Baukindergeld

Ihr Baukindergeld

Ihr Baukindergeld

 

Ihr Baukindergeld – kurz und einfach erklärt

 

Selten wurde eine Förderung in den vergangenen Jahren so kontrovers diskutiert. Viele befürworten diese staatliche Maßnahme, ebenso viele sprechen sich strikt dagegen aus. Bei dem Baukindergeld handelt es sich um einen Zuschuss zum Erwerb einer Immobilie, der nicht zurückgezahlt werden muss – es macht also durchaus Sinn das Thema näher anzusehen und Baukindergeld zu beantragen. Die Bundesregierung möchte es, 12 Jahre nach dem Ende der letzten Eigenheimzulage, Familien wieder einfacher machen sich ein Eigenheim zu leisten und den Haus- sowie Wohnungsbau mit dieser Maßnahme ankurbeln.
Das Baukindergeld hilft als eine wertvolle Sicherheit in der Finanzierungsplanung und stärkt dadurch, gerade in Bankgesprächen beim Thema Kredite, die Bonität. Mit dem Baukindergeld wird der Erwerb einer Immobilie, egal ob Neubau, Doppelhaushälfte, Reihenhaus oder Eigentumswohnung mit einem jährlichen Zuschuss für jedes Kind gefördert. Wichtig ist, dass die Wohnung oder das Haus selbst genutzt werden. Eine vermietete Immobilie ist nicht förderwürdig. Kritiker führen an, dass die Fördermaßnahme primär Familien erreicht, die bereits über ein ausreichendes Startkapital verfügen und die eine Tilgung auch ohne diese Maßnahme bewerkstelligen könnten.
Durch eine Auszahlung in jährlichen Teilbeträgen, hilft das Baugeld nicht, die am Anfang eines Immobilienkaufs hohen Startkosten zu tragen. Durch Notar, Grunderwerbsteuer und weitere Nebenkosten kommt hier schnell einiges zusammen. Es bleiben also immer noch diejenigen Familien außen vor, die nicht genügend Kapital verfügbar haben, um in eine Finanzierung zu gehen. Das Baukindergeld ist keine monatliche Bezuschussung, es wird einmal jährlich als Gesamtsumme überwiesen.

Die Baukindergeld-Förderung beantragen

 

Der Antrag kann einfach online über das Zuschussportal der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden. Wichtig: Dieses Baugeld ist eine vorerst befristete Förderaktion. Die Maßnahme wird vom Bund nur bis Ende 2020 zur Verfügung gestellt. Wer nach dem 31.12.2020 den Bau einer Immobilie plant, muss die Finanzierung voraussichtlich ohne Unterstützung durch das Baukindergeld planen. Diese Entscheidung wurde getroffen, da die für die Förderung zur Verfügung stehenden Mittel bei rund drei Milliarden Euro Maximal liegen. Um auf eine Deckelung bei der maximal förderungsfähigen Quadratmeteranzahl zu verzichten, ist die Förderung in ihrer Gesamtheit begrenzt worden, “So ist der Finanzrahmen zu halten”, heißt es im Finanzministerium.
Übrigens: Kinder, die nach der Antragsstellung geboren werden, können nicht mehr berücksichtigt werden. Der Situation am Tag des Antrags ist maßgebend für die gesamte Berechnung. Wird ein Kind in den Folgejahren älter als 18 Jahre oder zieht aus der geförderten Immobilie aus, wird das Baukindergeld aber weiter bezahlt.

Der Baukindergeldantrag

 

Im Portal der Kreditanstalt für Wiederaufbau finden Sie viele wertvolle Informationen zum Thema Baukindergeld Antrag, in Form eines herunterladbaren PDF. Für die gesamte Abwicklung der Zulage ist die staatliche Förderbank KfW zuständig. Anträge können ab dem 18. September 2018 eingereicht werden. Zu beachten ist, dass ein Baukindergeld Antrag spätestens 3 Monate nach dem Einzug bei der KfW eingegangen sein muss. Als Nachweis gilt das auf der amtlichen Meldebestätigung angegebene Einzugsdatum. Darüber hinaus benötigen Sie zum Feststellen Ihrer Baukindergeld Voraussetzungen durch die KfW folgende Unterlagen:

 

Einkommensteuerbescheide

 

Diese dienen zum Nachweis über Ihr aktuelles Haushaltseinkommen. Es müssen die Einkommensteuerbescheide des zweiten und dritten Kalenderjahres vor Antragseingang des Antragstellers eingereicht werden. Falls vorhanden, müssen auch die im Haushalt lebenden Ehe- oder Lebenspartner oder Partner aus eheähnlichen Gemeinschaften den Nachweis beifügen. Bei einem Antragseingang z. B. im Jahr 2018 sind die Einkommensteuerbescheide aus den Jahren 2015 und 2016 beizulegen.

