Baubegleitung

Erfahrungen & Bewertungen zu Tobias Beuler

Kurz & Kompakt - Das Wichtigste

  • Die Vorteile einer Baubegleitung: Der engagierte Gutachter hat einen anderen Blick als der Bauherr auf den Bau eines Hauses. Baumängel und Fehler können frühzeitig erkannt und reklamiert werden, sodass hohe Folgenkosten sich vermeiden lassen.

  • Kriterien zur Auswahl eines Baubegleiters: Es solle sich möglichst um einen Architekten oder dergleichen handeln, der sich auf die jeweilige Bauweise spezialisiert hat. Des Weiteren sollte ausreichend Fachkenntnisse vorhanden sein, die permanent durch den Besuch von Fortbildungsmaßnahmen auf dem neusten Stand gehalten werden.  

  • Die Vertragsgestaltung mit einem Baubegleiter: Im Vertrag sollten alle Arbeiten rund um die Ausführung bzw. spezielle Einzelmaßnahmen aufgelistet werden. Des Weiteren sollte die Vergütung gemäß der HOAI geregelt sein.

Einführung in die Baubegleitung

Was ist eine Baubegleitung und welche Aufgaben umfasst sie?

  • Zweck und Nutzen: Gerade, weil Bauleiter aufgrund der hohen Arbeitsbelastung vielfach unter Stress stehen, ist es für Bauherren wichtig, dass sie eine Baubegleitung rund um den Hausbau nutzen. Der Baubegleiter steht der Baufamilie mit Rat und Tat zur Seite, sodass es erst gar nicht zu Fehlern kommt, die eventuell einen Bauschaden zur Folge haben. Der Bauherr sollte darauf achten, dass die Experten sich mit der Bauweise auskennen bzw. darauf spezialisiert sind.

  • Rolle von Experten: Der Baubegleiter prüft nicht nur alle Bauunterlagen, sondern er überprüft auch die Ausführung der verschiedenen Gewerke rund um den Bau. Gleichzeitig überprüft er alle Materialien, die beim. Bauen zum Einsatz kommen, auf ihre Zuverlässigkeit. Des Weiteren überwacht auch eine eventuelle Mängelbeseitigung. Beim Überprüfen der Baubeschreibung und der dazugehörigen Pläne kann der Baubegleiter schon frühzeitig erkennen, wenn es sich um einen unseriösen Baupartner handelt. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Baubeschreibung sehr knapp gehalten wird. In einem solchen Fall haben Bauträger viel Spielraum in Bezug auf wirtschaftliche Gründe, was sich später für den Bauherrn ungünstig auswirken kann.

Die Notwendigkeit der Baubegleitung

  • Überlastung von Bauleitern: Viele der Bauleiter betreuen mehr als 20 Projekte pro Jahr. Dies ist eindeutig zu viel und sorgt für die erwähnt Überlastung. Dies wiederum führt zu Fehlern beim Bauvorhaben, welche sich mit einem Berater, der auf das jeweilige Bauprojekt spezialisiert ist, durchaus vermeiden lassen.

Risiken bei mangelnder Baubegleitung

Baufamilien, die einen Baubegleiter im Rahmen der baubegleitenden Qualitätssicherung engagieren, können von Anfang an Risiken rund um das Bauvorhaben ausschließen. Dies wirkt sich nicht nur auf die Bauqualität, sondern auch auf die Kosten und den Zeitplan für das Bauvorhaben aus.

Vorteile einer gezielten Baubegleitung

Baubegleiter haben stets einen anderen Blick auf die jeweilige Bauphase und können viele Fehler bzw. Baumängel erkennen, die dem Laien gar nicht erst auffallen. Durch den Bausachverständigen lassen sich die Risiken rund um das Bauvorhaben bzw. bei Sanierungsmaßnahmen mindern. Das Bauprojekt wird durch den Gutachter deutlich effizienter überwacht, als es dem Bauherrn möglich ist.

Der neutrale Bausachverständige bietet Baufamilien einen echten Mehrwert, da er nicht für den Bauträger arbeitet. Somit hat er weder ein wirtschaftliches Interesse an der Erhöhung der Kosten, noch an der Umsetzung von bestimmten Maßnahmen.

