, mit elektrischen bzw. magnetischen Feldern die Kalkkristalle zu verändern, sodass eine geringere Kalkproduktion das Ergebnis ist. Diese Methode wurde im Test nicht bestätigt.

Funktionsweise von Wasserenthärtungsanlagen

Aus hartem Wasser entsteht mittels chemischer Prozesse in einer Wasserenthärtungsanlage weiches Wasser. Je nach Modell und Hersteller der Enthärtungsanlagen funktioniert dies auf unterschiedlichen Wegen. In unserem Ratgeber werden wir später noch genauer auf die einzelnen Funktionen eingehen.

Um Wasser mithilfe einer Wasserenthärtungsanlage umzuwandeln, ist ein bestimmtes Verfahren nötig, welches auch als Kationenaustausch bezeichnet wird.

Um Wasser mithilfe einer Wasserenthärtungsanlage umzuwandeln, ist ein bestimmtes Verfahren nötig, welches auch als Kationenaustausch bezeichnet wird.

Durch die Wasserenthärtungsanlage werden die Erdalkalien (Barium, Calcium, Magnesium und Strontium) aus dem Wasser gefiltert. In der Enthärtungsanlage befinden sich Austauschharze, welche mit einer Kochsalzlösung aufgefüllt werden. Klassische Enthärtungsanlagen benötigen für die Regeneration das Salz. Im Ionenaustauschharz lagen sich die Ionen, welche für die Kalkbildung in den Rohren verantwortlich sind, ab. In erster Linie handelt es sich hierbei um Calcium- und Magnesium-Ionen. Sobald Wasser durch das Austauschharz fließt, werden die Erdalkalien gegen Natrium-Ionen aus dem Salz ausgetauscht. Es beginnt der Regenerationsprozess und das Wasser wird mit Natrium-Ionen angereichert.

Vor- und Nachteile von Wasserenthärtungsanlagen

Verbraucher müssen sich vor dem Kauf einer Wasserenthärtungsanlage darüber im Klaren sein, dass es neben den zahlreichen Vorteilen einer solchen Enthärtungsanlage auch Nachteile gibt, die beachtet werden müssen. Wir möchten sowohl die Vor- als auch die Nachteile genauer betrachten, um uns ein besseres Bild von einer Wasserenthärtungsanlage zu machen.

 
Vorteile Nachteile
Deutlich weniger Kalk an Armaturen, Fliesen und Geräten – geringerer Putzaufwand in Küche und Bad. Ionentauscher entfernen Calcium und Magnesium und erhöhen den Natriumgehalt im Trinkwasser.
Waschmaschine, Spülmaschine und Boiler bleiben länger funktionstüchtig, Heizkosten sinken. Waschmaschine, Spülmaschine und Boiler bleiben länger funktionstüchtig, Heizkosten sinken.
Weiches Wasser macht Haut geschmeidiger und Haare glänzender; Seifen schäumen besser. Die Regeneration des Harzes verbraucht jährlich mehrere tausend Liter zusätzliches Wasser.
Weiches Wasser senkt den Verbrauch von Waschmittel, Spülmittel und Shampoo spürbar. Chlorid und Natrium gelangen ins Abwasser – Kläranlagen können diese Stoffe nicht vollständig entfernen.
Kaffee und Tee schmecken mit weichem Wasser aromatischer; Zimmerpflanzen wachsen besser. Weiches Wasser kann metallaggressiv wirken und Lochfraß an Rohren verursachen.

Unterschiedliche Typen im Wasserenthärtungsanlage Test

Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es viele verschiedene Wasserenthärtungsanlagen. Wir haben uns drei davon näher angeschaut

Ionenaustauscher

Am häufigsten wird eine Wasserenthärtungsanlage mit einem Ionenaustauscher verwendet. Dabei strömt das Wasser durch den Behälter mit dem Ionenaustauscher. Beim Durchfluss werden dem harten Wasser die Calcium- und Magnesium-Ionen entzogen und gegen Natrium-Ionen ausgetauscht. Die übrigen Ionen des Trinkwassers werden davon nicht berührt.