 

Grundbuchauszug

 

Als Nachweis über den Eigentumserwerb muss ein Grundbuchauszug vorgelegt werden. Es kann vorkommen, dass die Grundbucheintragung über den Eigentümerwechsel noch nicht vorliegt, in diesem Fall kann der Nachweis mit der Auflassungsvormerkung erfolgen.
Um die Voraussetzungen für die Förderbedingungen nachzuweisen, laden Sie die erforderlichen Nachweise im KfW-Zuschussportal hoch. Nach erfolgreicher Beantragung erhalten Sie eine Bestätigung der KfW und müssen nur noch Ihre Identität nachweisen.

 

Wer hat einen Anspruch auf das Baukindergeld?

 

Jede Familie hat bereits ab dem ersten Kind einen Anspruch auf eine Förderung. Eine Baukindergeld Voraussetzung ist ein maximales zu versteuerndes Jahreshaushaltseinkommen von 75.000 Euro (für jedes Kind erhöht sich dieser Betrag noch einmal um 15.000 Euro). Wird dieser Betrag nicht überschritten, können Sie für jedes Kind unter 18 Jahren einen Antrag stellen. Für das förderfähige Kind muss ein Kindergeldberechtigung vorliegen. Es spielt keine Rolle, ob es sich um ein leibliches oder adoptiertes Kind handelt. Pro Kind erhalten Sie einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 1.200 Euro. Dieser Betrag wird bis zu 10 Jahre ausgezahlt. Eine Familie mit beispielsweise 3 Kindern darf ein Jahreshaushaltskommen von 120.000 Euro nicht übersteigen und wird mit 3.600 Euro im Jahr gefördert. Eine maximale Anzahl an Kindern, die angerechnet werden können, ist aktuell nicht festgelegt. Zu berücksichtigen dabei ist allerdings eine weitere Baukindergeld Voraussetzung: Der staatliche Zuschuss gilt nur für den Ersterwerb einer selbst genutzten Immobilie.

 

Das bayerische Baukindergeld

 

Das Baukindergeld wird in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Der bayerische Freistaat hat sich entschieden auf die Förderung des Bundes noch einen Betrag von 300 Euro jährlich pro Kind draufzulegen. Somit beläuft sich der Betrag, der pro Kind jährlich ausbezahlt wird, in Bayern auf 1.500 Euro. Zusätzlich hierzu kommt eine weitere einmalige Eigenheimzulage in Höhe von 10.000 Euro, welche auch kinderlose Paare oder Singles in Anspruch nehmen können. Bei drei Kindern kommt so im ersten Jahr eine Fördersumme von 14.500 Euro zusammen. In jedem der weiteren 9 Jahre Förderzeitraum erfolgt dann eine Auszahlung in Höhe von 4.500 Euro.

 

Neben dem Baukindergeld haben Familien beim Gang in die eigenen vier Wände auch die Möglichkeit weitere Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau und den landeseigenen Förderbanken in Anspruch zu nehmen. Jedes Bundesland hat für diese Förderprogramm eigene Bedingungen.

 

Baukindergeld auch rückwirkend

 

Ist ein Einzug 2018 vor dem Start der Förderung erfolgt, kann bis Ende des Jahres ein Antrag für das Baukindergeld rückwirkend gestellt werden. Es gilt, dass nur Kinder gefördert werden, die zum Datum des Einzugs (gemäß dem Datum laut amtlicher Meldebestätigung) das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten oder bis maximal drei Monate nach dem Einzug geboren wurden.

 

Baukindergeld – Fazit

 

Als Fazit lässt sich sagen, dass diese Förderung für Familien, die nach dem 01.01.2018 gebaut haben oder bauen werden eine willkommene Unterstützung darstellt. Für Familien, die aktuell keine Finanzierung stemmen können, wird es keine große Hilfe darstellen. Insbesondere wenn man nach 10 Jahren Förderung ohne diese Auskommen und am Ende der Zinsbindung vielleicht noch höhere Beträge stemmen muss.

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