Auswahl und Engagement von Baubegleitern

Bei der Auswahl des Baubegleiters müssen ein paar wichtige Aspekte beachtet werden. So können zum Beispiel bei einer Sanierung neben dem Architekten auch Energieeffizienz-Experten oder ein Bauleiter engagiert werden. Wir haben uns die verschiedenen Aspekte genauer angeschaut.

Kriterien für die Auswahl von Baubegleitern

Üblicherweise handelt es sich um einen Architekten oder Bauingenieur, der sich als Bauleiter spezialisiert hat. Dabei sollte darauf geachtet, dass der Bausachverständige über eine notwendige Bauvorlagenberechtigung sowie über ausreichend Fachkenntnisse und entsprechende Erfahrung in seinem Beruf verfügt.

Der Baubegleiter als öffentlich bestellter und vereidigter Bausachverständige hat seine überdurchschnittlichen Fachkenntnisse in der Regel vor einer entsprechenden Prüfungskommission nachgewiesen. Des Weiteren werden vom. Bauherrenschutzverband stetige Fortbildungen verlangt sowie das Einhalten von bestimmten Standesregeln. Zu Letzterem zählen neben der Neutralität auch die Fairness.

Spezialisierung

Grundsätzlich sollte ein Experte gewählt werden, der sich auf die spezifische Bauweise spezialisiert hat, da er genau weiß, worauf er zu achten hat und wo es eventuell zu Schwachstellen kommen kann. Es gibt eine Vielzahl von Gebieten, auf die sich Baubegleiter spezialisieren können. Dazu zählen nachhaltiges Bauen, Digitalisierung sowie die Planung von bestimmten Gebäudetypen.

Vertragsgestaltung

Bei der Vertragsgestaltung ist darauf zu achten, dass die verschiedenen Punkte der Begleitung rund um den Bau aufgeführt sind. Dazu gehören unter anderem die Beratung, die Begleitung der Maßnahmen wie zum Beispiel Sanierung, die Qualitätskontrolle, die Bauüberwachung sowie die Endabnahme.

Des Weiteren sollte dem Bauleiter die Vollmacht für verschiedene Tätigkeiten erteilt werden, sodass dieser auf der Baustelle rund um die Baubegleitung frei agieren kann.

Last but not least wird die Vergütung vereinbart. Die Abrechnung erfolgt stets nach der HOAI.

Aufgaben und Verantwortlichkeiten eines Baubegleiters

  • Planung und Vorbereitung: Unterstützung bei der Planung und Vorbereitungen vor Baubeginn. Im Rahmen dessen wird der Bauvertrag auf Vertragsinhalte sowie die komplette Bauplanung überprüft.

  • Baustellenüberwachung: Jede Bauphase wird durch regelmäßige Kontrollen überprüft, umso den Baufortschritt permanent zu überwachen. Dabei werden eventuelle Baumängel aufgezeigt und dokumentiert. In der Folge werden die nachgebesserten Mängel kontrolliert.

  • Qualitätssicherung: Die permanente Baukontrolle garantiert dem Bauherr, dass sowohl die verschiedenen Qualitätsstandards als auch die Bauvorschriften eingehalten werden. Dies ist die beste Voraussetzung, um die Qualität rund um das Traumhaus sicherzustellen.

  • Kommunikation: Der Baubegleiter dient als Vermittler zwischen Bauherr, Architekt und Bauunternehmen. Dabei vertritt er die Interessen der Baufamilie rund um den Neubau oder die Sanierung.

Prozess der Baubegleitung

  • Initiale Aufgaben: Vor Beginn der Bauarbeiten werden der Bauvertrag sowie alle Pläne auf inhaltliche Richtigkeit überprüft.

  • Regelmäßige Überprüfungen: Der Experte wird auf der Baustelle intervallmäßige Kontrollen durchführen, um eventuelle Mängel an den Immobilien und Abweichungen vom Bauvertrag frühzeitig zu erkennen. Dies spart den Bauherren nicht nur Kosten, sondern hilft bei der Einhaltung des vorgegebenen Zeitplans.  

