Fertighaus bis 200.000 schlüsselfertig

Erfahrungen & Bewertungen zu Tobias Beuler

Aktuell lässt sich sowohl bei Immobilienpreisen als auch auf dem Baumarkt ein Trend erkennen, der Häuser deutlich teurer macht als noch vor wenigen Jahren. Aufmerksame Beobachter werden feststellen, dass hier wohl so schnell kein Ende in Sicht ist. Bauherren stellen sich mit Recht die Frage, ob ein Fertighaus für 200.000 Euro realistisch ist und wie viel Haus man für sein Geld bekommt. Mit dem Ratgeber möchten wir Unsicherheiten zum Thema Haus für 200.000 Euro aus dem Weg räumen und gleichzeitig auf die verschiedenen Fördermöglichkeiten eingehen.

Was für ein Haus kann ich für 200.000 Euro bekommen?

Verschiedene Fertighäuser für bis zu 200.000 Euro werden zum aktuellen Zeitpunkt von verschiedenen Fertighaus-Anbietern in ihrem jeweiligen Portfolio vorgestellt. Die Bauzeit für Häuser in Holzrahmen- und Holztafelbauweise ist in den meisten Fällen sehr kurz, sodass Eigenheimbesitzer bald in ihren eigenen vier Wänden wohnen können. In der erwähnten Preiskategorie müssen Bauherren keinesfalls auf energetische Standards verzichten. Sehr viele Fertighäuser bis 200.000 werden als KfW-Effizienzhaus 77 oder 55 angeboten. In den meisten Fällen werden beim Bau Solaranlagen oder eine Luft-Wasser-Wärmepumpe integriert.

Fertighäuser bis 200.000 Euro gibt es vom klassischen Einfamilienhaus über den Bungalow bis hin zur kleinen Stadtvilla, sodass jeder sein individuelles Haus bekommen kann. Bei diesen Häusern kann auch nicht von kleinen Wohnflächen gesprochen werden, denn meistens haben die Immobilien eine Wohnfläche zwischen 130 und 200 Quadratmetern.

Auch das Haus aus Stein kann in dieser Preisklasse realisiert werden. Es handelt sich meistens um Systemhäuser aus Leichtbausteinen, Porenbeton oder aus Ziegel. Jedoch sollten hier zwei Aspekte im Auge behalten werden. Zum einen sollte die Wohnfläche nicht größer als 80 bis 120 Quadratmeter betragen und zum anderen sollte das Haus einfach und kompakt gebaut sein. Dies heißt, dass nach Möglichkeit auf Erker, Gauben, spezielle Fenster und Balkone verzichtet werden muss. Zusätzlich müssen viele Arbeiten rund um das Haus in Eigenleistung erbracht werden.

Als Bauherr mit Familie kann in dieser Preisklasse keine Luxusausstattung erwartet werden, wobei eine Standardausstattung ohne Sonderwünsche in jedem Fall garantiert werden kann. Sollen individuelle Wünsche realisiert werden und möchten Bauherren zusätzlich Geld sparen, dann bietet sich das Ausbauhaus bis 200.000 Euro an. Solche Hausangebote eignen sich allerdings nur für Häuslebauer mit handwerklichem Know-how, denn einige Arbeiten rund um das Haus müssen in Eigenleistung erbracht werden. Nur so lässt sich ein Massivbau zu einem Preis von 200.000 Euro realisieren.

Vorteile eines Fertighauses bis 200.000 Euro

Das Fertighaus bis 200.000 Euro bietet zahlreiche Vorteile, die wir an dieser Stelle gerne zusammenfassen möchten.

  • Bauzeit – Die einzelnen Bauelemente beim Fertighaus werden serienmäßig vorgefertigt, sodass sie auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt werden müssen. Dies bedeute, dass das Haus innerhalb weniger Tage steht, denn langwierige Trocknungszeiten entfallen komplett.

  • Musterhäuser – Vor dem eigentlichen Bauauftrag können Bauherren verschiedene Musterhäuser anschauen und so leichter eine endgültige Entscheidung treffen.

  • Wetterunabhängig – Das Fertighaus mit seinen vorgefertigten Bauelementen kann oftmals noch montiert werden, wenn bei einem Massivhaus aufgrund der Witterungsbedingungen diverse Bauschritte nicht ausgeführt werden können.

