Hausbau in der Schweiz

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Um zu verstehen, warum die Schweiz als Bauland so beliebt ist, muss man ein paar Zahlen kennen. Die Schweiz verzeichnet weltweit das höchste Pro-Kopf-Einkommen. Laut unseren Informationen lag das durchschnittliche Jahreseinkommen eines Schweizers im Jahr 2020 bei rund 76.000 Euro. Neben dem hohen Wohlstandsniveau in der Schweiz spielen auch die 26 Schweizer Kantone eine entscheidende Rolle, wenn Baufamilien sich für die Schweiz entscheiden und ihr zukünftiges Domizil in dieses schöne Land verlegen möchten. Neben den deutschen Einflüssen sind in den Kantonen auch französische, italienische und rätoromanische Einflüsse zu finden. Grundsätzlich ist Bauland in der Schweiz knapp. Mit dem folgenden Artikel möchten wir angehenden Bauherren wichtige Tipps und Informationen zu dem Land geben.

Inhaltsverzeichnis

Kurz & Kompakt - Das Wichtigste

  • Die Bauvorschriften in der Schweiz: Diese unterscheiden sich in den verschiedenen Kantonen deutlich, sodass es keine allgemein gültigen Bauvorschriften gibt. Baufamilien sollten sich im Vorfeld erkundigen oder mit einem erfahrenen Architekten zusammenarbeiten.

  • Finanzierungsmöglichkeiten beim Haus bauen: Grundsätzlich muss ein Eigenkapital von 20 % vorhanden sein. Die restlichen 80 % können mittels Hypotheken finanziert werden.

  • Energieeffizienz rund um das Haus bauen: Genau wie in Deutschland sollten energieeffiziente Technologien zum Einsatz kommen. Des Weiteren sollte Wert auf die nachhaltige Bauweise gelegt werden.

Den Weg zum eigenen Haus in der Schweiz verstehen

Wie schon erwähnt ist das Haus bauen in der Schweiz aus vielerlei Gründen sehr reizvoll. Neben Monaco, dem Vatikanstadt und Nauru ist die Schweiz einer von vier Staaten auf der ganzen Welt, welche keine Hauptstadt haben.

Für angehende Häuslebauer spielt es keine Rolle, ob sie ihre Wohnträume im Schweizer Mittelland, in einer der modernen Städte oder in einem malerischen Bergtal erfüllen möchten, sofern ihnen klar ist, dass nur rund 7 % der gesamten Fläche in der Schweiz bebaut werden dürfen. Dies erklärt auch, warum Baugrundstücke in dem schönen Land so rar sind. Sehr gute Chancen auf ein Grundstück haben angehende Baufamilien in den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis und Zug. Deutlich geringer sind die Chancen dagegen in den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Obwalden.

Die typische Schweizer Bauart ist der Chalet-Stil. Bei einem Chalet handelt es sich um ein Holz- oder Massivhaus mit Holzverschalung. Die Häuser verfügen in der Regel über ein steiles Satteldach mit Dachüberstand. In den Chalet-Gemeinden Lenk, Grindelwald, Saanen und Zermatt wird nur für Häuser im Chalet-Stil eine Baugenehmigung erteilt, damit der ursprüngliche Charakter der Regionen erhalten bleibt. Außerhalb der Chalet-Gemeinden werden auch Designhäuser sowie Ferienhäuser genehmigt.

Planung und Vorbereitungen

Baufamilien, die in der Schweiz ein Haus bauen möchten, müssen bereits bei der Planung und der Vorbereitung rund um dieses Unterfangen ein paar wichtige Dinge beachten.

Grundstücksfindung: Das passende Grundstück für Ihr Traumhaus finden

Staatsangehörige eines EU-Staates oder eines Landes, welches zur Europäischen Freihandelsassoziation gehört, haben die Möglichkeit in der Schweiz ein Grundstück zu erwerben. Dies bedeutet, dass Deutsche den Schweizer Bürgern gleichgestellt sind. Wichtig dabei ist, dass der Grundstückskäufer einen rechtmäßigen und tatsächlichen Wohnsitz im Land hat.

