Erfahrungen & Bewertungen zu Tobias Beuler

Damit Zaunpfosten, Sichtschutzmauern, Wäschespinnen im Garten, Gartenhäuser, Wintergärten und Terrassen sicher und dauerhaft stehen, befestigt oder aufgebaut werden können, ist ein fester Untergrund bzw. eine Bodenplatte wichtig. Die Rede ist hier von einem Fundament. Je nach Bauprojekt kommen verschiedene Fundamente zum Einsatz. Im Folgenden erläutern wir die verschiedenen Fundamentarten und geben wichtige Tipps im Ratgeber, die unbedingt bei der jeweiligen Fundamentart Beachtung finden sollten.

Welches Fundament passt zu Ihrem Projekt?

Für Baukonstruktionen dient ein Fundament als massiver Träger. Fundamente sind aber nicht gleich Fundamente, denn dieses sollte schon zu dem entsprechenden Projekt passen. So wird ein Betonfundament beim Bau eines Gartenhauses, einer Mauer oder einer Terrasse benötigt. Es gibt drei wichtige Fundamente, die bei den verschiedenen Projekten rund um das Haus zum Einsatz kommen.

Punktfundament

Das Punktfundament kommt immer dann zum Einsatz, wenn einzelne Pfosten direkt einbetoniert oder ein sicherer Halt für einen Pfostenanker gewünscht wird. Pfostenanker kommen zum Einsatz bei der Aufnahme von Zaunpfosten, Pfosten für den Carport oder einfach für die Wäschespinne. Werden mehrere Punktfundamente gegossen, ist es wichtig, dass der Untergrund überall die gleiche Beschaffenheit aufweist. Grund hierfür ist, dass die Last der späteren Konstruktion nur auf ein paar Punkten ruht, die im schlimmsten Fall dafür verantwortlich sind, dass das Bauwerk in der Erde einsinken kann.

Punktfundament Gießen – Anleitung

1.     Für das Punktfundament muss ein Loch ausgehoben werden. Dies sollte mindestens 40 cm tief sein. Bei einer frostfreien Gründung beträgt die Tiefe mindestens 80 cm.

2.     Eine passende Schalung aus Brettern wird in das Erdloch eingesetzt. Dabei gilt zu beachten, dass für eine Schalung rohe etwa 25 mm starke Bretter verwendet werden. Gegebenenfalls müssen die Bretter von außen mit Pflöcken und Querstreben gegen den Druck des Betons abgestützt werden. Damit der Beton bündig abgezogen werden kann, muss die Randschalung immer waagerecht ausgerichtet werden.

3.     Anschließend wird der angemischte Beton in die Schalung gefüllt. Für 25 kg Estrichbeton werden laut Anleitung ca. 3 Liter Wasser benötigt.

4.     In den feuchten Beton wird der Pfostenanker gesetzt. Der Anker muss mit einer Wasserwaage ausgerichtet und mit Latten in der exakten Position fixiert werden. Der Beton wird verdichtet, indem man gegen den Rand der Schalung schlägt und stampft.

5.     Nachdem der Estrichbeton ausgehärtet ist, können die Pfosten am Anker verschraubt werden. Nach 1 bis 2 Tagen kann die Schalung entfernt werden. Hier ist auf die Angaben des Herstellers zu achten.

Streifenfundament

Für eine Konstruktion mit Mauern oder einer Wand eignet sich am besten das Streifenfundament. Sollen Gartenmauern, Garagen, große Häuser oder Gartenhäuser errichtet werden, kommt diese Fundamente zum Einsatz. Das Fundament verläuft hierbei unter den tragenden Wänden. Der Rest des Fundaments inklusive Bewehrung kann im Anschluss daran gegossen werden.

Streifenfundament gießen – Anleitung

1.     Der Untergrund wird ca. 40 cm tief ausgehoben.

2.     Der angemischte Beton wird bis zur Erdoberfläche in den Graben gegossen.

3.     Darauf wird die bereits angefertigte Schalung in den Graben gelegt.

4.     In die Schalung und auf den noch feuchten Beton wird die Bewehrung aus Stahl gelegt.

5.     Bis zur Oberkante der Schalung wird noch mehr Beton aufgefüllt. Die Oberfläche wird anschließend bündig abgezogen.