  • Problemlösungsstrategien: Kommt es zu unvorhergesehenen Problemen und Mängeln bei Neubau oder Sanierung an einem Gebäude, kann sowohl der Architekt als auch der Energieberater anhand von Lösungsvorschlägen zur fachgerechten Umsetzung der Maßnahme beitragen.

  • Abnahme und Übergabe: Der engagierte Partner wird die Bauabnahme begleiten und so dafür sorgen, dass dem baldigen Einzug nichts im Wege steht.

Technische und rechtliche Aspekte der Baubegleitung

  • Technische Anforderungen: Der Baubegleiter muss die verschiedensten technischen Aspekte rund um ein Projekt überprüfen. Dazu gehören unter anderem die Kontrolle des Rohbaus, die Dacheindeckungen, Klempnerarbeiten, die Haustechnik sowie die Fassade und der Innenausbau. Dies bedeutet, dass der Baubegleiter entsprechend spezialisiert sein muss und sein Wissen durch permanente Weiterbildungen stets auf dem neusten Stand hält.

  • Rechtliche Rahmenbedingungen: Grundsätzlich erfolgt im Zuge der Bauüberwachung das Überprüfen zur Einhaltung von Bauvorschriften, der verschiedenen Sicherheitsanforderungen sowie den rechtlichen Anforderungen, die eventuell für eine Förderung unabdingbar sind.

  • Vertragsrechtliche Fragen: Kommt es zu fahrlässigen Fehlern oder gar Versäumnissen während der Bauberatung, kann der Baubegleiter dafür haftbar gemacht werden. Dies gilt im Besonderen für Mängel, die entweder übersehen oder nicht rechtzeitig beanstandet werden. Aus diesem Grund ist es Voraussetzung, dass der Baubegleiter über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügt. Grundsätzlich verjähren die Gewährleistungsansprüche an einen Baubegleiter gemäß BGB § 634a nach vier Jahren. Beginn der Frist ist die Bauabnahme rund um das Gebäude bzw. der Leistungen.

Kosten der Baubegleitung

  • Kostenübersicht: Für ein klassisches Einfamilienhaus mit einer Größe von 110 Quadratmeter und ohne Keller müssen Baufamilien mit Kosten von 3.000 bis 3.500 Euro rechnen. Hinzu kommen noch eventuelle Fahrtkosten. Die Kosten können durch Größe des Bauvorhabens oder spezielle Ansprüche an die Fachplanung variieren, sodass Bauherren in jedem Fall ein Angebot einholen sollten.

  • Budgetplanung: Die Baubegleitungskosten können direkt in die Finanzierung für das Haus mit eingebunden werden.

  • Kosten-Nutzen-Analyse: Bauherren bekommen somit die Sicherheit, dass es später nicht zu hohen Folgekosten durch nicht erkannte Mängel kommt. Aus diesem Grund sollte auch nicht an einer professionellen Beratung und Überwachung der Arbeiten rund um das Haus durch einen Architekten verzichtet werden.

Tipps für eine erfolgreiche Baubegleitung

  • Best Practices: Für eine effektive Baubegleitung ist der Einsatz von bewährten Techniken, welche die Koordination und die Überwachung von Bauprojekten verbessern. Schon vom ersten Stadium der Fachplanung bis zur Fertigstellung der projekte helfen diese Techniken die Sicherheit und die Qualität sicherzustellen. Gerade beim Bau sind die spezialisierten Methoden für den reibungslosen Ablauf auf der Baustelle wichtig. Die modernen Technologiren und Methoden haben die Rolle des Baubegleiters stetig weiterentwickelt. Mithilfe von digitalen Plattformen können eine bessere Kommunikation sowie Echtzeit-Updates über den Baufortschritt ermöglicht werden. Dies wiederum sorgt dafür, dass die Baubranche nicht nur effizienter, sondern auch nachhaltiger wird.