Hat man ein Grundstück gefunden, wird schnell klar, wie unterschiedlich die Preise von Kanton zu Kanton sind. Genau wie in Deutschland werden auch die Preise pro Quadratmeter von der Lage sowie dem Angebot und der Nachfrage bestimmt.

Vor dem Kauf sollten die zukünftigen Eigentümer sich umfassend mit den Themen Bodenbeschaffenheit und eventuelle Altlasten beschäftigen. Viele Unklarheiten lassen sich durch ein Bodengutachten klären. Ebenso wichtig wie das Bodengutachten ist der Erschließungsgrad des Grundstücks, da dieser anzeigt, wie schnell mit der Bebauung begonnen werden darf. Voraussetzung zum Haus bauen ist die Anbindung an das öffentliche Straßennetz sowie die Strom-, Wasser- und Abwasserversorgung. Nicht zwingend erforderlich sind Anschlüsse für Telefon, Glasfaser, Kabelfernsehen oder Gas bzw. Fernwärme.

Wird eine Parzelle neu eingezont, ist sie in der Regel noch nicht erschlossen. Die Erschließungspflicht liegt zwar bei der jeweiligen Gemeinde. Allerdings muss der Eigentümer dafür sorgen, dass sich der Zustand verbessert. Dies bedeutet, dass er in Vorleistung treten muss und die mindestens die Kosten für die Groberschließung zahlen muss.

Sobald alle Fragen durch das Bodengutachten und die Erschließung beantwortet sind, steht dem Kauf des Grundstücks nichts mehr im Wege.

Baureihen und Immobilienpreise im Kontext des Standortes

Die Wahl des Standortes beeinflusst maßgeblich die Immobilienpreise und die möglichen Baureihen für ein neues Zuhause in der Schweiz. Besonders in gefragten Regionen sind die Kosten für ein Massivhaus höher, während in ländlichen Gebieten mehr Flexibilität bei der Gestaltung verschiedener Baureihen besteht. Wer ein Massivhaus plant, sollte die Immobilienpreise frühzeitig analysieren, um den optimalen Standort für sein Bauvorhaben zu finden. Ein durchdachter Plan hilft dabei, sowohl die Vorteile der Baureihen als auch die Standortgegebenheiten ideal zu nutzen.

Den Überblick im Schweizer Baugesetz behalten

Das Schweizer Baugesetz ist sehr vielfältig und unterscheidet sich oft von Kanton zu Kanton. Auch wenn 1969 eine Raumplanung in Kraft trat, erfolgt die Umsetzung der verschiedenen Bauvorschriften in den jeweiligen Kantonen. Von dort werden die Aufgaben an die Gemeinden delegiert. Nur die kantonalen Ausführungsgesetze bleiben bei den Kantonen.

In nur sehr wenigen Kantonen gibt es daher ausführliche Maßvorschriften zum Bau von Treppen und Geländern. Wichtig sind hier nur die allgemeinen Sicherheitsbestimmungen. Für die Haftung der sicheren Gewerke gelten die zivilrechtlichen Gesetze der Kantone. Dies erklärt auch, warum in den meisten Bauordnungen auf die anerkannten Regeln der Technik verwiesen wird.

Genau wie in Deutschland wird zum Durchführen eines Bauprojekts eine Baugenehmigung benötigt. Beim Erstellen des Bauantrages handelt es sich um eine komplexe Angelegenheit, weshalb Baufamilien stets mit professioneller Unterstützung an den Bauantrag gehen sollten.  Für den Bauantrag werden professionell erstellte Baupläne benötigt, die den geltenden gesetzlichen Anforderungen der jeweiligen Kantone entsprechen müssen. Aus diesem Grund sollte mit einem erfahrenen Architekturbüro zusammengearbeitet werden, welches sich mit den verschiedenen Anforderungen auskennt. Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, müssen neben der Baugenehmigung eventuell noch spezielle Systemgenehmigungen vorgelegt werden. Dazu gehören unter anderem die Sanitärgenehmigung für ein Badezimmer sowie die mechanische Genehmigung für die Installation einer zentralen Klimaanlage für das neue Einfamilienhaus.