6.     Nach ca. 7 Tagen kann auf dem Streifenfundament eine Sichtschutzmauer oder Ähnliches errichtet werden. Dabei ist es wichtig, auf die Hinweise des Herstellers zu achten.

Während des Einfüllens des Betons muss dieser immer wieder verdichtet werden, damit keine Luftblasen in der Bodenplatte entstehen.

Plattenfundament

Das Plattenfundament wird auch als Betonfundament oder als Bodenplatte bezeichnet. Dazu wird eine größere Fläche komplett mit Zementmaße ausgegossen. So kann ein ebener und tragfähiger Untergrund für ein Gartenhaus oder Ähnliches hergestellt werden. Zusätzlich ist das Plattenfundament ein guter Schutz gegen einen Grundwasseranstieg. Ebenfalls ist es wichtig, dass unter dem Plattenfundament einen ca. 15 cm hohe Schicht aus Kies oder Schotter als Frostschutz sowie eine extra Bauplane verlegt werden.

Kleine Fundamentplatte

Vielfach entscheiden sich Besitzer eines Gartens oder einer Terrasse für einen gemauerten Grillkamin auf ihrem Grundstück. Dieser besteht aus witterungs—und frostbeständigen Betonwerksteinen. Er ist das ganze Jahr über einsatzbereit. Für die Fundamente muss hier eine kleine Bodenplatte in den Untergrund gegossen werden. Nachdem die Größe der Bodenplatte bestimmt wurde, muss das Erdreich mindestens 40 cm tief ausgehoben werden. Ist eine frostfreie Gründung erwünscht, dann sollte das Erdreich ca. 80 cm in die Tiefe ausgehoben werden. Als Drainageschicht wird ein Gemisch aus Sand und Kies oder Schotter ca. 20 cm hoch in die Grube gefüllt. Das Gemisch wird mit einer Harke gleichmäßig verteilt und mit einem Stampfer verdichtet. Zum Schluss muss die Oberfläche plan abgezogen werden.

Es ist wichtig, dass die Grube gleichmäßig tief ist. Am besten lässt sich dies mit einer Wasserwaage überprüfen.

Für das Fundament oder die Bodenplatte muss nun eine Randschalung von ca. 15 cm angebracht werden. Auch ist es ratsam, eine Wasserwaage zu nutzen. Zusätzlich werden Pflöcke eingebracht. Diese sollten einen Abstand zur Schalung von ca. 10 bis 20 cm haben. Die Pflöcke sollen dabei die Querstreben halten, die dabei in ihrer Position an der Randschalung fixiert werden. Bis zur halben Schalungshöhe wird die Grube mit Zement aufgefüllt.

In den Beton wird eine Baustahlmatte als Bewehrung eingelegt. Danach wird Zement bis zur Oberkante der Schalung eingefüllt. Dabei muss der Beton immer wieder verdichtet werden. Dies geht am einfachsten, wenn wiederholt gegen den Schalungsrand gehämmert wird. Zum Schluss wird die Oberfläche mit einer Lehre oder einem langen Brett plan gezogen. Einzelne Unebenheiten können mit einer Glättkelle und mit stoßenden Bewegungen beseitigt werden.

Sobald der Beton komplett abgebunden ist, kann der Grillkamin oder etwas Ähnliches auf der Bodenplatte aufgestellt werden.

Fundamentplatte für ein Gartenhaus

Für ein Gartenhaus oder einen Pavillon wird eine solide Platte als Fundament benötigt. Dazu muss im Vorfeld die Größe der Fundamentplatte, die ca. 10 cm größer als das Gartenhaus ist, festgelegt werden. Im nächsten Schritt wird der Erdboden entsprechend tief ausgehoben. Als Nächstes wird ein ca. 20 cm dickes Sand-Kies-Gemisch darauf verteilt und verdichtet. Das Gemisch muss an allen Stellen einheitlich hoch sein. Anschließend wird eine Schalung aus Brettern gebaut. Diese Schalung wird waagerecht ausgerichtet, wobei Pflöcke und Querstreben die Schalung in Position halten.

Im nächsten Schritt kann der Beton bis zur halben Schalungshöhe eingefüllt werden. In den weichen Beton der künftigen Bodenplatte werden Stahlmatten als Bewehrung eingelegt. Das Ganze wird mit Beton bis zur Oberkante der Schalung aufgefüllt. Dazwischen muss der Beton immer wieder verdichtet werden. Zum Schluss wird der Beton eben über die Schalung abgezogen.