  • Energieeffizient – Viele der neuen Fertighäuser sind optimal gedämmt, sodass der Staat diese Bauweise mit Förderungen wie zum Beispiel die KfW-Förderung honoriert.

  • Wenige Ansprechpartner – In der Regel gibt es nur einen Vertrags- oder Ansprechpartner.

Nachteile eines Fertighauses bis 200.000 Euro

Bevor Bauherren eine endgültige Entscheidung treffen, sollten sie nicht nur die Vorteile, sondern auch die Nachteile vom Fertighaus kennen. Die folgende Auflistung gibt Klarheit.

  • Wärmespeicherung – Das Massivhaus aus Stein kann die Wärme deutlich besser speichern als ein Fertighaus mit Wänden aus Holz.

  • Individualität – Fertighäuser bis 200.000 Euro haben oft nur wenig Gestaltungsmöglichkeiten. Individuelle Sonderwünsche müssen bei dieser Preislage extra bezahlt oder mit einem Haus in Ausbaustufe realisiert werden.

  • Abhängigkeit – Bauherren sind von einem Bauunternehmen abhängig, was teilweise zu höheren Preisen führen kann, da die Preise kaum verglichen werden können.

Wie kann ich Kosten für ein Fertighaus reduzieren?

Gibt es spezielle Sonderwünsche und reicht die Standardausstattung bei den Fertighäusern nicht aus, muss bei Fertighäusern bis 200.000 Euro bereits bei der Planung überlegt werden, worauf eventuell verzichtet werden kann und was unbedingt vorhanden sein soll.

Es bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, wie die Baukosten pro Quadratmeter gesenkt werden können. Wir möchten auf einige dieser Möglichkeiten eingehen.

Kann ich bei der Ausbaustufe sparen?

Durch das Ausbauhaus oder das Bausatzhaus kann einiges an Geld gespart werden, wenn das Fertighaus bis 200.000 Euro nicht zu den individuellen Wünschen passt. So bleibt mehr vom Budget übrig, um damit die individuellen Wünsche zu verwirklichen. Dies funktioniert jedoch nicht ohne handwerkliches Geschick des Bauherrn. Im Folgenden einige Anmerkungen zu den verschiedenen Ausbaustufen.

Ausbauhaus

Ausbauhäuser bis 200.000 Euro gibt es in großer Auswahl. Bei der Entscheidung zu dieser Hausart wird vom Fertighaus-Anbieter der Rohbau des Hauses gestellt. Der Bauherr übernimmt im Anschluss daran alle anfallenden Tätigkeiten rund um den Innenausbau. Dazu gehören Streichen bzw. Tapezieren der Wände, Verlegen von Böden, Anbringen von Wandfliesen sowie alle Arbeiten bei den Heizungs-, Elektrik- und Sanitäranlagen. Anbieter benennen diese Häuser auch als Mitbauhaus. Ganz wichtig bei dieser Entscheidung ist das handwerkliche Können des Bauherrn, was je nach Ausbaustufe variieren kann.

Bausatzhaus

Schon ab einem Preis 50.000 Euro gibt es alle Bauteile für ein Bausatzhaus. Das Haus oder auch der Bungalow werden nach Plan zum größten Teil vom Bauherren selbst zusammengebaut. Dabei bekommt er vom Fertighaus Anbieter während des Hausbaus Unterstützung in Form von Schulungen oder anhand von verschiedenen Überwachungsangeboten. Im Grunde kann so beim Bauen nichts schiefgehen. So lassen sich bis zu einem Preis von 200.000 Euro eine Reihe der individuellen Wünsche rund um den Bau umsetzen.

Auf der einen Seite ist der Hauspreis für das Bausatzhaus sehr günstig, aber auf der anderen Seite darf die lange Bauzeit bei den Häusern nicht vergessen werden. In der Regel können die zukünftigen Hausbesitzer nur am Wochenende oder nach Feierabend an ihrem Traumhaus tätig werden.

Schlüsselfertiges Haus

Wer sein Traumhaus nicht selbst bauen möchte und es nicht eilig hat einzuziehen, der greift zum schlüsselfertigen Fertighaus bis 200.000 Euro. In diesem Fall wird das Haus oder der Bungalow vom Fertighaus Anbieter komplett errichtet, sodass nach der Schlüsselübergabe nur noch der Einzug bevorsteht.