Individuelle Hausideen und Bauoptionen in der Schweiz

Ob Massivhaus, Holz-Haus oder Ausbauhaus – die Wahl der richtigen Bauweise für das eigene Traumhaus hängt von persönlichen Vorlieben und den lokalen Gegebenheiten ab. Viele Unternehmen in der Schweiz bieten maßgeschneiderte Hausideen an, die sich sowohl für ein Einfamilienhaus als auch für größere Baureihen eignen. Dank der hohen Qualität der Bauweise profitieren Bauherren von einer langfristigen Wertsteigerung ihrer Immobilie, was in Zeiten steigender Immobilienpreise ein wichtiger Faktor ist.

Ein erfahrener Anbieter begleitet die Realisierung des Bauprojekts von der Planung bis zur Fertigstellung. Besonders Architektenhäuser ermöglichen individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, während ein Ausbauhaus eine kostengünstige Alternative darstellt. Zudem gewähren viele Bauunternehmen eine Festpreisgarantie, was finanzielle Sicherheit bei der Umsetzung des Projekts bietet. Dank umfassender Erfahrung und innovativer Bauweisen ist es möglich, das perfekte Traumhaus in der Schweiz zu verwirklichen.

Vom Entwurf zum Bauplan mit Experten

Viele deutsche Hausanbieter bieten rund um den Hausbau alles aus einer Hand. Dies gilt im Besonderen dann, wenn ein schlüsselfertiges Haus geplant ist. Der Bauherr bzw. die Bauherrin profitieren dabei nicht nur von einer Festpreisgarantie rund um das neue Haus, sondern können sicher sein, dass die Spezialisten des Anbieters sich auch mit den Anforderungen und Gegebenheiten vor Ort auskennen.

Dabei sieht die Zusammenarbeit in der Regel folgendermaßen aus. Die Baufamilie besichtigt gemeinsam mit dem Architekten das Grundstück, sodass bei anschließender Planung und dem Hausentwurf auch die individuellen Wünsche und Vorstellungen der zukünftigen Hausbesitzer mit einfließen können.

Das Fertighaus gilt in der Schweiz als gefragte Alternative zum traditionellen Massivhaus. Ob Baufamilien sich für ein Massiv- oder ein Fertighaus entscheiden, hängt letztendlich von individuellen Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen ab. Das Fertighaus bietet eine Reihe von Vorteilen, wie zum Beispiel eine deutlich kürzere Bauzeit sowie ausreichend Flexibilität rund um das Bauvorhaben.

Sobald die Planung abgeschlossen ist, wird der Architekt den Bauantrag mit allen erforderlichen Unterlagen bei der zuständigen Behörde einreichen. Sobald die Baugenehmigung erteilt ist, steht dem Traum vom eigenen Haus in der Schweiz nichts mehr im Wege.

Finanzierung: Den Traum vom Eigenheim finanzieren

In der Schweiz müssen 20 % der Baukosten als Eigenkapital vorhanden sein. Für die restlichen 80 % ist es möglich, eine Hypothek aufzunehmen. Dabei wird allerdings unterschieden zwischen erster und zweiter Hypothek. Die erste Hypothek kann bis zu zwei Drittel der Kosten decken und muss nicht laufend zurückgezahlt werden. Die zweite Hypothek muss durch regelmäßige Zahlungen innerhalb von 15 Jahre zurückgezahlt werden.