Nach ca. 14 Tagen ist der Beton ausgehärtet und es kann mit dem Bau des Gartenhauses gestartet werden. Viele nützliche Tipps dazu gibt es in unserem Ratgeber.

Wozu dient eine Bodenplatte aus Beton?

Hausbesitzer kommen oftmals bei der Gestaltung ihres Grundstückes an den Punkt, wo sie gerne einen Pavillon, eine Terrasse oder ein Gartenhaus aufbauen möchten. Gartenmöbel, Grill und Co. sollen hier sicher und wettergeschützt einen festen Platz bekommen. Damit die Freude am Haus im eigenen Garten lange währt, sollte es auf einer festen und stabilen Bodenplatte aufgebaut werden.

Wird auf die Fundamente verzichtet, passiert es meistens, dass das Gartenhaus oder der Schuppen durch die aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Boden nicht nur angegriffen, sondern zerstört werden. Ebenso wichtig ist das Betonfundament auch für eine Terrasse aus Fliesen.

Mit ein wenig Geschick und einem Helfer kann die Platte in Eigenregie gegossen werden. Dabei muss beachtet werden, dass alle Bauarbeiten plan sind. Wichtig dafür sind auf der einen Seite die richtigen Werkzeuge und auf der anderen Seite unsere Tipps.

Fundament erstellen

Um die verschiedenen Fundamente zu erstellen, müssen ein paar grundlegende Aufgaben erledigt werden. Es beginnt mit dem Abstecken der gewünschten Fläche für die Fundamente. Hilfreich sind hierbei Pflöcke und Schnüre.

Untergrund ausheben

Einen Überblick darüber:

  • Punktfundament – ein Loch mit 80 cm Tiefe ausheben
  • Streifenfundament – einen 80 cm tiefen Graben ausheben
  • Plattenfundament – eine 30 cm tiefe Fläche ausheben. Hierzu muss eine ca. 15 cm dicke Schicht Kies oder Schotter gerechnet werden. Der Aushub muss dementsprechend 30 cm in der Tiefe betragen, während Länge und Breite der Fläche der Bodenplatte plus Raum für die Schalung entsprechen.

Verschalung erstellen

Einen Überblick darüber:

  • Punktfundament – in den meisten Fällen nicht nötig
  • Platten oder Schalbretter an den Innenwänden aufstellen
  • Ausrichten mit Wasserwaage und Richtschnur

So funktioniert es:

Damit es nicht zu einem Erdrutsch kommt, muss eine Verschalung erstellt werden. Dagegen kann bei einem Punktfundament der Beton direkt in das Loch gefüllt werden. Eine extra Schalung ist hier nicht nötig. Beim Streifen- bzw. Plattenfundament wird mit Platten oder Brettern eine Schalung an den Innenwänden des Aushubs errichtet. Die Schalung wird mit Richtschnur und Wasserwaage ausgerichtet und anschließend fixiert.

Plane und Stahlmatte einsetzen

Nachdem die Grube bis zur Hälfte mit Beton aufgefüllt ist, wird eine Pe Folie und Stahlmatte als Bewehrung eingesetzt. Dies erhöht die Stabilität und die Tragfähigkeit der Betonplatte bzw. des Fundaments.

Gießen der Betonplatte vorbereiten

Einen Überblick darüber:

  • Kiesschicht einfüllen und verdichten
  • Dämmung und Plane verlegen
  • Bewehrung einbringen

So funktioniert es:

Beim Plattenfundament wird die Kies- oder Schotterschicht eingefüllt. Mithilfe einer Rüttelplatte wird die Oberfläche verdichtet. Anschließend wird eine Dämmung in das Fundament gelegt. Darauf kommt eine Plane. Bei Bedarf wird die Bodenplatte mit einer Stahlmatte bewehrt. Dieser Schritt ist beim Plattenfundament sehr wichtig, denn das fertige Fundament muss großen Belastungen standhalten.