In regelmäßigen Abständen muss der Ionenaustauscher mit einer 8 bis 12 %igen Natriumchlorid-Lösung (Regeneriersalz) regeneriert werden. Dabei werden die aufgenommenen Ionen aus Calcium und Magnesium gegen Natrium-Ionen aus der Salzlösung ausgetauscht. Dabei wird die Natriumchlorid-Lösung mit Wasser gespült, welches anschließend über das Abwasser abfließt.

Je nach Größe des Haushalts kommen Einzel- oder Doppelanlagen mit einem Ionenaustauscher zum Einsatz.

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Umkehrosmose-Systeme

Eine weitere Variante der Wasserenthärtung sind Umkehrosmose-Systeme. Wir haben uns gefragt, wie eine solche Umkehrosmose-Anlage funktioniert. Im Rahmen der Reinigung bei. Der Umkehrosmose wird das Wasser in Wasser- und Schmutzpartikel aufgespalten. Die Partikel werden danach getrennt und in Abwasser und Osmosewasser aufgeteilt. Dies ist durch eine Umkehrung des natürlichen osmotischen Verlangens  nach einem Konzentrationsausgleich möglich.

Der physikalische Prozess der Umkehrosmose wurde ursprünglich für die Wasseraufbereitung für Raumfahrt und Militär entwickelt. So konnte Abwasser wieder trinkbar gemacht werden. Normalerweise versuchen Moleküle in einer Flüssigkeit sich gleichmäßig zu verteilen, um die Konzentration im Wasser stabil zu halten. Durch den Einsatz von Umkehrosmose-Systemen wird der Druck des osmotischen Verlangens in die entgegengesetzte Richtung gelenkt. Die Moleküle im Wasser können sich trennen, was zu einer extrem feinen Reinigung führt. Das verunreinigte Wasser mit den Schmutzpartikeln wird über den Abfluss entsorgt.

Mit der Umkehrosmose wird hartes Wasser nicht nur weicher, sondern es werden neben dem Kalk auch alle im Wasser gelösten Stoffe entfernt. Dazu zählen Uran, Nitrat, Nitrit, Medikamentenrückstände, Viren, Bakterien, Fungizide, Asbest, Pestizide, Hormone, Keime und Herbizide. Deutsches Trinkwasser ist qualitativ so hochwertig, dass eine solche Reinigungsleistung nicht nötig ist. Zudem sind die Betriebskosten für Umkehrosmose-Systeme sehr hoch, denn sie verbrauchen sehr viel Energie.

Verständnis der Umkehrosmose: Vorteile und Anwendungen

Elektromagnetische Wasserenthärtungsanlagen

Es handelt sich hier um die physikalische Wasserenthärtung. Durch elektrische oder magnetische Felder soll die Struktur der Kalkkristalle so verändert werden, dass sie sich nicht mehr an Rohren und Wasserleitungen ablagern können. Um dies zu erreichen, werden Magnete oder stromführende Drähte von außen an die Wasserrohre angebracht.

Schon im Jahre 2000 wurden Studien und ein Test dazu veröffentlicht. Das Ergebnis war ernüchternd, denn es konnte keinerlei Wirkung festgestellt werden. Ein Test, der Ende der 1980er Jahre durchgeführt wurde, konnte mit diesem erneuten Test bestätigt werden.

Bisher gibt es noch keine plausible Hypothese zur Wirksamkeit einer solchen Wasserenthärtungsanlage. Veröffentlichte wissenschaftliche Experimente, um die Wirksamkeit zu beweisen, konnten nicht reproduziert werden.

Sind magnetische Wasserenthärter seriös? Warum die Wissenschaft nein sagt – und was wirklich gegen Kalk hilft

Auswahl der richtigen Wasserenthärtungsanlage

Verbraucher stellen sich jetzt mit Recht die Frage, für welche Enthärtungsanlage sie sich entscheiden sollen. Darauf gibt es keine pauschale Antwort, denn im Vorfeld müssen einige Faktoren geklärt sein.

Berücksichtigung von Haushaltsgröße und Wasserbedarf

Bevor Nutzer sich für den Kauf und den Einbau einer Wasserenthärtungsanlage entscheiden, sollte die Größe des Haushalts bzw. die Anzahl der Nutzer geklärt werden. Die beste Wasserenthärtungsanlage bringt nichts, wenn der gewünschte positive Effekt nicht an allen Verbrauchsstellen ankommt.