Das geforderte Eigenkapital kann aus unterschiedlichen Quellen stammen. Dazu gehören:

  • Gewinne aus dem Erlös von Wertpapieren

  • Schenkungen

  • Erbvorbezug

  • Unbelehntes Bauland

  • Vorsorgegelder

  • Bürgschaften

  • Zinslose Darlehen

  • Verpfändung von Wertgegenständen

Für die beiden Hypotheken kann der Bauherr bzw. die Bauherrin zwischen drei verschiedenen Modellen wählen:

  • Festhypothek – Die Laufzeit beträgt 15 Jahre und der Zinssatz wird festgeschrieben. Wenn die Hypothek vorzeitig abgelöst werden soll, muss eine Vorfälligkeitsprämie gezahlt werden.

  • Variable Hypothek – Die Laufzeit ist unbeschränkt, wobei sich die Zinsen sich nach den aktuellen Marktverhältnissen richten.

  • Libor Hypothek – Es wird keine feste Laufzeit vereinbart. Durch den Libor-Zinssatz wird festgelegt, wie hoch die monatlichen Raten sind.

Versicherungen: Absicherung für Ihr Bauprojekt

  • Bauwesenversicherung – Eine solche Versicherung übernimmt alle Kosten für Reparatur oder Ersatz. Damit Bauarbeiten nahtlos weiterlaufen können, wird oft auch ein Vorschuss gewährt, der eigentlich von der Betriebshaftpflichtversicherung des Baubeteiligten zu tragen ist.

  • Haftpflichtversicherung – Kommen andere auf der Baustelle zu Schaden oder geht gar etwas kaputt, tritt diese Versicherung in Kraft.

  • Wohngebäudeversicherung – Üblicherweise hängt der Versicherungsschutz für Immobilien  vom zuständigen Kanton ab. In der Regel ist daher bei einem Anspruch auch die kantonale Gebäudeversicherung zuständig.

Bauphase und Umsetzung

Während des Hausbaus gibt es verschiedene Bauphasen, um die sich die einzelnen Partner kümmern, um die Baufamilie rund um das Vorhaben zu unterstützen.

Baubeginn: Den Grundstein legen und die Bauphase einleiten

Sobald der schriftliche Bauentscheid der zuständigen Behörde vorliegt, kann mit den Erdarbeiten und den Baugrundvorbereitungen rund um das neue Haus begonnen werden.

Zu den Klassikern der Flachgründungen beim Hausbau gehört das Streifenfundament. Dieses Fundament folgt dem Grundriss des Hauses sowie dem Verlauf der tragenden Mauern. Sobald das Fundament errichtet ist, kann mit den Rohbauarbeiten rund um das Haus begonnen werden. Den Abschluss der Rohbauarbeiten bildet die Dachkonstruktion inklusive der benötigten Dachabdichtung.

Bauausführung: Von der Rohbauerstellung zum Innenausbau

Nach der Rohbauerstellung werden sowohl die Fenster und Türen eingebaut als auch die Fassade und die Wärmedämmung fertiggestellt. Rund um den Innenausbau erfolgen die Elektro- und Sanitärinstallationen sowie die verschiedenen Putzarbeiten und das Legen des Estrichs.

Bauleitung und Qualitätskontrolle: Den Überblick behalten und hohe Standards sichern

Rund um das Bauvorhaben sollten Baufamilien eine Bauleitung engagieren, die sowohl für die Einhaltung der Bauqualität als auch für den Zeitrahmen sorgt. Die Bauleitung überprüft die verschiedenen Bauphasen und Gewerke. Dabei werden eventuelle Mängel protokolliert und eine Nachbesserung gefordert. Nach Fertigstellung des Hauses wird von der Bauleitung die Bauabnahme vorbereitet und mit der zuständigen Behörde durchgeführt. Die komplette Bauabnahme wird vom Bauleiter dokumentiert, um so die nachfolgende Gewährleistung sicherzustellen.

Nachhaltiges Bauen: Energieeffizienz und Ressourcenschonung im Schweizer Hausbau

Sowohl die Energieeffizienz als auch die Nachhaltigkeit wird von einer Vielzahl von Nachhaltigkeitsstandards sowie Zertifizierungen in der Schweiz gewährleistet. Die wichtigsten Standards sind neben Minergie auch LEED (Leadership in Energy and Environmental Design), SNBS (Schweizerische Norm für nachhaltiges Bauen), die DGNB-​Zertifizierung und ecoDevis gemäß der Norm IfA18. Die SGNI-Zertifizierung berücksichtigt den kompletten Lebenszyklus eines Hauses.