  • Fehlervermeidung: Zu Fehlern beim Hausbau kommt es häufig, weil die einzelnen Bauabschnitte nicht mit der Baubegleitung besprochen bzw. nach Fertigstellung kontrolliert wurden. Um dies zu vermeiden, sollte der Baubegleiter jede Ausführung bzw. alle Arbeiten rund um den Bau einer Prüfung unterziehen und auf Qualität überprüfen. Bei einem Fehler oder bei Mängeln sollte sofort eine Nachbesserung der jeweiligen Arbeiten angefordert werden

  • Empfehlungen für Bauherren: Bauherren sollten im Zuge der Fachplanung den Experten stets alle Baupläne sowie den Bauvertrag zur Verfügung stellen. Des Weiteren ist die regelmäßige Kommunikation zwischen allen beteiligten maßgeblich. Nur so ist eine Einhaltung von Qualität in allen Bauphasen möglich und es lassen sich hohe Folgekosten vermeiden.

Fazit

Bei der Baubegleitung handelt es sich in jedem Fall um eine lohnende Investition. Dies kann Baufamilien vor Fehlern und Bauschäden mit hohen Folgekosten schützen. Des Weiteren sorgt sie für eine entsprechende Qualitätssicherung und gibt Bauherren somit die nötige Sicherheit rund um das Bauvorhaben, welches in aller Regel reibungslos vonstattengeht.

Bei einer Sanierung spielen Energieeffizienzexperten eine wichtige Rolle, da so sichergestellt wird, dass das Gebäude so gebaut bzw. saniert wurde, dass so wenig als möglich an Energie benötigt wird. Ein erfahrener Baugutachter unterstützt den Bauablauf durch regelmäßige Kontrollen und eine lückenlose Dokumentation, was besonders bei geförderten Bauprojekten, etwa durch die BAFA, von großer Bedeutung ist.

FAQ zur Baubegleitung

Der Experte steht der Baufamilie rund um das Projekt mit Rat und Tat zur Seite und ist Ansprechpartner für alle Beteiligten. Er prüft die Leistungen der verschiedenen Unternehmen und achtet auf die Einhaltung der Bauvorschriften und Sicherheitsmaßnahmen. Eventuelle Abweichungen werden dokumentiert. Des Weiteren begleiten die Bausachverständigen auch die Bauabnahme.

Durch diese kommt es jährlich zu finanziellen Schäden in Milliardenhöhe. Je früher also ein Mangel beim Bauen erkannt wird, umso einfach und kostengünstiger. Kann dieser behoben werden.

Die Bauleitung übernimmt eine Baustelle komplett und ist täglich vor Ort, während die Baubegleitung die Bauphasen in Intervallen überwacht und kontrolliert.

Zum einen unterstützt der Bauherrenschutzbund angehende Baufamilien und zum anderen ist es möglich sich bei Freunden und Bekannten umzuhören.

Der neutrale Experte bietet einen echten Mehrwert, denn er ist weder daran interessiert die Baukosten in die Höhe zu treiben noch spielen für die die Umsetzung von Arbeiten in einer bestimmten Art und Weise eine Rolle.

Ein Baugutachter prüft den Baufortschritt, dokumentiert Mängel und sichert die Qualitätskontrolle durch regelmäßige Begehungen. Dies hilft, Fehler frühzeitig zu erkennen und spätere Ansprüche innerhalb der Gewährleistungsfrist geltend zu machen.

Bei der Abnahme stellt der Sachverständige sicher, dass alle Bauvorschriften eingehalten wurden. Besonders bei geförderten Bauprojekten unterstützt er die Erstellung von Energieeffizienz-Nachweisen für KfW- oder BAFA-Programme.

Autor Tobias Beuler

Aktualisiert: 26.07.2024

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Als Experte für den Fertighausbau widmet sich Tobias Beuler, der Gründer von Fertighausexperte, allen Fragen rund um Ihr Bauprojekt.

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Fertighäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen über Fertighausexperte.com seit 2018 an, um Andere bei Ihren Fertigbauprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt. Mit seinem Buch “Bau keinen Scheiss” ist er seit Juli 2024 auch Spiegel Bestseller Autor.


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