Preise bei Fertighäusern

Preise bei Fertighäusern

Preise bei Fertighäusern

 

Wie Preise bei Fertighäusern entstehen und wie man damit umgehen sollte

 

Bei der Preisgestaltung von Fertighäusern muss man ganz genau hinschauen, da der Preis nicht immer, wie im normalen Leben auch,  der Indikator für Qualität ist.

Ein beliebtes Beispiel für einen niedrigeren Preis benutzen zum Beispiel die Hausverkäufer kleiner Fertighaus- und Hausbauunternehmen.

Die sagen einem, dass die großen Anbieter, die in einer Musterhausausstellung organisiert sind, viel zu teuer sind, weil eben die vielen Musterhäuser auch sehr viel Geld kosten. Das ist erst mal einleuchtend. Das Fertighaus selbst kostet Geld, man muss Platzmiete zahlen, einen Garten anlegen und das Haus mit Personal besetzen, es schön für Besucher einrichten und auch unterhalten, also im Grunde einen richtigen Haushalt führen. Man zahlt monatlich für Strom, Telefon, Wasser usw, genau wie Sie als Bauherr in Ihrem Neubau eben auch.

Und ja das stimmt, dass diese Kosten hereingespielt werden müssen und in der Gesamtkalkulation im Hausgrundpreis ihres Angebots mit eingerechnet sind.

Allerdings leben vor allem Fertighausfirmen von großen Stückzahlen und ein großes Vertriebsnetz hilft dabei ungemein. Denn Holz, der Grundstoff für Fertighäuser, kostet eine große Fertighausfirma schnell 20% weniger, wenn man pro Jahr Holz für 500 Häuser in einem Holzwerk einkauft, statt nur für 5 Häuser.

Also es kommt hier auf den Einzelfall an und man muss wissen, ab wann ein Musterhaus nicht nur ein Kostenpunkt ist, sondern viel mehr eine kluge Invention.

Es ist recht schwer, sich diese Infos über mehre Fertighausanbieter, die man in der engeren Auswahl hat, selbst zu googlen. Sie können es sich aber auch einfach machen. In meinem Shop gibt es den Realitätscheck und ich kann Ihnen recht zügig dabei helfen, die von Ihnen ausgewählten Firmen noch besser zu filtern.

Man kann vom Preis übrigens auch nicht grundsätzlich auf die Qualität des Fertighauses schließen.

Natürlich unterstellt man einem Fertighausanbieter erst mal, dass er vermutlich hochwertiger baut, wenn er teurer anbietet und sich von manchen bekannten Billigheimern absetzt.

Aber das kann viele Gründe haben. Vielleicht zahlt sich der Hauptinvestor eines Unternehmens monatlich eine 6-stellige Prämie aus oder das Fertighaus Familienunternehmen in 3. Generation hat inzwischen so viele Familienmitglieder, also Kinder und Enkel des Gründers, die alle mitverdienen wollen, dass der Preis für ein Fertighaus einfach höher sein muss als bei Anbietern mit einer ganz schlanken Verwaltung.

Man kann das auch ganz gut an einer Flasche Wein erklären:

Wer sich etwas mit Wein auskennt, weiß, dass es in der Preisklasse ab 7 Euro schon ganz ordentliche Weine gibt und viele gute Anbieter in dieser Preisklasse um Kunden kämpfen.

Gibt man also noch mehr aus, meint der gemeine Weinkäufer, das man da nicht viel falsch machen kann.

Dem ist aber nicht so. Wer glaubt, wenn er 20 Euro für einen Barolo zahlt, hat in Wirklichkeit einen schlechten Wein gekauft, 10 x schlechter wie vermutlich fast alle Weine, die um die 7 Euro kosten.

Ähnlich ist es auch in der Fertighausbranche. Wenn als gut geltende Fertighausanbieter zum Beispiel Aktionshäuser anbieten oder eine Baureihe für die “junge Familie” haben, dann würde ich 2x überlegen, ob ich zuschlage…

Denken Sie nur mal ans Möbelhaus. Alles, was dort für die junge Familie angeboten wird, ist, 10 x sorry für die Ausdrucksweise, einfach billiger Shit, der nicht nur unschön aussieht, sondern auch nicht lange hält.

Also bevor Sie sich für Ihr Traumhaus 20 Jahre Verschulden, würde ich die Fertighausanbieter, deren Angebote, Preise und tatsächlichen Kosten genau unter die Lupe nehmen.

Übrigens zählt das oben Beschriebene auch im umgekehrten Fall. Wenn ein Billiganbieter auf einmal eine neue Serie auflegt, die sich “Prestige”, Highline” oder “Exklusiv” nennt, würde ich als Bauherr ebenfalls nicht zuschlagen – hier zahlt man nur unnötig zu viel, da die Basis bzw. das Material des Hauses trotzdem billig bleibt, auch wenn der Haubauer das mit einer freistehenden Badewanne und Parkett kaschieren möchte. Man kennt es vom Strassenverkehr, je kleiner das Auto, desto auffälliger ein Tuning.

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