Unter Nachhaltigkeit beim Hausbau wird in der Schweiz die Berücksichtigung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten während des Bauprozesses und während der Nutzungsdauer des Hauses bezeichnet. Dabei geht es nicht nur um die effiziente Nutzung von Ressourcen, sondern auch um eine Reduzierung der Umweltauswirkungen und die Förderung von gesunden und lebenswerten Lebensräumen. Im Fokus stehen dabei der Klimawandel, die begrenzte Verfügbarkeit von Ressourcen und die Notwendigkeit einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung.

Kosten und Budgetierung

Sowohl bei der Hausplanung rund um das Bauen als auch beim Hauskauf spielen die Kosten und damit verbunden die Finanzierung eine wichtige Rolle.

Baukosten im Überblick: Kalkulation und Finanzierung der Hausbaukosten in der Schweiz

Pauschal kann keine Aussage zu den exakten Baukosten getroffen werden, da diese von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel der gewünschten Ausstattung und den gewählten Baumaterialien bestimmt wird. Auch die Wahl der Bauunternehmen sowie die Region, in der das Haus gebaut werden soll, spielen bei den Kosten eine entscheidende Rolle.

Baufamilien sollten bei der Planung rund um das Budget realistisch vorgehen und an einen finanziellen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben denken, damit es nicht zu unschönen Überraschungen in Bezug auf den Kostenrahmen kommt.

Sparpotenziale aufdecken: Smarte Lösungen zur Kostenoptimierung beim Hausbau

Um die Kosten zu optimieren, können die folgenden Tipps eine erste Hilfe sein. Zum einen sollten die Grundrisse möglichst effizient gestaltet werden, ohne auf wesentliche Details zu verzichten. Durch die Wahl der beteiligten Unternehmen rund um den Bau sowie das Ausbauhaus können Baufamilien zusätzlich Geld sparen. Allerdings sollten Kenntnisse, handwerkliches Geschick und ausreichend Zeit vorhanden sein, damit die Eigenleistungen sich auch rechnen.

Ebenso wichtig ist es, Fördermittel und Zuschüsse zu nutzen, um bei der Baufinanzierung zu sparen. Hier bietet sich eine rechtzeitige Beratung durch einen Experten an.

Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für Bauherren in der Schweiz

Für Baufamilien gibt es in der Schweiz verschiedene Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung. So unterstützt zum Beispiel im ländlichen Raum die Schweizerische Stiftung zur Förderung von Wohneigentum (SFWE) den Erwerb bzw. den Bau von preisgünstigem Wohnraum. Des Weiteren stehen Häuslebauern zinsgünstigen Darlehen oder Bürgschaften zur Verfügung. Ebenso profitieren sie von einer Energieeffizienzförderung und einer Förderung für das nachhaltige Bauen.

Energetische Aspekte

Im Zuge der Energieeffizienz sollten Baufamilien an folgende Punkte denken.

Energiesparendes Bauen: Nachhaltige Konzepte für ein energieeffizientes Haus

  • Minergie-Standard – Es handelt sich hierbei um einen Schweizer Baustand für Komfort, Klimaschutz und Effizienz bei Neubauten und bei Sanierungen.

  • Passivhaus-Konzept – Rund um das Haus bauen, sollten Baufamilien nach Möglichkeit das Passivhaus-Konzept in ihre Planungs- und Vorbereitungsphase mit einbeziehen. Wer sich nicht für ein Passivhaus entscheiden möchte, sollte darauf achten, dass beim Bauen Wärmebrücken vermieden werden, um die Energieverluste zu minimieren.