Ebenso wichtig wie die Haushaltsgröße ist der Wasserbedarf bzw. die Kapazität der Wasserenthärtungsanlage. Dabei ist klar, dass die Kapazität mit der Größe des Ionenaustausches steigt. Die Kapazität ist dabei von zwei wichtigen Faktoren abhängig.

  • Wasserverbrauch im m³

  • Wasserhärte in °dH

Um also die Kapazität zu ermitteln, muss einfach der tägliche Wasserverbrauch mit der Wasserhärte multipliziert werden. Je höher die Wasserhärte und je größer der tägliche Verbrauch ist, umso größer muss die Kapazität der Wasserenthärtungsanlage sein.

Qualität und Grad der Wasserhärte

Verbraucher müssen sich bewusst machen, welche Qualität von Wasser sie möchten bzw. welchen Grad die Wasserhärte des Leitungswassers im Endeffekt haben soll. Neben den oben erwähnten Vorteilen kommt es auch auf den Geschmack des Wassers an. Insbesondere Tee- und Kaffeetrinker legen großen Wert auf weiches Wasser, denn dann kommen die Aromen des Heißgetränks besser zur Geltung.

Hat das Wasser aus der Leitung eine Härte von 14 °dH oder gar mehr, dann lohnt es auf jeden Fall, sich für eine Wasserenthärtungsanlage zu entscheiden. Experten gehen davon aus, dass bei einer Wasserhärte von 8,3 bis 8,4 °dH die Verbraucher von den meisten Vorteilen profitieren. Wird eine Enthärtungsanlage eingebaut, dann raten Experten zu einer Resthärte des Wassers von 3,0 bis 6,0 °dH.

Kosten und Wartungsaufwand

Außer den Anschaffungskosten, auf die wir später näher eingehen, müssen Verbraucher mit laufenden Betriebskosten von 0,20 bis 0,40 Euro pro Tag rechnen. Dies bedeutet zwischen 70 und 140 Euro pro Jahr. Oftmals liegen die tatsächlichen Kosten deutlich über diesen Zahlen.

Neben den laufenden Betriebskosten muss auch mit regelmäßigen und jährlichen Wartungskosten für die Enthärtungsanlage gerechnet werden. Im Allgemeinen betragen diese zwischen 100 und 200 Euro.

Dies bedeutet, dass eine Wasserenthärtungsanlage nach der Anschaffung pro Jahr mindestens noch rund 200 Euro an Kosten verursacht.

Was kostet eine Wasserenthärtungsanlage?

Die Kosten für eine Wasserenthärtungsanlage hängen von verschiedene Faktoren ab. Dazu zählen:

  • Welche Technologie für die Enthärtung

  • Welche Geräteleistung

  • Welcher Hersteller oder ein No-Name-Produkt

  • Ausstattung des Geräts

  • Steuerung des Geräts

  • Einbaukosten

  • Betriebskosten

  • Wartungskosten

Geht es um einen Kosten-Nutzen-Relation, dann müssen sämtliche Kostenpositionen für die Gesamtkalkulation berücksichtigt werden.

Die günstigste Enthärtungsanlage für ein Einfamilienhaus ist schon ab rund 500 Euro zu bekommen. Jedoch gibt es hier auch Modelle, die bis zu 4.000 Euro kosten. 

Für eine mittelpreisige Wasserenthärtungsanlage für einen mittelgroßen Haushalt ist mit Kosten von 1.000 bis 2.000 Euro zu rechnen.

Installation und Wartung von Wasserenthärtungsanlagen

Allein  mit der Installation einer Wasserenthärtungsanlage ist es leider nicht getan. Damit die Anlage richtig funktionieren kann, muss sie regelmäßig gewartet und gereinigt bzw. es müssen Filter und Kartuschen erneuert werden. Wir haben uns daher nicht nur die Installation, sondern auch die regelmäßigen Folgearbeiten genauer angeschaut.

Installation und Anschluss an die Wasserleitung

Fachhandwerker können eine Wasserenthärtungsanlage innerhalb kürzester Zeit installieren. Die Anlage wird dabei direkt an die Hauptwasserleitung im Hauswassernetz installiert. Sie sollte hinter dem Wasserzähler und einem Schutzfilter montiert sein.