Bei einigen Anbietern ist es jedoch der Fall, dass schlüsselfertig bedeutet, dass vor dem Einzug noch Wände gestrichen oder tapeziert bzw. Fußböden verlegt werden müssen. Dieser Punkt sollte im Vertrag mit dem Fertighaus Hersteller bzw. dem Architekten genau geregelt werden, damit es nicht zu unschönen Überraschungen kommt.

Kann ich beim Bau Kosten sparen?

Diese Frage kann klar mit einem JA beantwortet werden. Der Keller ist heutzutage kein absolutes Muss mehr. Insbesondere wenn der Kellerraum nicht als zusätzliche Wohnfläche genutzt werden soll, kann beim Hausbau darauf verzichtet werden. In diesem Fall wird eine Bodenplatte benötigt. Damit können durchschnittlich 30.000 Euro an Baukosten eingespart werden.

Wird die Grundstücksgröße an den tatsächlichen Bedarf angepasst, kann ebenfalls sehr viel Geld beim Hausbau gespart werden. Gleiches gilt, wenn nicht zwingend Wert auf eine gute Infrastruktur, gute Anbindung an das Verkehrsnetz, geplante Projekte in der Umgebung und auf die Nachbarschaft gelegt wird.

Bis zu 10.000 Euro Ersparnis sind möglich, wenn statt der Garage ein Carport gebaut wird.

Auch wenn beim Bau Kosten eingespart werden können, so dürfen die Kosten rund um das Bauvorhaben auf keinen Fall unterschätzt werden. Ist Bauland nicht vorhanden, muss dieses erworben werden. Dazu kommen Erschließungskosten, Notargebühren, Gebühren für den Grundbucheintrag, Grunderwerbsteuer, Kosten für diverse Genehmigungen und eventuell Maklerkosten und dergleichen. Selbst wenn der Bau des Hauses rund 200.000 Euro kostet, muss im Schnitt mit rund den doppelten Kosten gerechnet werden.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Zur Finanzierung der Häuser können Fördergelder mit Eigenkapital und einem Immobilienkredit kombiniert werden. Bekannt sind die günstigen Kreditmöglichkeiten für energieeffiziente Häuser sowie Maßnahmen im Rahmen der Energieeffizienz der Kreditbank für Wiederaufbau (KfW). Wichtig hierbei ist, dass entsprechende Anträge vor Beginn der Maßnahmen gestellt werden müssen.

Seit dem Jahr 2018 können Familien auch mit Baukindergeld rechnen. Das stellt eine finanzielle Hilfe beim Hausbau dar. Familien, die ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von 75.000 Euro und mehr haben, können das Baukindergeld beantragen. Zusätzlich zum Baukindergeld gibt es pro Kind, welches im Haushalt lebt, nochmals einen Freibetrag von 15.000 Euro. Dies bedeutet, dass Familien für jedes im Haushalt lebende Kind 1.200 Euro pro Jahr für den Hausbau zusätzlich erhalten.

Unser Fazit – einzugsbereites Haus bis 200.000 Euro

Häuser für 200.000 Euro können auch in der aktuell wirtschaftlich angespannten Lage gebaut werden. Bedacht werden muss dabei, dass es sich bei den 200.000 Euro nicht um die Gesamtkosten für das Eigenheim handelt. Mit einem Preis von 200.000 Euro sind vielfach nur die Baukosten abgedeckt. Zusätzlich muss viel in Eigenleistung erbracht werden. Des Weiteren müssen für diesen Preis viele Abstriche bei der Ausstattung, der Wohnfläche und dem Design des Hauses gemacht werden. Wer trotz dieser Abstriche in ein kleines Massivhaus oder ein Einfamilienhaus bis 200.000 Euro investieren möchte, der sollte nicht länger zögern und alles Nötige in die Wege leiten.

Autor Tobias Beuler

Aktualisiert: 05.06.2021

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Als Experte für den Fertighausbau widmet sich Tobias Beuler, der Gründer von Fertighausexperte, allen Fragen rund um Ihr Bauprojekt.

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Fertighäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen über Fertighausexperte.com seit 2018 an, um Andere bei Ihren Fertigbauprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt.


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