Wärme- und Schalldämmung: Den richtigen Wärmeschutz für Ihr Haus in der Schweiz

Mit einer korrekten Dämmwertberechnung sowie der Verwendung von entsprechenden Dämmmaterialien lassen sich bis zu 30 % der Heizkosten einsparen. Zum können Fördermittel aufgrund der Energieeffizienz sowie dem nachhaltigen Bauen in Anspruch genommen werden.

Heizsysteme und Warmwasserversorgung: Moderne Heiztechnologien für Ihr Haus

Bei der Wahl der Heizungsanlage sollten zukünftige Hausbesitzer sich von einem Fachmann beraten lassen. Dieser kann auch Fragen zu den erneuerbaren Energien rund um Heizung und Warmwasser beantworten. Werden alle Anforderungen umgesetzt, profitieren Baufamilien von Fördergeldern für den Einbau eines effizienten Heizsystems.

Erneuerbare Energien: Solaranlagen, Photovoltaik und Co. für Ihr Eigenheim

Mit einer Solarthermie kann sowohl die Heizungsanlage als auch die Warmwasserbereitung unterstützt werden. Die Installation einer Photovoltaik-Anlage ist eine sinnvolle Investition, wenn es um die Stromerzeugung geht. Des Weiteren sollten alle staatlichen Förderungen rund um den Einsatz von erneuerbaren Energien in Anspruch genommen werden.

Fazit

Wer in der Schweiz ein Haus bauen möchte, muss nicht nur gut planen, sondern in jedem Fall die dort herrschenden Preise sowie das eigene Budget im Blick haben. Aktuell ist bei den stetig steigenden Preisen keine Trendwende zu erwarten, sodass Baufamilien und die Partner rund um den Hausbau nicht abschätzen können, ob das Bauen irgendwann günstiger wird.

In jedem Fall gilt zu bedenken, dass nicht nur die Baumaterialien, sondern auch die Lohnkosten deutlich teurer sind als in Deutschland, was den finanziellen Rahmen zusätzlich belastet. Hinzu kommen die Kosten für den Umzug.

Ein gut geplanter Hausbau in der Schweiz bringt also zahlreiche Vorteile, insbesondere wenn frühzeitig alle wichtigen Aspekte wie Finanzierung, Bauvorschriften und Energieeffizienz berücksichtigt werden. Trotz hoher Immobilienpreise lohnt sich die Investition, da der Markt langfristig stabile Werte bietet. Zudem ermöglichen individuelle Hausideen und moderne Architektenhäuser eine optimale Nutzung des jeweiligen Standortes. Wer sich rechtzeitig informiert und verschiedene Optionen sorgfältig aufeinander abstimmt, kann den Traum vom Eigenheim effizient und nachhaltig realisieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Hausbau in der Schweiz

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, da eine Reihe von Faktoren die Baukosten beeinflussen.

Die Bauzeit ist sowohl von der Bauweise als auch von den Wünschen der zukünftigen Hausbesitzer abhängig. Grundsätzlich kann ein Fertighaus schneller errichtet werden als ein Haus in Massivbauweise.

Es gibt keine einheitlichen Bauvorschriften, da diese sich in den jeweiligen Kantonen stark unterscheiden. Bauinteressenten sollten sich vor Baubeginn an die Behörde im jeweiligen Kanton wenden.

Es handelt sich hier um einen Baustandard, der für mehr Komfort, Klimaschutz und Effizienz beim Bauen und Sanieren sorgt.

Dies ist sicherlich möglich. Jedoch sollten ausreichend handwerkliches Geschick sowie Zeit vorhanden sein.

Autor Tobias Beuler

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Als Experte für den Fertighausbau widmet sich Tobias Beuler, der Gründer von Fertighausexperte, allen Fragen rund um Ihr Bauprojekt.

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Fertighäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen über Fertighausexperte.com seit 2018 an, um Andere bei Ihren Fertigbauprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt. Mit seinem Buch “Bau keinen Scheiss” ist er seit Juli 2024 auch Spiegel Bestseller Autor.


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