Mit ein wenig handwerklichem Geschick kann die Entkalkungsanlage auch in Eigenleistung installiert werden. Dabei muss folgenderweise vorgegangen werden:

  • Wasser abstellen

  • Wasserleitung nach dem Wasserzähler und dem Schutzfilter auftrennen 

  • Anschlussblock an der aufgetrennten Stelle einsetzen

  • Entkalkungsanlage mit Hilfe der Flexschläuche am Anschlussblock anschließen

  • Spülwasserschlauch zum Abfluss führen

  • Stromanschluss an der Steckdose anschließen

  • gegebenenfalls Entkalkungsanlage programmieren

Wartung und Reinigung der Anlage

Gemäß der Norm DIN EN 806-5 sind die Inspektions- und Wartungsintervalle für eine Enthärtungsanlage vorgeschrieben. Bei der Wartung dürfen nur Regeneriersalztabletten nach EN 973 Typ A verwendet werden.

Die vorgeschriebene Wartung umfasst die folgenden Punkte:

  1. Wasserhärte messen
  2. Anlage auf Dichtheit überprüfen
  3. Regenerationslauf überprüfen
  4. Harzbett reinigen und desinfizieren
  5. Steuerelektronik auf Funktion überprüfen, eventuelle Updates installieren
  6. Einstellungen der Elektronik überprüfen
  7. Sicherheitsschwimmer im Salzbehälter prüfen
  8. bei Bedarf Salz nachfüllen
  9. Wartungsprotokoll erstellen und Prüfplakette anbringen

Ersetzen von Filtern und Ionenaustauscherharzen

Im Rahmen der vorgeschriebenen Wartung werden eventuell auch neue Filter eingesetzt sowie die Ionenaustauschharze erneuert.

Alternativen zur Wasserenthärtungsanlage

Üblicherweise werden Wasserenthärtungsanlagen nur von Hausbesitzern für deren eigenen Haushalt gekauft und installiert. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Mieter hartes Wasser in ihrer Wohnung hinnehmen müssen. Es gibt verschiedene Methoden, den Härtegrad des Wassers positiv zu ändern und weiches Wasser zu bekommen.

Verwendung von Wasserfiltern

Die Verwendung von Wasserfiltern ist nicht nur für Mieter ein Thema, sondern auch für alle, die nur hin und wieder das Wasser für ihren Tee oder Kaffee entkalken wollen. Vielfach gleichen die Wasserfilter einer Kanne, in dessen Inneren sich der Filtereinsatz befindet, der gewechselt werden kann, befindet. Mithilfe dieses Filters werden die Moleküle von Magnesium und Kalzium gegen Natrium ausgetauscht. Der Filter enthärtet das Wasser und befreit es von Keimen und anderen Belastungen.

Solche Filter bringen auch viele Nachteile mit sich. Zum einen kann es zu einer höheren Keimbelastung des Wassers kommen, wenn die Filter nicht gründlich gereinigt oder zu lange genutzt werden. Vielfach erreichen die Filter auch nicht die genannten Kapazitäten und durch das regelmäßige Wechseln der Filter erhöht sich der Preis für einen Liter Wasser deutlich.

Verwendung von Alternativprodukten für die Reinigung

Als Alternative zur Wasserenthärtungsanlage gibt es schon seit einigen Jahren die Kalkschutzanlage, mit der die Mineralstoffe Magnesium und Kalzium im Wasser erhalten bleiben. Dem Wasser wird auch kein zusätzliches Natrium beigefügt. Stattdessen wird dafür gesorgt, dass sich sogenannte Impfkristalle bilden, an denen sich der Kalk aus dem Wasser festsetzen kann. In der Folge lagern sich die mikroskopisch kleinen Kalkkristalle nicht an, sondern werden bei jeder Wasserentnahme ausgeschwemmt. Verbraucher, die die Trinkwasserqualität erhalten wollen, sollten über den Kauf einer Kalkschutzanlage nachdenken. Im Übrigen wird durch eine solche Anlage auch das Risiko der Korrosion nicht erhöht.

Tipps zur effektiven Nutzung und Wartung der Entkalkungsanlage

Mit einer Wasserenthärtungsanlage kann deutlich an Wasch- und Spülmitteln gespart werden. Das schont die Umwelt und spart bares Geld. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, wenn nach dem Einbau einer Wasserenthärtungsanlage die Verbrauchsmengen für Wasch- und Spülmittel an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Bis zur wirklichen Umgewöhnung ist es ratsam sich die neuen Mengen zu notieren, damit nicht aus Versehen, mit den alten mengen hantiert wird. Dies spart Geld und es werden nicht unnötig Chemikalien ins Abwasser geleitet.