Beton mischen

Einen Überblick darüber:

  • Wetterbericht in der Region beobachten
  • Beton anmischen
  • Auf das richtige Mischverhältnis zwischen Zement und Wasser achten

So funktioniert es:

Bevor der Beton angemischt wird, ist es ratsam den Wetterbericht für die nächsten Tage zu beobachten. Sowohl zum Gießen wie zum Aushärten sollte das Wetter mehrere Tage trocken und frostfrei sein. Der Beton kann sowohl in einem Eimer als auch in einer Schubkarre oder mithilfe eines Betonmischers angemischt werden. Dabei ist immer auf die Hinweise im Ratgeber des Herstellers zu achten, um das richtige Mischungsverhältnis zwischen Zement und Wasser sicherzustellen.

Beton gießen

Einen Überblick darüber:

  • Den Beton gleichmäßig einfüllen
  • Auf Hohlräume achten

So funktioniert es:

Mithilfe einer Schubkarre wird der Beton bis zum Bodenniveau gleichmäßig in die Grube, die Löcher oder die Fundamentfläche gefüllt. Wichtig ist es, dass dabei alle Hohlräume ausgefüllt werden.

Beton verdichten

Einen Überblick darüber:

  • Das Betonfundament mit einem Spaten verdichten
  • Wichtig ist es, dass alle Luftbläschen entweichen

So funktioniert es:

Durch das leichte Klopfen mit einem Spaten auf den beton verdichtet sich die Masse. Selbst kleinste Luftbläschen aus dem Beton der Bodenplatte können bei diesem Schritt entweichen. Dadurch werden die Fundamente nicht nur fester, sondern auch langlebiger.

Beton aushärten lassen

Einen Überblick darüber:

  • Beton für ca. 1 bis 2 Tage aushärten lassen
  • Mit einer Plane vor Wasser, Regen und anderen Umwelteinflüssen schützen
  • Bei starker Hitze muss der Beton alle 2 Tage gewässert werden

So funktioniert es:

Zum Aushärten benötigt der Beton nach dem Verdichten des Fundaments ein bis zwei Tage. Erst nach zwei bis drei Wochen kann das Fundament voll belastet werden. Hier gilt es auf die Hinweise des Herstellers zur genauen Trocknungszeit zu achten. Das frisch gegossene Fundament muss mit einer Plane abgedeckt werden. So wird es vor Wasser und anderen Umwelteinflüssen geschützt. Ist es sehr heiß, dann muss der Beton alle 2 Tage gewässert werden. So können sich bei der Trocknung keine Risse in der Boddenplatte bilden.

Sobald das Fundament komplett ausgehärtet ist, ist es belastbar. Das Gartenhaus oder der Pavillon können aufgebaut werden.

Unser Fazit zum Betonfundament

Ein gutes Fundament sorgt für den richtigen und sicheren Halt. Fundament ist dabei nicht gleich Fundament. Ein Fundament herzustellen ist dabei nicht so schwierig wie es auf den ersten Blick aussieht. Aus diesem Grund ist es wichtig sich vor Start des Bauvorhabens genau zu informieren und nicht nur den Aufbau des Projekts, sondern bereits das Betonfundament gut zu planen. Es ist wichtig sich vor dem Gießen des Fundaments einen Plan zu machen und sich eventuelle Genehmigungen einzuholen. Gleichzeitig muss überlegt werden, ob Baumaschinen oder anderes Gerät zum Einsatz kommen oder ob alles mit Hand, Schaufel und Schubkarre zu bewerkstelligen ist. Das Fundament muss gerade und plan erstellt werden. Durch ein schiefes und unebenes Fundament kommt es zu Schwierigkeiten beim Aufbau des gewünschten Projekts. Heimwerker sollten sich umfassend informieren und die Tipps aus unserem Ratgeber befolgen. Mithilfe der einzelnen Schritte kann beim Projekt Betonfundament kaum noch etwas schief gehen.

Author Tobias Beuler

Aktualisiert: 05.06.2021

Als Experte für den Fertighausbau widmet sich Tobias Beuler, der Gründer von Fertighausexperte, allen Fragen rund um Ihr Bauprojekt.

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Fertighäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen über Fertighausexperte.com seit 2018 an, um Andere bei Ihren Fertigbauprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt.


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1 Kommentar

  1. Vielen Dank für den wertvollen Artikel. Wir möchten für unser Fundament auch eine Bodenplatte erstellen. Gut zu wissen, dass jedes Fundament da anders sein kann.

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