Im Normalfall wird die Wasserenthärtungsanlage nach der Wasseruhr installiert. Es kann durchaus lohnend sein, wenn an Abzweigungen für das Gartenwasser oder den Pool gedacht wird.

Fazit zur Wasserenthärtungsanlage

Je nach Härtegrad des Wassers gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit einer Wasserenthärtungsanlage die Qualität des Wassers deutlich zu verbessern. Für welche Methode sich der Verbraucher entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren ab und sollte dementsprechend geprüft werden.  

Wichtig bei jeder Art von Enthärtungs- oder Entkalkungsanlagen ist die regelmäßige Reinigung und Wartung. Je nach Modell der Anlage kann dies einen erheblichen Aufwand bedeuten. Des Weiteren sollten nicht nur die Vorteile zur Kaufentscheidung herangezogen werden, sondern auch die diversen Nachteile. Unter anderem ist es möglich, dass sich durch eine Filteranlage der Geschmack des Wassers negativ verändert.

FAQ

Eine Enthärtungsanlage im Einfamilienhaus lohnt sich in der Regel ab einer Wasserhärte von 14 °dH (Härtebereich „hart“). Ab diesem Wert verkalken Boiler, Waschmaschine und Armaturen spürbar schneller, was die Lebensdauer der Geräte verkürzt und die Energiekosten in die Höhe treibt. Bei weichem oder mittlerem Wasser (unter 14 °dH) überwiegen dagegen häufig die laufenden Kosten für Salz, Wartung und den erhöhten Wasserverbrauch. Den genauen Härtegrad Ihres Leitungswassers erfahren Sie bei Ihrem örtlichen Wasserversorger.

Die Anschaffungskosten für eine Wasserenthärtungsanlage liegen je nach Modell und Kapazität zwischen 800 und 2.500 €, zuzüglich Einbau durch einen Fachbetrieb. Hinzu kommen laufende Betriebskosten: Regeneriersalz schlägt mit etwa 5–7 € pro Monat zu Buche, die jährliche Wartung kostet rund 100–200 €, und der zusätzliche Wasser- und Stromverbrauch sollte ebenfalls einkalkuliert werden. Wer verschiedene Entkalkungsanlagen fürs Haus im Test vergleicht, sollte neben dem Kaufpreis immer die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer betrachten.

Ein guter Entkalkungsanlagen-Haus-Testsieger überzeugt nicht nur beim Preis, sondern vor allem bei Kapazität, Regenerationseffizienz und Wartungsfreundlichkeit. Achten Sie auf die passende Anlagengröße für Ihren Haushalt (Personenzahl und Wasserverbrauch), eine niedrige Salz- und Wasserverbrauchsrate bei der Regeneration sowie eine DVGW-Zertifizierung. Ionentauscher-Anlagen gelten als wissenschaftlich bewährt – von physikalischen Verfahren (Magnete, elektrische Felder) raten Experten mangels Wirksamkeitsnachweisen eher ab.

Grundsätzlich ist der Einbau einer Entkalkungsanlage am Hauswasseranschluss eine Arbeit, die ein autorisierter Installationsbetrieb übernehmen sollte. Der Fachmann stellt sicher, dass die Anlage korrekt in die Rohrleitung integriert wird, die Fließrichtung stimmt und die Verschneidung mit unbehandeltem Wasser richtig eingestellt ist – das beugt Korrosionsschäden und einer Verkeimung vor. Ein unsachgemäßer Einbau kann die Trinkwasserqualität beeinträchtigen und zum Erlöschen der Herstellergarantie führen.

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Als Experte für den Fertighausbau widmet sich Tobias Beuler, der Gründer von Fertighausexperte, allen Fragen rund um Ihr Bauprojekt.

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Fertighäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen über Fertighausexperte.com seit 2018 an, um Andere bei Ihren Fertigbauprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt. Mit seinem Buch “Bau keinen Scheiss” ist er seit Juli 2024 auch Spiegel Bestseller Autor.


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